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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Kultur

    15. Mai 201213:23

    Nicht jedes Theater ist Kunst

    Wenn ich die Nachrichten aus Berlin höre, habe ich fast das Gefühl, dass von unserer Forderung „Wir wollen das Theater erhalten“ nur die Überschrift angekommen ist. Es ist aber leider nicht jedes Theater, das gespielt wird, auch gleich Kunst. Wo ich mir sicher bin, dass es Kunst ist, ist das Theater Eisenach. Und das wollen wir unbedingt erhalten. Thüringen ist Kulturland, laut dem Kulturminister soll es sogar „Kulturland Nr. 1“ werden. Warum dann die Landesregierung das Eisenacher Theater kaputt gehen lassen will, verstehe ich nicht. Und das Schlimme ist: Ich glaube niemand kann es verstehen. Der Kulturminister sagt, es liegt am Finanzminister und der Finanzminister sagt, es liegt am Kulturminister. Na schön, dann kann ja keiner was dafür – gut unsere Kulturlandschaft in so verantwortungsvollen Händen zu wissen.

    Sollte es keine Einigung über die Rettung des Eisenacher Theaters geben, werden wir von unserem parlamentarischen Recht Gebrauch machen, eine Sondersitzung des Landtages einzuberufen. Dann können die schwarz-rosa Kultureinsparer öffentlich erklären, warum sie Eisenach hängen lassen.


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    Viele Fragen zwischen Mühlhausen und NRW

    Foto: Katinka Mitteldorf

    „Es wird viel von Schuld gesprochen werden in der nächsten Zeit“, sagte er, „und manch einer wird sich verleiten lassen, die Schuld bei anderen zu suchen. Aber wie viele werden vortreten und erklären: es hat auch an mir gelegen, Genossen – und dann die Konsequenzen ziehen? ... Das Schlimmste wäre, für das eigne Versagen den Feind verantwortlich machen zu wollen. Wie mächtig wird dadurch der Feind! ... Doch ist die Schuld nicht nur von heut und gestern. Auch für die Arbeiterbewegung gilt, dass nur der sich der Zukunft zuwenden kann, der die Vergangenheit bewältigt hat ...“
    aus: Stefan Heym, 5 Tage im Juni

    Wieder liegt ein Wochenende mit viel Licht und Schatten hinter uns. In Mühlhausen hatten wir die von Luc Jochimsen und Birgit Klaubert (Danke an die beiden & das ganze Team!) verantwortete Konferenz „Kultur neu denken“ mit insgesamt ca. 500 Teilnehmern und sehr guten und inhaltsstarken Debatten. Und in NRW haben wir den Wiedereinzug in den Landtag deutlich verpasst.


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    Gedenken – Denken – Aktiv werden gegen Ausgrenzung

    Die Woche war wirklich eine Woche des Ge(h)denkens. Dienstag, der 8. Mai mit Kranzniederlegung auf dem Erfurter Hauptfriedhof , Mittwoch dann der 70. Jahrestag der Deportation von 101 Erfurter Juden nach Buchenwald. Die Gedenkfeier im Hauptbahnhof – siehe Foto – fand ich sehr würdig. Aus dem gleichen Anlass fand am Donnerstag dann im Landtag auch eine Veranstaltung zur Erinnerung an die ermordeten Juden statt. Das war gut so, schließlich saßen im jetzigen Landtagsgebäude die Logistiker des Todes.

    Birgit Diezel verwies in Ihrer Rede auch darauf, dass das "Nie wieder" auch eine Verpflichtung für uns Demokraten ist, dafür Sorge zu tragen, dass auf den Stühlen im Landtag nie wieder Faschisten Platz nehmen. Das kann ich nur bekräftigen, aber Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – auch latente Erscheinungsformen – sind der Humus auf dem das gedeiht.


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    2. Mai 201217:43

    Keine Sparte zu viel

    © Jens Paul Taubert

    Der 1. Mai gestern war mal wieder ein richtiger Tag der Arbeit, zumindest arbeitsreich :o). In Erfurt ging es 10 Uhr mit der Auftaktkundgebung vor der Staatskanzlei los und dann über den Stadtring zum Anger. Für die Demo hätte ich mir ein paar mehr Teilnehmer gewünscht aber zur großen Abschlussveranstaltung waren dann doch an die tausend Menschen dabei und das kann sich doch sehen lassen.

    Vom Erfurter Anger ging’s direkt nach Altenburg, wo die Maifeier dieses Jahr eng verknüpft war mit dem Protest für den Erhalt des Theaters Gera-Altenburg. Da haben wir jetzt genau die Diskussion, die eigentlich der (traurig-schwarzen) Vergangenheit angehören sollte: Wie viel Theater können wir uns leisten? Sollen die Mitarbeiter noch weniger Geld bekommen oder soll gar eine ganze Sparte wegfallen? Beides ist Quatsch, denn Kulturförderung ist Zukunftsförderung!


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    21. April 201215:47

    Flugblätter, Kulis, Feuerzeuge: Alles muss raus!

    Oskar Lafontaine und Michael Menzel

    Der Freitag stand ganz im Zeichen des „2. Linke Spektakel – Thüringen rockt“. Von Mittag bis 21.00Uhr gab es auf dem Erfurter Anger eine Mischung aus Auftritten von Spitzenpolitikern, bekannten und noch nicht bekannten Musikgruppen und der Präsentation von Vereinen, Verbänden, Arbeits- und Interessengemeinschaften, Zeitungen und anderer Medien.

    In meinem Redebeitrag zum Programm ging es u.a.um das große Problem der Abwanderung von jungen Menschen aus Thüringen (Kurzer Ausschnitt aus meiner Rede.) und um die erpresserischen Methoden, mit denen Immobilieninvestoren der Stadt Erfurt Bauflächen und -genehmigungen abringen. Hier muss in Zukunft dafür Sorge getragen werden, dass klare, einklagbare Verträge geschlossen werden. Etwas, worauf wir uns bei unserem OB-Kandidaten Michael Menzel sicher sein können.


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