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Alles fest im Blick

05. August 2013
Bodo Ramelow Privat, Attila, Geheimdienste & Verfassungsschutz, Kultur

Ich bin dann mal wieder da. Die vierzehn Tage Ruhe am Thüringer Meer waren sehr schön, auch wenn ich hier im Freistaat nie so ganz inkognito Urlaub machen kann. Aber es gibt in der Gegend zwischen Hohenwarte und Bleiloch kilometerlange Wanderwege, auf denen man ganz für sich allein unterwegs ist. Da wir nicht zum ersten Mal hier sind, kennen wir inzwischen die vielen schönen Stellen – und auch die Stelle, wo die Tourismusentwicklung noch vorwärts getrieben werden muss.

Dieses Mal haben wir eine Woche im Paddelboot Urlaub gemacht. Attila hat dafür extra eine Hunde-Schwimmweste bekommen. Jedes Mal, wenn wir uns dem Ufer genähert haben, war er ganz aufgeregt. Er ist dann immer schon ein paar Meter vor dem Festland aus dem Boot gehüpft, um die letzten Meter zu schwimmen. Eines unserer beliebtesten Wanderziele war das Mooshäuschen, in dem sich zu unserer Überraschung inzwischen Siebenschläfer eingenistet haben. Die sind so zutraulich, dass sie einem sogar aus der Hand fressen. Ansonsten hatten sie uns immer fest im Blick, während wir die schöne Aussicht ins Tal genossen.


Echte und falsche Aprilscherze

03. April 2013
Bodo Ramelow Politik, Privat, Attila

Zu Ostern hat es sich mal richtig ausgezahlt, einen Spürhund im Haus zu haben. Da war es auch möglich, die weißen Eier wiederzufinden. Während Attila ja sowieso seinen Pelzmantel trägt, würden wir es inzwischen vorziehen, wenn wir die Wintersachen endlich weit wegpacken könnten. Es ist Zeit für Wärme und Sonne.

Ostermontag hab ich dann mit meinem großen kleinen Sohn einen Kühlschrank und eine Waschmaschine zu ihm transportiert. Offiziell bleibt er zwar immer mein kleiner Sohn, aber wenn er mit seinen über 1,90 Meter Körpergröße neben mir herläuft, sieht’s eher aus, als bin ich ein kleiner Aprilscherz. Einen solchen hörten wir übrigens auch unterwegs im Autoradio, denn dort wurde ganz seriös verkündet, dass der Freistaat Bayern die Einführung der Sommerzeit im Alleingang wieder rückgängig machen will. Wahrscheinlich weil man der CSU – vor allem dem Dobrindt – so einiges zutraut, wirkte der Gag besonders überzeugend.


Traurige Nachrichten

27. Februar 2013
Bodo Ramelow Politik, Attila

Während der Fraktionssitzung erreichte uns heute Vormittag die Meldung, dass Stéphane Hessel gestorben ist. Es war eine sehr traurige Nachricht, denn Hessel war ein Mensch, der uns alle bewegt hat – mit seiner Geschichte, seinen Schriften und auch mit seiner Person, seinem Auftreten an sich. Er hat es vermocht, aus dem Leid, das ihm widerfahren ist, eine ungeheure Kraft zu entwickeln. Und als ob das nicht schon bewundernswert genug wäre, ist es ihm auch noch gelungen, diese Kraft weiterzugeben.

Da Stéphane Hessel im KZ Buchenwald inhaftiert war, haben wir als Thüringer auch einen unmittelbaren Bezug zum tragischsten Teil seiner Lebensgeschichte. Es stünde uns deshalb gut zu Gesicht darüber nachzudenken, ob wir nicht auch eine Form des ehrenden Gedenkens finden, vielleicht mit der Benennung einer Straße oder etwas ähnlichem. Das muss man nicht überstürzen, aber es würde mich freuen, wenn sich Unterstützer für die Idee finden.


Unfähige Schnüffler

22. Oktober 2012
Bodo Ramelow Politik, Landtagssitzung, Energiepolitik, Geheimdienste & Verfassungsschutz, Attila

Unglaublich, diese Schnüffler. Nachdem wir am Mittwoch erfahren haben, dass der Thüringer Verfassungsschutz versucht hat, einen ehemaligen Mitarbeiter von Katharina König als Spitzel anzuwerben, haben wir es am Donnerstag öffentlich gemacht. Freitag bestätigte dann der Innenminister den Anwerbeversuch und erklärt dazu, dass der VS nichts vom Kontakt des jungen Menschen zu Katharina gewusst habe. Ich plädiere dafür die Deutsche Märchenstraße deutlich zu verlängern, mindestens bis zur Haarbergstrasse in Erfurt. Naja, dann lasse ich lieber noch einen Schnüffler enttarnen und gebe es auch gleich zu: Attila, der einzige Schnüffler den ich an mich ran lasse.

Am Sonntag höre ich im Radio, dass Frau Lieberknecht nun die Energiewende mit Nachdruck vorantreiben will. Gut so, denke ich, links wirkt wieder mal. Noch am Freitag hatte ich im Landtag die Ministerpräsidentin aufgefordert, eine Gesamtstrategie der Landesregierung zur Energiewende vorzustellen. Da aber in der Zeitung zu lesen war, dass der Landwirtschaftsminister Windkraftanlagen im Thüringer Wald generell ablehnt, habe ich meine Zweifel, dass es in der Landesregierung ein solches Gesamtkonzept gibt.

Nur noch kurz den Igel retten ...

12. September 2012
Bodo Ramelow Privat, Politik, Energiepolitik, Attila

Der Dienstag endete mit einer guten Tat. Auf der Spätrunde mit Attila trafen wir einen Igel, der in eine ausweglose Situation geraten war. Durch den Starkregen war am Straßenrand ein regelrechter Bach entstanden, auf der anderen Seite des Gehwegs war eine für das Tier unüberwindliche Mauer, er kam nicht mehr von der Stelle. Also habe ich ihn mit Hilfe von Attilas Tütenbehälter ein paar Meter getragen und auf einer Wiese wieder laufen lassen. Von da aus sollte er unbeschadet weitergekommen sein.

Der abendliche Spaziergang war wie so oft ein guter Ausgleich zu den langen Sitzungen im Landtag. Neben den typischen Dienstagsberatungen wie Fraktionsvorstandssitzung und Ältestenrat hatten wir gestern auch ein Pressegespräch zum Thema Energiewende. Bei dem Thema muss deutlich mehr geschehen, als die Verantwortlichen gerade leisten. Für Thüringen ist es enorm wichtig, unser eigenes Potential auszubauen. Unser Konzept lautet nach wie vor dezentral, regional und regenerativ. Dazu brauchen wir eben keine 380-KV-Leitung, die quer durch unser schönes Land geht.