Vorbereitung der C‑Länderrunde?

Im Politik-Fachchinesisch reden wir ja immer davon, dass es im Bundesrat die A‑Länder und die B‑Länder gibt. Die A‑Länder haben eine SPD-geführte Landesregierung und die B‑Länder sind Unionsgeführt. Da die Grünen bisher nur einen Regierungschef stellen, gibt es noch keine dritte Kategorie. Die Bezeichnung C‑Länder ist also noch frei bzw. eigentlich schon reserviert für LINKE-geführte Landesregierungen. Das ist quasi „C wie Zukunft“, wie die CDU mal unfreiwillig komisch in einem Landtagswahlkampf plakatierte. Aber ich will mich mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sondern wollte eigentlich nur darüber schreiben, dass ich heute einen gemeinsamen Termin mit meinem sächsischen Spitzenkandidatenkollegen Rico Gebhardt hatte.

Rico und ich waren in Leipzig bei der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. Bei dem Termin stand die Rolle der Kommunen bei der Energiewende im Mittelpunkt. Es war wirklich ein spannendes und aufschlussreiches Gespräch, der Ausflug nach Sachsen hat sich gelohnt.

Gelohnt hat sich auch der gestrige Abend, denn wir hatten eine Buchlesung mit Landolf Scherzer, die sehr schön war. Offensichtlich ging es vielen anderen Leuten wie mir, dass sie Landolf Scherzer endlich mal wieder sehen und lesen hören wollten, denn der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Vorher war ich gestern bei einer so genannten „Berliner Runde“, also einem Gespräch mit Chefredakteuren verschiedener großer Zeitungen aus der ganzen Republik. Auch das hat Spaß gemacht, denn es war eine offene Atmosphäre und wir haben uns gut verstanden – was mir ja nicht mit allen Chefredakteuren immer gleich gelingt. 😉

Und weil ich gerade beim Thema bin: Da ich immer wieder wegen der TA-„Biographie“ angesprochen und angeschrieben werde, hier noch einige kleine Richtigstellungen: Die Professoren, von denen es in dem Artikel heißt, dass sie 1980 Mitglieder der DKP gewesen seien, konnten damals gar keine DKP-Mitgliedern sein, weil sie sonst unter das Berufsverbot gefallen wären. Ich weiß ehrlich gesagt bei den meisten der Namen nicht, ob sie irgendwann mal in der DKP waren, aber wenn sie es in der Zeit des Berufsverbotes gewesen wären, hätte ich es mitbekommen müssen. Und journalistische Sorgfaltspflicht verlangt eigentlich, dass man keine Sachen aufschreibt, die offensichtlich nicht stimmen. Falsch ist beispielsweise auch, dass ich mich nicht gegen die fristlose Kündigung in der Firma Jöckel gewährt hätte. Gleich am nächsten Tag habe ich rechtliche Schritte eingeleitet. Herr Jöckel war da allerdings gerade für drei Wochen nicht in der Firma. Vielleicht meint er deswegen heute, ich sei zwei Wochen lang damit einverstanden gewesen. Das ist aber auch egal. Befremdlich finde ich, dass der Journalist das alles aus seinen einseitigen Informationen heraus aufschreibt. Er hätte mich ja am Dienstag darauf ansprechen können, als er bei mir im Büro saß. Nur hätte er es dann nicht mehr so aufschreiben können, wie er es wohl sowieso vorhatte.