Blogrolls

 

Archiv

 

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten
 
14. September 201711:55

#ZukunftThüringen – auch auf der Schiene

Im Landtagswahlkampf 1999 hatte ich mit dem damaligen Ministerpräsidenten, Dr. Bernhard Vogel, eine Auseinandersetzung darüber, wie wir die Eisenbahninfrastruktur in Thüringen am besten entwickeln können. Vogel warb für die Umsetzung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE8) und damit den Bau einer Schnellbahntrasse durch den Thüringer Wald und die Anbindung von Erfurt an die Schnellbahntrasse. Ich stand für die rasche Elektrifizierung und den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung und der Saalebahn und die Entwicklung von Jena als zentralen Fernverkehrsknoten für die Bahn in Thüringen.

Am Ende hat sich Vogel durchgesetzt mit seiner Präferenz für die ICE-Strecke durch den Thüringer Wald und die Entwicklung von Erfurt zum zentralen Bahnknotenpunkt und am 12. Dezember 2017 werde ich gemeinsam mit Horst Seehofer von Nürnberg nach Berlin fahren, um die Strecke symbolisch zu eröffnen. Schon jetzt spricht die Deutsche Bahn AG vom größten Fahrplanwechsel ihrer Geschichte. Über 17 Millionen Passagiere werden betroffen sein: Pendler, Geschäftsreisende aber auch Urlauber. Erfurt wird zu einem besonderen Bahnknoten. Künftig kann man von hier nicht nur nach München und Berlin, auch Hamburg und Binz, der Flughafen Frankfurt werden direkt und ohne Umsteigen erreichbar sein oder sind es jetzt schon. Das eröffnet auch unserer Landeshauptstadt weitere Entwicklungspotentiale für den Tourismus aber etwa auch für Kongresse und Messen.

Heute muss ich eingestehen, dass Dr. Vogel mit seinem Werben für die Schnelltrasse (als Alternative zur Sachsenmagistrale) Recht hatte. Meine damalige Vision zur Entwicklung von Jena als Bahnknoten stand damals nicht zur Debatte. Aber heute fast 20 Jahre später kann ich sagen: Mit der Zusage des Bundes an den Freistaat Thüringen, dass nun mit der Planung und Realisierung der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Weimar – Gera – Gößnitz begonnen werden kann, wird auch meine Vision und Idee der Entwicklung Jenas real. Für Thüringen ist das ein riesiger Fortschritt.


mehr
9. September 201714:05

Für Thüringen in Brüssel

Es ist inzwischen für mich eine gute Tradition mindestens einmal im Jahr nach Brüssel zu fahren und dort für Thüringen zu werben und unsere Anliegen in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern von Parlament und Kommission ganz direkt vorzubringen. Und so machte ich mich diese Woche auf den Weg nach Brüssel, um vor allem am Mittwoch eine Vielzahl von Begegnungen zu haben.

Europa ist für unser Bundesland von zentraler Bedeutung und zwar keineswegs nur aus ökonomischen Gründen. Unser Land hat seit 1990 erheblich von der Solidarität der Mitgliedsländer der Europäischen Union profitiert. Ohne die Unterstützung aus den zahlreichen Europäischen Förderfonds wäre manches Gewerbegebiet nie entstanden, manche Straße nicht gebaut und die Arbeit vieler Vereine in Thüringen nicht möglich gewesen. Die Menschen und Unternehmen Thüringens können die Vorzüge nutzen, die ihnen die Freiheit des Verkehrs von Menschen, Waren und Dienstleistungen bieten. Manchmal geraten diese Vorteile aus meiner Sicht in den Hintergrund. Vielleicht weil wir ab und an dazu neigen, erstmal über die negativen Dinge zu reden.


mehr
5. September 201710:22

Veränderung bedeutet Zukunft!

Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt. (Paulo Coelho)

Diese Woche beginnt mit guten Nachrichten für unser Land Thüringen.

Das Jenaer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik leitet künftig die neue „Max Planck School of Photonics“ zur Nachwuchsförderung für angehende Doktorandinnen und Doktoranden. Das stärkt den Wissenschaftsstandort Jena weiter. Der Umsatz der Thüringer Industrie wächst weiter und stieg im 1. Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2%, was wesentlich daran liegt, dass 1/3 aller Erzeugnisse exportiert werden. Damit liegt Thüringen übrigens in Bezug auf die Exportquote auf Platz 7 aller Bundesländer, also in der oberen Hälfte. Das hilft auch dem Arbeitsmarkt, denn im Vergleich zum Vorjahr arbeiten jetzt 2.500 Menschen mehr in der Industrie. Insgesamt beschäftigen Thüringer Industriebetriebe nun 144.000 Menschen in Thüringen. Und auch die, die dort arbeiten profitieren vom Erfolg ihrer Unternehmen. Ihr Einkommen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,5%.

 

 


mehr
27. Juli 201720:40

#ZukunftThüringen – Tag 12 – Von der Bleilochtalsperre nach Erfurt – (27. Juli 2017)

Eine Dankeschön dem THW

Heute nun also war der letzte Tag meiner Sommertour #ZukunftThüringen. Der Tag begann am Thüringer Meer im Osten Thüringens. Auf der Fahrt konnte ich schon sehen, dass die Aufbauarbeiten für das große „Sonne-Mond-Sterne“-Festival bereits im vollen Gange sind. Künstliche Straßen entstehen, ein eigener Lebensmittelmarkt, sanitäre Einrichtungen… auch eine Leistung.

Mein Weg führt mich nach Saalburg, wo der Ortsverband Apolda des Technischen Hilfswerkes am Wochenende ein Ausbildungscamp durchführt. Das THW ist eine Bundesanstalt für den Zivil- und Katastrophenschutz. Dabei sind die allermeisten Helferinnen und Helfer freiwillig für das THW tätig. Neben ihrer Arbeit, ihrem Studium, ihrer Ausbildung engagieren sie sich im Notfall, um Menschen ganz konkret zu helfen. Begrüßt werde ich durch den Landesbeauftragten des THW für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Manuel Almonzor.

Wie wichtig das ist, konnten wir auch in Thüringen in den letzten Tagen wieder erleben, als der Dauerregen hier und dort für kritische Situationen sorgte. Die Ortsgruppe aus Eisenach, die mir die größte Pumpe des Freistaates präsentierte, war gerade noch in Dena im Einsatz, um ein Kalksandsteinwerk leerzupumpen. Diese Pumpe wurde übrigens durch das Land angeschafft und wird durch das THW betrieben. Beeindruckend, welche Massen an Wasser in kurzer Zeit abgepumpt werden können, beeindruckend aber auch, wie schwer beispielsweise ein einzelnes Rohr ist, das gebraucht wird. Bis zu 60kg kann das wiegen.

Und endlich konnten mir die Kameradinnen und Kameraden des THW Apolda ihre Boote präsentieren, die ich schon oft an Land gesehen habe, aber noch nie auf dem Wasser. Also ging es in rasanter Fahrt über den See der Bleilochtalsperre, während mir die Kameraden verschiedene Manöver zeigten, u.a. die Rettung von Menschen aus dem Wasser. Da sind eben Profis unterwegs. Übrigens gilt das nicht nur für den Katastrophenschutz, sondern auch für die Rostbratwürste aus Apolda, die ich probieren durfte.

Erstaunlich viele junge Menschen interessieren sich für die Arbeit im THW und machen schon als Jugendliche mit. Das ist die beste Basis um ausreichend Nachwuchs für diese ungeheuer wichtige Aufgabe zu finden. Wichtig war den Kameradinnen und Kameraden noch, dafür zu werben, dass auch in Not, Menschen sich das Verständnis bewahren, dass nicht allen gleichzeitig geholfen werden kann. Und manchmal lässt sich auch nicht sofort helfen… Ich bin beeindruckt und kann nur nochmal Danke sagen für diese Arbeit.


mehr
27. Juli 201707:15

#ZukunftThüringen – Tag 11 – Jena – (26. Juli 2017)

Hochtechnologie und soziale Verantwortung

Auch am vorletzten Tag meiner Sommertour bestimmt der Regen das Geschehen im Land. Regelmäßig lasse ich mich über die Situation unterrichten. Besonders kritisch ist es im Harz. Kleinere Flüsse treten über die Ufer, ein Kalksandsteinwerk steht unter Wasser. Aber die Schäden sind überschaubar und der Regen hält uns zwar in Atem, für die ausgetrockneten Wälder ist er aber ein Segen. Mein Dank gilt all jenen, die in den letzten Tagen bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und den öffentlichen Einrichtungen mit hohem Einsatz daran gearbeitet haben. Schäden zu vermeiden oder in Grenzen zu halten und natürlich denke ich auch an die Betroffenen in diesen Stunden.

Mein Ziel aber ist Jena. Jena ist in Thüringen in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme. Jena wächst, in Jena leben überdurchschnittlich viel junge Menschen aber das bringt auch Herausforderungen. Durch die Tallage von Jena, sind die Möglichkeiten beschränkt, Wohnraum wird knapp und auch an Kindergärten und Schulen wird es eng. Aber die Sorgen wachsender Städte nehme ich gern an. Immerhin hat Jena inzwischen die höchste Forscherdichte in Deutschland.

Eines dieser wachsenden Unternehmen, die Alere Technologies GmbH, ist mein erstes Ziel. 1998 wurde das Unternehmen noch unter anderem Namen gegründet, seit 2006 ist es Tochter von Alere Inc. USA und demnächst wird Alere von Abbott, einem weltweit tätigen Gesundheitsunternehmen übernommen. Alere ist gehört zu den führenden Anbietern in der Welt von patientennaher Diagnostik. Dabei geht es darum, etwa im Bereich der HIV-Infektion schnell und vor Ort die Virenlast zu ermitteln, um so schnell eine passgenaue Therapie zu beginnen. Dieses Verfahren lässt sich auch bei anderen Infektionskrankheiten anwenden. Derzeit ist Afrika der größte Absatzmarkt von Alere aber jetzt soll auch der Rest der Welt in den Blick genommen werden. Dann kann der Umsatz von derzeit 2,3 Mrd. Euro noch deutlich gesteigert werden. Auch in modernen Industriestaaten kann patientennahe Diagnostik helfen, schneller in die Behandlung einzusteigen und dadurch Zeit und letztlich auch Kosten zu sparen. Ich bin sehr beeindruckt von der Innovationsstärke dieses Unternehmens, dass auch mehrfach mit Preisen gewürdigt wurde. Eine stärke Marktposition für die Produkte von Alere zu erreichen, dem dient eben auch die Übernahme durch Abbott.

Aber auch für etwas anderes steht das Unternehmen, nämlich für soziale Verantwortung im besten Sinne. Ich bin beim Rundgang überrascht, wieviel einfache Tätigkeiten noch ausgeführt werden müssen, diese aber mit hoher Genauigkeit und Präzision. Hier bekamen auch ca. 50 Geflüchtete eine Chance. Ohnehin stellt das Unternehmen jährlich fast 100 neue Mitarbeiter/-innen ein. Eine beeindruckende Zahl. Dafür, so sagt der Personalleiter von Alere, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. So zahlt das Unternehmen die Gebühren für die Kindergartenbetreuung der Kinder der Mitarbeiter/-innen und noch etwas ist besonders: Alle Beschäftigten bekommen jährlich einen bezahlten Tag, um sich freiwillig zu engagieren, ob in der Geflüchtetenhilfe, in Vereinen, als Ferienbetreuung.

Natürlich spielen auch andere Themen eine Rolle. Auch bei Alere werde ich auf die Anbindung von Jena an den Schienenverkehr angesprochen. Ich kann berichten, dass die Finanzierung des Franken-Expresses ab dem Fahrplanwechsel 2018/19 gesichert ist, derzeit noch Baustellen die gute Anbindung verhindern. Ab 2023 folgt die moderne IC-Doppelstockzuganbindung und nicht zuletzt wird auch der Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung Jena helfen, denn ich weiß um die Bedeutung dieses Faktors.


mehr