Letzte Nachrichten

14. Juli 2016
Unterirdische Erkundungen
5. Juli 2016
In 80 Tagen um die Welt
30. Juni 2016
Ein Tag der Freude
24. Juni 2016
Tagebuch
 
 

Blogrolls

 

Archiv

 

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten
 
8. August 201415:11

Ein Politiker dem die Bürger vertrauen

Bodo im Gespräch mit Genossen

Seit gestern bin ich unterwegs um unsere Genossinnen und Genossen bei der Bädertour zu unterstützen. Schon auf der Hinfahrt kommt auf der Raststätte die ersten Bürger strahlend auf mich zu uns sagt zu mir, dass ich der „Politiker seines Vertrauens“ wäre und er sich freut mich kennen lernen zu dürfen. Das hat mich natürlich auch gefreut. :D

 

Genauso ging es dann auch weiter. Beim ersten Termin in Dierhagen war ausgezeichnetes Klima. Wir waren sehr früh da und der Platz war noch sehr leer, aber er füllte sich und füllte sich. Es gab dann eine sehr gute und interessante Debatte. Ich bin sehr erstaunt, wie viele Touristen sich Zeit nehmen, um sich über Politik kundig zu machen. Ich hatte auch die Zeit, viele Einzelgespräche zu führen. Auch einige Thüringer waren darunter.


mehr
6. August 201416:08

Wahlkampf in Brandenburg

Zuerst war ich am Dienstag unterwegs in Frankfurt Oder bei René Wilke dem dortigen Direktkandiaten zur Landtagswahl zur Wahlkampfunterstützung und zur Gesamtmitgliederversammlung im Beratungssaal der Industrie- und Handelskammer. Es war die Auftakt- und Motivationsveranstaltung für GenossInnen vor Ort. Der Wahlkampf war das eine, aber was mich sehr berührt hat war, dass die LINKEN in Frankfurt eine Bewegung initiiert haben, mit der sie Lebensgeschichten von interessanten Leuten aus Frankfurt und der Umgebung sammeln und aufschreiben. So z.B. vom langjährigen Oberbürgermeister von Frankfurt Oder. Am Ende der Veranstaltung wurden mir dann drei Bücher übergeben mit den bisherigen Aufzeichnungen.

 

Das erinnert mich daran, dass ich des öfteren von verschiedensten Leuten aufgefordert werde doch auch endlich mein Geschichte aufzuschreiben. Z.B. ganz konkret beim beim Thema Bischofferode, wo ich ja selbst viel Zeitgeschichte miterlebt und mitgebaut habe.

Nach dieser schönen Veranstaltung ging es weiter zu Peer Jürgens nach Fürstenwalde. Ihm hatte ich schon lange versprochen, dass er eine Veranstaltung gut hat. Er hat das Thema jüdische Theologie mit mir zusammen massiv voran getrieben. Dass das Abraham Geiger Kolleg heute fester Bestandteil der universitären Landschaft ist, ist auch ein Verdienst von Peer Jürgens. Auch daher hatte ich ihm versprochen, auch wenn ich mir der Wahlkampf eigentlich keine Luft lässt, nach Fürstenwalde zu kommen.

Auf der Rückfahrt werde ich wieder einmal Zeuge vom verrückten Wetter. Blicke ich links aus dem Fenster sehe ich strahlenden Sonnenschein. Blicke ich rechts aus dem Fenster glaube ich den Weltuntergang zu erleben.

Viel Zeit habe ich allerdings nicht für diese Aussicht, denn wie schon den ganzen Tag in den freien Minuten zwischen den Terminen folgt ein Interview dem nächsten.

4. August 201410:26

Wahlkampf mit Affen und Gewalttätern?

Noch 41 Tage bis zum 14. September und jetzt geht der Wahlkampf richtig los. Der Urlaub an der Nordsee war wirklich schön, aber ich freu mich auch, wieder in Thüringen zu sein und mich einmischen zu können. So ganz ohne Politik lief der Urlaub aber auch nicht ab. Das lag einerseits daran, dass mich doch relativ viele Leute angesprochen haben, weil sie mich als „den Ramelow aus’m Fernsehen“ identifizierten. In Ostfriesland hätte ich das nicht unbedingt erwartet, aber es waren immer sehr freundliche Begegnungen. Und andererseits habe ich natürlich auch im Urlaub den Pressespiegel gelesen, sodass mir nicht verborgen blieb, wie sich Kolleginnen und Kollegen aus der CDU über uns äußerten.

 

Bei Frau Lieberknecht waren die Linken erst die „Affen“ und dann ein „Sammelbecken für sozialistische Träumer, SED-Altkader und Aktivisten mit Hang zur Militanz“, für ihren Fraktionsvorsitzenden sind wir alle „Stalinisten“ und „Gewalttäter“. Warum wir nicht einfach über politische Themen streiten können (da gibt es genug Unterschiede!), sondern stattdessen Tiervergleiche und herabwürdigende Bemerkungen als Argumente herhalten müssen erschließt sich mir nicht. Und ich finde diesen Versuch, einen Keil zwischen die demokratischen Parteien zu treiben, wirklich schädlich. Deshalb werde ich mich nicht daran beteiligen.


Ich muss immer noch an meine letzte Südafrikareise und den großen Nelson Mandela denken. Was mich dort so beeindruckt hat war, dass nach dem Ende des brutalen Apartheidsystems konsequent das Ziel der Versöhnung in den Mittelpunkt gestellt wurde. Konflikte sollten gelöst und nicht verlängert werden. Bei den Debatten in Thüringen muss ich dagegen unweigerlich an einen Satz aus der Bergpredigt denken: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“


Wir wollen jedenfalls keinen Anti-CDU-Wahlkampf machen, sondern eine moderne LINKE-Kampagne. Dazu haben wir heute unsere Plakate vorgestellt und morgen gibt es dann die Premiere des TV-Spots. Zur Einstimmung möchte ich hier schon mal den – wie ich finde sehr gelungenen – Spot unserer sächsischen Genossinnen und Genossen bewerben. Alle Thüringer Wähler dürfen gespannt sein, ob ich in unserem Video auch als Indianer daher geritten komme. Morgen gibt’s die Auflösung.


Alle Kampagnenmotive zur Ansicht und zum Download gibt es hier. 

21. Juli 201413:59

Verdammt lang her

Im letzten Landtagswahlkampf 2009 hat die Zeitung mit den großen Buchstaben ja etwas wirklich Famoses geschafft. In einer „Hintergrundrecherche“ zu meiner Biographie hat das Blatt tatsächlich meine allererste Freundin ausfindig gemacht. Ich selbst hatte schon lange keinen Kontakt mehr zu ihr, weshalb ich es eigentlich ganz schön fand zu hören, dass es ihr gut geht. Von dem Eingriff in meine Privatsphäre, den diese Recherche bedeutete, mal abgesehen ...

Nun höre ich, dass sich erneut eine Thüringer Zeitung daran gemacht hat, meine Vergangenheit zu erkunden. Ziel der Recherche ist wohl herauszufinden, ob ich als kleiner Junge im Sandkasten meine Förmchen lieber geteilt oder lieber auch mal die Förmchen anderer Kinder mitverbaut habe. Ich könnte ja die Antwort jetzt verraten, aber erstens will ich die Spannung nicht verderben und zweitens wurde ich von der Zeitung auch nicht persönlich angefragt. Also genieße ich lieber meinen Urlaub und harre der Dinge, die da kommen.


mehr

Draußen einig, drin uneinig

Der Wahlkampf ist eigentlich nicht die Zeit der großen Einigkeit zwischen den Parteien. Heute früh waren wir uns aber alle einig: Nazis haben Landtag nichts zu suchen! Deswegen haben wir uns gemeinsam den NPD-Pfeifen, die erst eine Kundgebung und dann ihren Besuch auf der Landtagstribüne angemeldet hatten, in den Weg gestellt. So mussten sie unverrichteter Dinge wieder abziehen. Auch das haben die Wähler am 14. September in der Hand: Dass die Nazis sich den Landtag höchstens von außen anschauen können.

Im Landtag war es dann mit der Einigkeit vorbei und das war auch gut so. Frau Lieberknecht hat ihre letzte Regierungserklärung gehalten und in der Entgegnung musste ich doch mal einige Unterschiede zwischen unseren Politikvorstellungen deutlich machen. Dass sie es jetzt als großen Erfolg verkauft, einen Landeshaushalt ohne neue Schulden zu haben, während die Kommunen krachen gehen, ist einfach vermessen. Die Stadtwerke in Gera sind pleite, in Eisenach streiken die Orchestermusiker, weil sie keinen Tarifvertrag haben und im ganzen Land gibt es Unterrichtsausfall, weil nicht genügend Lehrer eingestellt werden.


mehr