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3. September 201214:03

Zurück von der Spurensuche

Das Wochenende in Warschau ist vorüber, es war in doppelter Hinsicht eine Spurensuche. Einerseits war es für uns als Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung wichtig, zum Weltfriedenstag an den authentischen Erinnerungsorten des Warschauer Ghettos zu sein. Andererseits hat Rosa Luxemburg ihre Kindheit und Jugend in Polen verbracht.

Am Samstag hatten wir ein gemeinsames Abendessen mit vielen spannenden Persönlichkeiten. Unter ihnen waren Überlebende des Warschauer Aufstandes, Vertreter der Polnischen Sozialistischen Partei, ein Professor vom Jüdischen Historischen Institut und Polen-Experten aus der Stiftung. Unser Restaurant befand sich inmitten des früheren Ghettos und wir konnten sehen, mit wie viel Leidenschaft vieles wieder aufgebaut wurde, was die Nazis zerstört hatten. Das jüdische Leben wiederzubringen, ist allerdings um ein vielfaches schwerer. Wir müssen als Stiftung schauen, wo wir Unterstützung geben können.


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1. September 201210:54

Weltfriedenstag – Nie so wichtig wie in dieser Zeit

Ich freue mich ja schon, heute in Warschau bei der Vorstandsklausur der RLS zu sein, vor allem nach dem Chaos am Frankfurter Flughafen gestern. Es wäre aber auch schön gewesen, wenn ich bei einer der Aktionen zum Weltfriedenstag hätte dabei sein können, vor allem beim Friedensfest in Gera. Dort gibt es heute ab 14 Uhr auf dem Museumsplatz ein buntes Programm und wer in der Nähe ist, dem sei wärmstens empfohlen mal vorbeizuschauen. Wir werden inzwischen in Warschau einen Kranz am Mahnmal des Warschauer Ghettos niederlegen.

Der Weltfriedenstag ist in dieser Zeit wichtiger denn je, denn an vielen Orten auf der Welt herrscht Krieg und an wahrscheinlich noch mal so vielen Stellen ist der Frieden in Gefahr. Das Schlimme ist, dass es kaum mehr öffentliche Aufmerksamkeit für diese Konflikte gibt. Die Kriegslogik ist in den Alltag übergegangen, Militäreinsätze scheinen zu „normalen“ politischen Lösungen geworden zu sein und Waffenexporte sollen wir als nicht so schlimm ansehen. Schließlich seien Waffen an sich „ethisch neutral“, meinte Anfang August Bundesverteidigungsminister de Maizière. Ich denke jede Waffe, die es weniger gibt, ist ein Schritt in Richtung Frieden. Deswegen brauchen wir ein klares Nein zu jeglichen Rüstungsexporten.


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Woche der Entschleunigung

Jetzt kann ich mir definitiv ein Kreuz im Kalender machen, dass diese letzte Woche im August offensichtlich die Woche der Entschleunigung sein soll. Nachdem ich am Dienstag mehrere Stunden unfreiwillig auf der A9 zugebracht habe, kommt heute noch ein ganzer Tag – genauso unfreiwillig – auf dem Frankfurter Flughafen dazu. Ich bin mitten im Streik der FlugbegleiterInnen gestrandet.

Eigentlich wollte ich ja meine Solidarität mit den Streikenden nur theoretisch ausleben. Als ich mich am frühen Morgen auf den Weg nach Frankfurt machte, dachte ich: Zum Glück hast Du ja bei einer polnischen Fluggesellschaft gebucht, Ziel meines – angedachten – Fluges ist nämlich Warschau. Am Flughafen kam dann irgendwann die Meldung, dass es doch ein Lufthansa-Flug sei und 15 Minuten vor dem Boarding kam die Absage.


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Eine Demo nur für Hella

Ein breites Bündnis aus Gewerkschaftsleuten, Parteivertretern und Mitgliedern von Vereinen hatte sich gestern zu einer ganz besonderen Demo in Erfurt zusammengefunden. Unser gemeinsames Ziel, für das wir auf die Straße gegangen sind, war die feierliche Verabschiedung von Hella Saalfeld vom Erfurter Ordnungsamt in den Ruhestand. Hella war zwanzig Jahre lang für alle Demonstrationsanmeldungen in der Stadt verantwortlich und dass es nun extra eine Demo für sie gab, zeigt schon, dass hier ein besonderer Mensch seinen letzten Arbeitstag hat. Diesen Job zu machen und trotzdem so beliebt zu sein, dürfte ihr so schnell niemand nachmachen.

Was Hella Saalfeld bei ihrer Arbeit ausgezeichnet hat, war dass sie immer zuerst auf das Gespräch gesetzt hat und jede Entscheidung mit menschlichem Maß getroffen hat. Von uns bekam sie zum Abschied ein kleines Demonstrationsset mit LINKE-Warnweste und LINKE-Fähnchen geschenkt. Damit ist Hella im Zweifelsfall immer noch mal einsatzbereit. ;o)


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Berlin, Berlin, wir fahren nicht nach Berlin

Während sich CDU und SPD im Thüringer Landtag gegenseitig Behinderung bei der Aufklärungsarbeit in Sachen NSU-Terror vorwerfen – und das in teilweise grotesken Formen – haben wir uns gestern ausnahmsweise erst einmal selbst aufgehalten. Schließlich kamen wir mit unserer Arbeit doch noch ein gutes Stück voran.

Ausgebremst haben wir uns sprichwörtlich selbst, indem wir uns auf dem Weg zu einer Bund-Länder-Beratung in Berlin mit unserem Fraktions-Kleinbus mitten in einen Mega-Stau auf der A9 gestellt haben. Die Autobahn war bei Halle wegen eines Unfalls stundenlang gesperrt und für und ging es nicht vor und nicht zurück. Immerhin haben wir nach einiger Zeit festgestellt, dass 200 Meter weiter hinter unsere sächsischen Abgeordnetenkollegen stehen. Da konnten wir wenigstens mit denen austauschen :o).


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