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Touristische Entdeckungen – Kulturelle Schätze

29. Juli 2019
Bodo Ramelow Texte

Woche 3 der Sommertour #ZukunftThüringen

So schnell gehen drei Wochen vorüber. In der letzten Woche meiner Sommertour 2019, zeigt nicht nur der Sommer was er kann (fast durchgehend 30°C plus… was das für unsere Natur bedeutet, habe ich in letzter Zeit öfters thematisiert), sondern auch die Thüringer Naherholung, Kultur und Tourismus. Wie in den vorangegangenen Wochen, leben diese Bereiche oftmals vom Einsatz Einzelner und vom unerschütterlichen Glauben daran, dass man gemeinsam etwas Lohnendes aufbauen kann. Dass Thüringen viel zu bieten hat, das weiß ich schon seit eh und je. Dass man es aber vielleicht ein bisschen besser erzählen muss, ist der Grund, warum ich persönlich immer Wert darauf lege, mir die Attraktionen selbst anzusehen. Tatsächlich habe ich auch in diesem Jahr wieder so einiges entdecken dürfen, wovon ich auf den folgenden Zeilen gerne berichten möchte.

 

Starke Strukturen & engagierte Menschen

24. Juli 2019
Bodo Ramelow Politik

Woche 2 der Sommertour #ZukunftThüringen 2019

Bernd Edelmann
Sommertour 2019 #ZukunftThüringen von Ministerpräsident Bodod Ramelow

Passend zum Thüringer Engagement und Stiftungstag, der am 18. Juli in Erfurt stattfand, ging es in dieser Sommertourwoche um engagierte Menschen und diejenigen, die hinter einer starken regionalen Infrastruktur stecken. Es sind oft Menschen, die ihre Passion nicht einfach nur bewahren, sondern weitergeben möchten. Das Ehrenamt kann ohne Leidenschaft nicht existieren und es gibt daher kaum etwas spannenderes, als die Menschen zu besuchen, die mit eben dieser Leidenschaft, mit Kreativität und Hingabe ihre Vereine, Initiativen, private Museen und so vieles mehr in ganz Thüringen entstehen lassen. Davon möchte ich in den folgenden Zeilen einige präsentieren. Ihre Vielfalt spricht für sich, finde ich.

„Kluge Köpfe – Innovative Prozesse“

13. Juli 2019
Bodo Ramelow Politik

Woche 1 der Sommertour #ZukunftThüringen 2019

Auch in diesem Jahr gehe ich auf Sommertour #ZukunftThüringen auf Entdeckertour und widme mich den Themen, die Thüringen nach vorne bringen. In dieser Woche ging es dabei um „Kluge Köpfe, innovative Prozesse“. Von Sonneberg bis Nordhausen, von Rudolstadt bis Bad Salzungen besuchte ich 16 Unternehmen und Projekte, die Thüringen stark und zukunftsfähig machen. Nach dieser Woche komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ich bin beeindruckt von der Leidenschaft, dem Engagement und der Innovationskraft, die ich erleben durfte.  Und wieder zeigte #ZukunftThüringen, dass es bestimmte Erfolgsgeheimnisse gibt, die die klugen Köpfe unseres Landes miteinander verbinden.

Klimaschutz – Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer sonst?

27. Juni 2019
Bodo Ramelow Politik

Im Juni 2013 traf die Stadt Greiz die Katastrophe. Nach tagelangem heftigem Regen stieg der Wasserpegel der sonst so beschaulichen Weißen Elster höher und höher. Fast fünf Meter betrug der Messstand am Ende, wo sonst gerade mal ein Meter normal ist. 420 Kubikmeter Wasser die Sekunde drückten sich gnadenlos den Flusslauf hinunter. Die beispiellosen Anstrengungen von Feuerwehr und Freiwilligen konnte die Überschwemmung der Stadt und den damit einhergehenden beträchtlichen Schaden an der Altstadt, dem Fürstlich Greizer Park und dem Sommerpalais nicht mehr abwenden. Ich fuhr damals ins Vogtland, um mir die Ursachen für die Überschwemmung auf den Höhen oberhalb der Stadt in den Dörfern Teichwolframsdorf und Mohlsdorf zu beschauen. Man stufte die Flut damals als HQ 200 ein – das heißt, dass eine so verheerende Situation nur einmal in 200 Jahren auftreten würde.

Aber mit dem Blick auf die international zunehmenden und sich immer wieder verstärkenden Extremwetterbedingungen, wird klar, dass auch uns solche Auswirkungen des globalen Klimawandels auch uns hier in Mitteldeutschland immer stärker betreffen werden. Ich muss zur Veranschaulichung nicht nur an die Hochwasser Sommer 2002 und 2013 erinnern. Die starke Trockenheit, die unsere Wälder zerstört und mir zurzeit sehr große Sorge bereitet (https://www.bodo-ramelow.de/nc/tagebuch/article/2019/06/17/thueringer-wald-in-not/), ist ebenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach eine Folge dessen. Und je trockener der Boden, desto eher können langanhaltende Regenfälle auch wieder zu anschwellenden Flüssen führen. Ein zu ausgedörrter Boden nimmt nämlich Wasser nur sehr langsam auf. Wir werden uns in meinen Augen also grundsätzlich genau darauf einstellen müssen, in Zukunft öfter dem Wechsel von Trockenheit und extremer Nässe ausgesetzt zu sein. Und den Schäden, die diese Wetterlagen mit sich bringen.

„Mit Naturgesetzen, kann man nicht verhandeln“, schreibt der Astrophysiker Prof. Harald Lesch, den man aus dem Fernsehen kennt. Am vergangenen Montag, den 24. Juni, war ich wieder in Greiz – dieser Perle des Vogtlandes -, auf Einladung meines guten Freundes Harald Seidel. Seit vielen Jahren richtet er schon sein erfolgreiches Format „Prominente im Gespräch“ aus und auch dieses Mal waren über 300 Menschen gekommen, um dem berühmten Fernsehphysiker im Gespräch mit mir, zu lauschen – was für eine Ehre! Das Thema war Leschs aktuelles Buch. Es trägt einen Titel, der manchem noch aus den Tagen der Spontibewegung bekannt sein dürfte: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Darin beschreibt er, wie unvorstellbar gefährlich der Klimawandel für unsere sozialen, politischen und natürlich klimatischen Lebensgrundlagen ist und was man dagegen tun könnte. Wo hätte so ein Treffen eine günstigere Kulisse gehabt, als in Greiz, wo die Menschen erst vor nur wenigen Jahren der Gewalt der Natur auf Gedeih und Verderb ausgeliefert waren? Manchmal treffen am richtigen Ort, die richtigen Menschen aufeinander, schätze ich.

Was für ein Vertrauen

18. Juni 2019
Bodo Ramelow Kirche und Religion

Alle zwei Jahre treffen sich die evangelischen Christinnen und Christen aus ganz Deutschland und feiern gemeinsam den Deutschen Evangelischen Kirchentag. Diese Tage sind aber nicht nur ein Ereignis der religiösen Begegnung oder des Austauschs zu religiösen Themen, sondern ein großer Marktplatz von Menschen, die sich begegnen und die seltene Chance haben, mehrere Tage zu ganz unterschiedlichen Themen zu diskutieren, Veranstaltungen zu besuchen, an Bibeltexten zu arbeiten oder Kultur zu erleben.

Auch in diesem Jahr füllt das Programm wieder ein dickes Buch und das die Vielfalt der Themen erstaunt mich immer wieder. Der Kirchentag ist eben jedes Mal aufs Neue ein lebendiger Ort der Debatte und des Dialogs. Nun beschweren sich ausgerechnet jene, die sich noch nicht einmal scheuen, die Evangelische Kirche des 21. Jahrhunderts in die Nähe der Kirche zu rücken, die sehr eng mit dem NS-Regime verbunden war, dass sie keine Einladung auf die Podien des Kirchentags erhalten haben. Ich kann die Entscheidung meiner Kirche gut nachvollziehen. Geht es nach der AfD, darf sich Kirche mit gesellschaftlichen Fragestellungen nicht befassen. „Verweltlicht und politisiert“ seien die Kirchen heute, um danach darauf hinzuweisen, dass es Aufgabe der Kirchen sei, „etwa bei den Themen Gender, Frühsexualisierung und Familie jenseits des Mainstreams mehr Mut und Geist zu beweisen“. Ich ahne, was die AfD darunter versteht.