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Die wunderbare Wandlung eines Berges

17. September 2020
Bodo Ramelow Kultur

„Der Glaube kann Berge versetzen“, so steht es gleich mehrfach in der Bibel. Bei Matthäus heißt es beispielsweise: „Wenn Ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein Taten wie die mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: >Hebe dich und wirf dich ins Meer!<, so wird es geschehen.“ An diese Sentenz musste ich am Samstag denken, als ich zwischen sehr vielen Terminen einen Abstecher auf den Erfurter Petersberg machte.

„Wir feiern auch auf Gräbern“ – Von der Würdigung eines großen Thüringers

03. September 2020
Bodo Ramelow Kultur

Marius Müller-Westernhagen hat vor Jahrzehnten die Textzeile erdacht, „auch auf Gräbern tanzen zu sollen“ und das Feiern nicht vergessen zu sollen. In den vergangenen Tagen musste ich häufig an die Liedzeile aus einem der ganzen großen Songs der Wendezeit – „Freiheit“ – denken. Denn zu Beginn meines Sommerurlaubes am 20.08. besuchte ich wieder einmal einen der Heimatorte meiner Kindheit – Nieder-Wiesen. Grund des Besuches war ein doppelter: Gemeinsam mit zwei meiner drei Geschwister gedachte ich auf dem örtlichen Friedhof des 96. Geburtstages meiner Mutter Anni. Gleichzeitig nahmen wir auch ein zweites Mal Abschied von ihr, da nach 30jähriger Liegezeit das Familiengrab demnächst eingeebnet werden wird. Keiner von uns lebt mehr in der kleinen Gemeinde und die letzte noch verbliebene Spur der Familie Fresenius finden wir – dafür dauerhaft – in der örtlichen Kirche, in der an meinen bekannten Vorfahren, den Theologen Johann Philipp Fresenius, erinnert wird. Er war nicht nur ein bekannter Erweckungsprediger, sondern in seiner langen Frankfurter Pfarrerszeit auch derjenige, der 1748 die Eheleute Goethe traute und im Jahr darauf ihren kleinen Sohn, Johann Wolfgang, taufte.

Es kommt Bewegung in die Hölle!

12. August 2020
Bodo Ramelow Politik

Obwohl die deutsche Teilung seit nunmehr drei Jahrzehnten zumindest geographisch überwunden ist, gibt es sie noch – die offenen Wunden des „Kalten Krieges“. Diese Spuren sind häufig mentaler Natur und wir reden viel von der sprichwörtlichen Mauer in den Köpfen. Nicht selten betreffen sie allerdings auch ganz andere Lebensbereiche. Eines der schlagendsten Beispiele in diesem Kontext ist die Geschichte der Höllentalbahn, die lange Jahrzehnte vor 1945 im fränkischen Raum das bayrische Marxgrün mit dem thüringischen Blankenstein verband und Teil eines größeren Streckennetzes war, das faktisch das Gebiet Hof, Plauen, Triptis und Saalfeld umschloss. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Teilung Deutschlands in BRD und DDR wurden auch die Höllentalbahn  und damit die lange miteinander verwachsenen fränkischen Territorien des fränkischen Schiefergebirges vom „Eisernen Vorhang“ durchtrennt. An diesem Zustand beginnt sich allerdings jetzt – im Jahr 30 der deutschen Einheit einiges zu ändern. Es kommt Bewegung in die Hölle!

Mit Mut und Innovation durch die Pandemie

07. August 2020
Bodo Ramelow Texte

Es gehört zu den sonderbaren Ambivalenzen in Krisenzeiten: das Nebeneinander von ökonomischer Existenzbedrohung und die oft unerwarteten Innovationsschüben im gesellschaftlichen, politischen, aber eben vor allem auch wirtschaftlichen Sektor.  In Anlehnung an den berühmten Historiker Reinhard Kosselleck hat sein Kollege Thomas Mergel Krisen einmal als „Töchter der Kritik“ bezeichnet. Im Falle von COVID19 scheint es mir genau umgekehrt zu sein.

Sportsgeist in neuem Gewand

27. Juli 2020
Bodo Ramelow Kultur

Foto: IBA Thüringen

Am Rande meiner Sommertour durfte ich am vergangenen Freitag im Apoldaer Eiermannbau Teil einer ganz besonderen Veranstaltung sein. Nach einer mehrmonatigen Suchphase kürte der Landessportbund Thüringen gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) den Siegerentwurf im Rahmen des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrums in Kloster bei Saalburg am Thüringer Meer.