Viel auf den Weg gebracht

Während der letzten drei Plenartage haben wir viele wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht, beispielsweise die Einsetzung des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses. Wir haben die ersten Schritte in Richtung einer Funktional‑, Verwaltungs- und Gebietsreform unternommen und auch dem kostenfreien Kita-Jahr sind wir ein gutes Stück näher gekommen. Um die Debatten verfolgen zu können, habe ich so oft wie möglich im Plenum gesessen, aber es mussten auch einige Gesprächstermine nebenbei absolviert werden.

Gestern Vormittag traf ich eine Besuchergruppe aus Neidhartshausen im Wartburgkreis.  Organisator der Gruppe war ein älterer Herr, dem ich vor vielen Jahren schon einmal in Gießen begegnet bin. Nun ist er auch Thüringer und hatte mich angeschrieben, dass er mich gern mal im Landtag besuchen würde. Außerdem schrieb er, dass er jetzt als Rentner inzwischen als Drehorgelspieler unterwegs ist und häufig in Pflegeheimen und Krankenhäusern auftritt. Da hab ich ihn natürlich gern eingeladen – auch wenn er die Drehorgel zuhause gelassen hat. 🙂

Am Donnerstagabend war ich nach dem Plenum noch im Augustinerkloster zu einer Veranstaltung über Erinnerungskultur. Nach einem sehr guten Einführungsvortrag von Prof. Knigge, dem Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, hatten wir noch eine Podiumsdiskussion über die Aufgaben, die sich für die praktische Politik stellen. Ich konnte darüber berichten, dass wir als Landesregierung jetzt auf verschiedenen Wegen die Aufarbeitung vorantreiben wollen. Dazu gehört u.a. Geschichtsforschung weiter zu unterstützen und gleichzeitig Bildungsprojekte voranzutreiben, die insbesondere junge Menschen zum kritischen Denken anregen.

Eine Nachricht, die mich während der Plenartage erreicht hat, war die vom Abschluss der medienrechtlichen Prüfung von Salve TV durch die Landesmedienanstalt. Wie erwartet, war das alles viel Lärm um nichts. Die Politiksendung des Senders entspricht allen medienrechtlichen Vorgaben. Natürlich kann mich Salve TV genauso interviewen und bei meinen öffentlichen Terminen filmen, wie jeder andere Sender und jede Zeitung, die das gern möchte.

Heute geht es gleich zur Eröffnung der Thüringen-Ausstellung in der Erfurter Messe, wo ich nach einem Rundgang auch eine BürgerInnensprechstunde am Stand der Landesregierung anbiete. Danach möchte Landolf Scherzer gern noch ein Foto für sein neues Buch machen lassen. Wenn das geschafft ist, sind ein paar Stunden frei, bevor es morgen Nachmittag nach Berlin geht. Günther Jauch hat mich in seine Sendung zum Thema Mindestlohn eingeladen.