Traurige Nachrichten

Während der Fraktionssitzung erreichte uns heute Vormittag die Meldung, dass Stéphane Hessel gestorben ist. Es war eine sehr traurige Nachricht, denn Hessel war ein Mensch, der uns alle bewegt hat – mit seiner Geschichte, seinen Schriften und auch mit seiner Person, seinem Auftreten an sich. Er hat es vermocht, aus dem Leid, das ihm widerfahren ist, eine ungeheure Kraft zu entwickeln. Und als ob das nicht schon bewundernswert genug wäre, ist es ihm auch noch gelungen, diese Kraft weiterzugeben.

Da Stéphane Hessel im KZ Buchenwald inhaftiert war, haben wir als Thüringer auch einen unmittelbaren Bezug zum tragischsten Teil seiner Lebensgeschichte. Es stünde uns deshalb gut zu Gesicht darüber nachzudenken, ob wir nicht auch eine Form des ehrenden Gedenkens finden, vielleicht mit der Benennung einer Straße oder etwas ähnlichem. Das muss man nicht überstürzen, aber es würde mich freuen, wenn sich Unterstützer für die Idee finden.

Ansonsten waren die letzten beiden Tage von vielen Terminen geprägt, das meiste davon im Landtag. Darüber war ich gar nicht so böse, denn große Lust vor die Tür zu gehen, hat man ja bei dem momentanen Wetter nicht so richtig.

Wenigstens habe ich in Attila einen Leidensgefährten. Der mag auch nicht raus, weil er gar nicht weiß, wie er über die Schneeberge an den Gehwegrändern kommen soll. Und wenn er sich dann doch mal traut und drüber springt, landet er in der Pfütze. Ein Hundeleben. Dann doch lieber im Landtag das Büro hüten, da ist es wenigstens warm und trocken. 😉