Politiker sind bislang rar auf der Liste unserer Gäste in Heubach. Dafür steigen wir an diesem Tag gleich ganz oben ein: Am Donnerstag, 2. Juli, wird Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zu einem Podiumsgespräch in die ehemalige Synagoge kommen. Ramelow war von 2014 bis 2020 und erneut von 2020 bis 2024 Ministerpräsident des Freistaats Thüringen – der einzige Chef einer Landesregierung, den „Die Linke” – bislang – gestellt hat. Seit 2025 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags und zudem stellvertretender Präsident des Parlaments. Er spricht er zum Thema „Erinnerungskultur und Demokratie unter Druck?“ und erläutert danach in einem Podiumsgespräch seine Einschätzungen.

Wenige Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist Ramelow als eine weit über die Grenzen seiner Partei geachtete Persönlichkeit und ein ausgewiesener Experte, um die Entwicklungen zu analysieren. Droht die von AfD-Rechtsaußen Höcke schon vor Jahren geforderte „180-Grad-Wende in der Erinnerungspolitik”? Und ist das nur ein „Ostdeutschland-Phänomen”? Was können demokratisch gesinnte Menschen tun, um das Grundgesetz vor seinen Verächtern zu schützen? Viele Fragen, über die wir nachdenken müssen – und die wir beantworten sollten, um entsprechend zu handeln.

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