Wie findet ein Mensch nach Krieg, Verfolgung und Flucht zurück ins Leben? Und welche Kraft können Kunst, Kreativität und Hoffnung dabei entfalten? Ich freue mich darauf, Sidan Khudeda zu einer Lesung und einem persönlichen Gespräch begrüßen zu dürfen. Sidan ist Jeside und Überlebender des Völkermords, den der sogenannte Islamische Staat 2014 an der jesidischen Bevölkerung im Nordirak verübte. Als Jugendlicher musste er mit seiner Familie aus seiner Heimat Shingal fliehen und fand schließlich in Deutschland eine neue Heimat. Heute ist Sidan Künstler, Musiker, Autor und Unternehmer. Er malt, macht Musik und erzählt in seinem autobiografischen Buch „Der Junge mit dem roten Hemd“ von seiner Kindheit, der Flucht und seinem Neuanfang. Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, was Heimat bedeutet, wie Kunst zum Ausdruck von Erinnerungen und Erfahrungen werden kann und warum wir die Erinnerung an den Völkermord an den Jesiden wachhalten müssen.
Eintritt frei.
