Zalando, was soll das?

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Zur geplanten Werkschließung des Zalando-Standorts in Erfurt haben Heidi Reichinnek und ich ein sogenanntes „Haul-Video“ gemacht, zu sehen auf meinen Social Media Kanälen: Instagram Facebook, Tik Tok und Youtube. Dieses Videoformat steht normalerweise für Konsum, Gewinne und wirtschaftlichen Erfolg. Genau diesen Rahmen haben wir genutzt, um einen Bruch sichtbar zu machen. Denn während der Konzern wächst, Gewinne steigert und weitere Expansion ankündigt, sollen in Erfurt rund 2.700 Arbeitsplätze wegfallen. Die Bestellungen bleiben. Die Pakete bleiben. Die Arbeit bleibt. Nur die Menschen und der Standort sollen gehen. Begründet wird das mit „Effizienz“, ausgelöst durch Konzernentscheidungen wie den Zukauf von About You und daraus resultierende Doppelstrukturen. Die Folgen tragen jedoch allein die Beschäftigten. Ein Standort, der mit öffentlicher Förderung aufgebaut wurde und über Jahre zuverlässig gearbeitet hat, wird zur Disposition gestellt.

Unser Video soll zeigen, was hinter abstrakten Managementbegriffen steckt: konkrete Existenzen, steigender Arbeitsdruck an anderen Standorten und eine Verantwortung, die nicht an der Bilanz enden darf. Deshalb bleibt meine Position klar: Der Standort Erfurt darf nicht geschlossen werden. Wachstum ohne Verantwortung ist kein Fortschritt.