Grenzen überwinden

Gestern gab es für mich ein Wiedersehen mit Karl Heinz Richter, Geschäftsführer von Indu-Sol in Schmölln. Das Unternehmen ist in seiner Nische auf dem Weg Weltmarktführer zu werden und gehört zu den wirklich vorbildhaften Arbeitgebern im Landkreis Altenburg. Anlass unserer Begegnung war der gemeinsame Wirtschaftstag des Altenburger Landes mit dem Landkreis Leipzig. Diesen Wirtschaftstag halte ich für eine wichtige Sache, weil er der Vernetzung dient und symbolisch dafür steht, dass der Thüringer Osten nicht am Rand sondern in der Mitte liegt – in der Mitte einer Region mit viel Potential. Um dieses Potential weiterzuentwickeln, dürfen wir uns nicht mit dem kleinkarierten Denken in (Bundesländer-)Grenzen aufhalten.

Heute Vormittag war ich bei einem sehr schönen Termin im Saale-Holzland-Kreis: Auf der Leuchtenburg wurden die „Porzellanwelten“ neu eröffnet mit der weltweit größten Porzellanvase als neuem Kernstück der Ausstellung. Was da auf der Leuchtenburg in wenigen Jahren auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich phänomenal. Ich kann allen, die daran ihren Anteil haben nur ein großes Dankeschön aussprechen. Und allen Tagebuchlesern möchte ich wärmstens empfehlen die Leuchtenburg mal wieder oder auch gern zum ersten Mal zu besuchen. Das ist ein lohnenswerter Ausflug für alle Altersgruppen. Einige Bilder von der Eröffnung gibt es auf meiner Facebook-Seite.

Vor der Ausstellungseröffnung habe ich mir gemeinsam mit Landtagsurgestein Wolfgang Fiedler auf der Leuchtenburg die Sonnenfinsternis angeschaut. Vermutlich hat unser trautes Zusammensein dazu geführt, dass die DPA in ihrer Meldung von „Ministerpräsident Bodo Ramelow (CDU)“ schrieb. Aber soweit kommt es nicht, Wolfgang Fiedler und ich wissen ziemlich genau, was uns eint und was uns trennt. 🙂

Den Weg zu meinen Terminen lege ich in der Regel in meinem Dienstwagen zurück, über den diese Woche in der Presse stand, dass er so und so viel PS hat – jedenfalls eine ziemlich hohe Zahl. Dazu will ich gern erklären, dass ich mir das nicht ausgesucht habe, weil mir die PS-Zahl persönlich irgendwie wichtig wäre. Bei der Beschaffung des Autos folgt die Staatskanzlei weitgehend den Empfehlungen des Personenschutzes und die Kollegen vom LKA sagen, dass es wichtig ist, sich im Ernstfall so schnell wie möglich von einer Gefahrenstelle entfernen zu können. Und ohne das näher ausführen zu wollen, kann ich sagen: Die Beamten wissen auch, warum sie das empfehlen. Deshalb werde ich in dem gleichen Auto durch Thüringen gefahren, wie schon Christine Lieberknecht und ich denke, auch ihr ging es nicht darum, unbedingt in einer Limousine fahren zu wollen.