Endlich Normalität

Der gestrige Feiertag startete für mich mit einer sehr guten Nachricht. Die rot-rote Regierung in Brandenburg hat in den Haushaltsberatungen beschlossen, in Potsdam zwei neue Professuren für Jüdische Studien einzurichten. Damit wird die Hoffnung auf einen Studiengang „Jüdische Theologie“ zur Realität. Und mit dieser Realität entsteht auch wieder ein wichtiges Stück Normalität für jüdisches Leben in Deutschland. Gut so!

Diese Entwicklung ist der Erfolg von vielen LINKE-Politikerinnen und ‑Politikern, die sich in den letzten Jahren für das Abraham Geiger Kolleg in Potsdam eingesetzt haben. Es muss aber auch gewürdigt werden, dass Christine Lieberknecht in dieser Debatte einen wichtigen Impuls gesetzt hat. Nun wird es allerdings – das ist der einzige kleine Wermutstropfen – keine jüdische Fakultät in Erfurt geben. Aber immerhin wird ein Teil der Kantorenausbildung in Weimar stattfinden.

Aus Anlass des Reformationstages habe ich gestern gemeinsam mit unserer Landrätin Michaele Sojka die Brüderkirche in Altenburg besucht. Von dieser Kirche aus haben sich die Menschen 1989 zu Demonstrationen aufgemacht und die friedliche Revolution eingeleitet. Der Pfarrer von damals war gestern auch da und es hat mich sehr gefreut, ihn kennenlernen zu dürfen.

Heute fand in Arnstadt ein hessisch-thüringisches LINKE-Treffen statt. Es war gleichzeitig fröhliches Wiedersehen und spannender Gedankenaustausch. Eines unserer Hauptthemen waren die Herausforderungen von Rekommunalisierungsprozessen. Es waren wirklich gute Gespräche und insgesamt eine sehr gelungene Sache.