1.000 Kilometer in Deutschland

Um 7 Uhr beginnt mein Arbeitstag mit einer Autofahrt nach Berlin. Aber die drei Stunden Fahrt bedeuten nicht, dass ich noch ein bisschen Schlaf nachholen könnte. Stattdessen sichte ich Unterlagen, bearbeite E‑Mails und bereite mich auf die anschließende Sitzung im Bundestag vor.

Ich habe dann aber doch Zeit ein paar Minuten den Kopf aus den Mails und Unterlagen zu heben und so kann ich einen strahlenden Sonnenaufgang und die wunderschöne, winterliche Landschaft erleben. Auch ein paar Rehe auf den Feldern, die auf der Nahrungssuche sind und die ersten Schwärme mit Wildgänsen kann ich beobachten.

In Berlin angekommen ging es direkt in das Paul Löbe Haus. Dort tagt die Fraktionsvorsitzendenkonferenz. Nun kommt zum ersten Mal mein “Ehemaligen Ausweis” zum Einsatz. Die Pförtner sind ausgesprochen nett und behandeln mich, als wäre ich noch immer im Bundestag. In der Konferenz besprechen wir unsere Strategie zur Rekommunalisierung und der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf gibt einen Überblick über seine zukünftigen Pläne. Es war ein gelungener Vortrag mit einer schlüssigen Strategie, insbesondere bei den Themen Energie und Gas. Auf die Versorgungsnetze kommt es an!

Ich erläutere unseren Plan, um mit der Thüringer Kommunalen Familie eine Thüringer Netzgesellschaft zu bilden. Wir wollen bei diesem Thema Vorreiter sein und werden diese Strategiedebatte zügig vorantreiben.

Im direkten Anschluss an die Konferenz geht es für mich zum Flieger nach Mannheim. Dort werde ich von den Studierenden abgeholt, die mich nach Heidelberg an die Uni bringen, zur geplanten Veranstaltung. Der SDS hat mich eingeladen zum Föderalismus zu sprechen und warum wir gegen Studiengebühren sind. Es war ein schöner Abend mit einer gut besuchten Veranstaltung. Nach meinem Vortrag gab es noch eine lange Debatte über Bildung und Föderalismus im speziellen und über unsere Partei im Allgemeinen. Toll fand ich es, dass auch der SDS.Heidelberg für den 13. Februar, gegen den Naziaufmarsch, mobilisiert. Ich kann das nur immer wieder unterstützen. Wer noch keine Mitfahrgelegenheit hat, die oder der kann sich unter www.dresden-nazifrei.com bei einem Bus mit Abfahrt in ihrer oder seiner Nähe anmelden.

Übernachten darf ich dann bei meiner Schwester, die ganz in der Nähe von Heidelberg wohnt. So kann ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und noch einen schönen Abend mit der Familie verbringen und ich muss nicht mitten in der Nacht durch Deutschland reisen bzw. auf kalten Bahnhöfen ausharren.