Pressearbeit

Heute waren zwei Redakteure des Spiegels bei mir zu Gast, um ein Interview mit mir zu machen. Wir sprechen u.a. über Afghanistan und ich erkläre ihnen meine Position, dass ich für einen geordneten Rückzug bin, der am besten sofort beginnen soll. Wir brauchen einen Abzugsplan und auf gar keinen Fall eine weitere Militarisierung dieses Konflikts. Es ist höchste Zeit für den Abzug der deutschen Soldaten, denn mit Waffen kann man keinen Frieden bringen. Der zivile Aufbau des Landes muss gestärkt werden, da ist Deutschland in der Pflicht.

Die Journalisten fragen mich auch nach der Zusammensetzung unser neuen Bundestagsfraktion. Sie wollen wissen, ob ich mit dem „Aufbau West“ zufrieden sei oder ob es da nicht Dinge gäbe, mit denen ich unzufrieden bin. Ich kann ihnen nur sagen, dass ich, wenn ich etwas zu kritisieren hätte, das nicht über den Spiegel machen würden. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, dann klären wir das innerhalb der Partei, auch wenn die Presse noch so gern exklusiv darüber berichten würde.

Nach dem Interview geht es in den Landtag, wo Post zu bearbeiten ist. Außerdem spreche ich mit unserer Pressestelle eine Erklärung zu den Verlautbarungen aus der Schwarz-Rosa-Koalitionsrunde in Sachen Gebietsreform ab. Was da geplant wird ist wieder nur Stückwerk und hat mit einer effektiven Funktional‑, Verwaltungs- und Gebietsreform nicht zu tun. So lässt sich keine Bürgernähe erreichen.