Ab in den Garten

Nachdem die letzte Parlamentswoche vorüber ist, kümmere ich mich auch mal wieder um Dinge, die eine Weile lang liegen geblieben sind oder besser stehen gelassen wurden – so wie das Gras in unserem Garten. Das ist durch das feucht-warme Wetter der letzten Wochen so richtig gewachsen und es kostet mich einige Zeit, bis es einigermaßen annehmbar aussieht. Aber nach der mit Abstimmungen vollgestopften Woche ist die Gartenarbeit trotzdem ein sehr schöner Ausgleich, auch wenn es länger dauert als geplant.

Auf dem Weg zum Garten gingen mir heute früh die Zahlen durch den Kopf, die mir ein Abgeordnetenkollege per E‑Mail geschickt hatte. Er hatte sich bei der Bundesregierung nach der Arbeit des für die Ost-Bundesländer zuständigen Ministers Tiefensee erkundigt. Dabei kam heraus, dass Tiefensee im Jahr 2008 gerade 5 Mal Thüringen besucht hat. In Sachsen war er dagegen 24 Mal zu Besuch, davon 7 Mal in Leipzig. Er scheint leider immer noch nicht begriffen zu haben, dass er nicht mehr Kommunalpolitiker ist, sondern sich um den Osten insgesamt kümmern soll. Angesichts dieser Zahlen, muss man sich über die schlechte Bilanz der Bundesregierung bei der Angleichung der Lebensverhältnisse nicht wundern.

Am Nachmittag kommt ein Fotograf in meinen Garten, der mit mir eine Fotostrecke machen will: mit der Harke in der Hand, beim Unkraut zupfen, Himbeeren ernten, usw. Es ist schon erstaunlich, was alles interessant genug für ein Foto ist. Da fehlt eigentlich nur noch „Bodo mit dem Bagger“ ;-).