Strike-Bikes in Berlin und Kuba

Der Tag beginnt ja schon erstaunlich. Die Nacht war so la la und eigentlich gehöre ich noch ins Bett, aber der Parteivorstand tagt heute. Ich Frühstücke zwei Gläser Kamillentee und schleiche zur S‑Bahn. Irgendwie traue ich meinen Augen nicht. Vor mir fährt ein Strike Bike, live und in roter Farbe. Es ist aber keine Halluzination die meinen Magenproblemen geschuldet wäre, sondern ein großgewachsener Mann tritt heftig in die Pedale. Aber klar erkennbar ist, dass es ein wirklich original Strike-Bike ist und ich freue mich, dass die Ergebnisse der Nordhäuser Fahrradwerker so im Alltag von Berlin sichtbar sind!

Per S‑Bahn ab ins KL Haus. Dort überrascht mich ein wirklich alter Freund. Christian Paschold lächelt mich während der Parteivorstandsitzung an. Der Thüringer Künstler hat eine Che-Büste geformt und am 3.6.2008 an die Kubanische Botschaft in Berlin feierlich übergeben. Das Foto von der feierlichen Übergabe liegt als letztes Blatt in der heutigen Umlaufmappe der PV Sitzung.

Siehe da, neben Christian Paschold wird auch noch eine zweite Aktion vorgestellt.40 Strike-Bikes für Kuba! Die Freude der Kubaner über die Solidaritätsaktion ist auf den Fotos deutlich zu sehen. Also zwei mal Strike-Bikes am Tag, dass freut mich doch sehr. Da hat sich doch unsere Unterstützung für die Nordhäuser Kollegen gelohnt. Es bleibt zu hoffen, dass es dort weiter geht und der Kampf gegen die Werksschließung mit einer Fortsetzung der Produktion gekrönt wird.

Ansonsten spüre ich noch meine Magen-Darm-Probleme und hoffe, niemanden
angesteckt zu haben. Die Ruhe der nächsten 36 Stunden werde ich gut gebrauchen können.