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Zu Besuch bei Cranach in Moskau

19. April 2016
Bodo Ramelow Politik

Mit Irina Antonowa‎, der langjährigen Leiterin des Moskauer Puschkinmuseums.

Im Zentrum des ersten Tages meiner Reise nach Moskau und Kasan standen das Reformationsjubiläum und die Landwirtschaft. Der Tag begann mit dem Besuch der großen Cranach-Ausstellung im Moskauer Puschkinmuseum. Sie ist in mehrfacher Hinsicht eindrucksvoll. Der von Cranach und seiner Werkstatt so unvergleichlich in seinen Gemälden zur Anschauung gebrachte Geist der Reformation ist reiner ästhetischer Genuss. Die Bilder wirken gemeinsam in ihrer Schönheit.

Politisch wäre eine solche Ausstellung die erstmals Cranach Gemälde aus Russland und Gotha zusammenbrachte vor noch nicht allzu langer Zeit undenkbar gewesen. Es ist nicht zuletzt einer Initiative meiner Amtsvorgängerin Christine Lieberknecht und der früheren Direktorin des Puschkinmuseum Irina Antonowa‎ zu verdanken, dass diese umfassende Werkschau jetzt zu sehen ist. Das Interesse ist riesig, die Moskauer stehen Schlange, an Wochenenden drängen sich bis zu 7000 Besucher in die Ausstellung. Und ein glücklicher Zufall will es so, dass ich Frau Antonowa sogar persönlich begegne. Sie ist ins Museum gekommen, weil ein Monet geliefert wird, der bald erstmalig außerhalb Frankreichs gezeigt wird.