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Gelungenes und weniger Gelungenes

11. Juli 2014
Bodo Ramelow Politik, Kultur

Die Buchvorstellung mit Wolfgang Held in Weimar war eine gelungene Sache und es war mir eine große Ehre, die Laudatio für ihn halten zu dürfen. Als Autor von Erzählungen und Drehbüchern – „Einer trage des anderen Last“ ist zum erfolgreichsten geworden – könnte Wolfgang Held sicher noch mehr Spannendes berichten als auf den 200 Buchseiten zusammengetragen ist. In diesem Buch geht es aber nicht nur um Persönliches, sondern um Kultur- und Zeitgeschichte – es ist wirklich empfehlenswert.

In der Thüringer Staatskanzlei ist ja inzwischen der verantwortliche Minister abhanden gekommen, aber die seltsamen Beschäftigungsverhältnisse sind geblieben. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, wird derzeit ein eigentlich schon pensionierter Beamter dafür eingesetzt, um die Tätigkeit von anderen Beamten in Besoldungsgruppen einzusortieren. Der Mann bekommt dafür 2500 Euro im Monat, was ziemlich genau dem durchschnittlichen Brutto-Verdienst eines Thüringers entspricht. Der kleine Unterschied zum Durchschnittsthüringer ist, dass der pensionierte Beamte für die 2500 Euro nur acht Tage im Monat an der Arbeit sein muss.

Musik für die Seele

10. Juli 2014
Bodo Ramelow Politik, Kultur

Eröffnungskonzert der "Thüringer Tage der Synagogenmusik" an der Musikhochschule Weimar/ Foto: Maik Schuck

Der gestrige Abend erfüllte alle Erwartungen. Unsere Betriebsrätekonferenz in Erfurt war inhaltlich stark und hat die richtigen Leute erreicht. Und vom anschließenden Kantoren-Konzert an der Musikhochschule Weimar kann ich eigentlich nur schwärmen. Das Konzert zur Eröffnung der „Thüringer Tage der Synagogenmusik“ war in allen Facetten ein wunderbares Erlebnis und wer bis Sonntag Gelegenheit hat, sollte unbedingt eine der Veranstaltungen in Weimar, Berkach oder Erfurt besuchen. Gestern Abend waren auch viele internationale Gäste dabei, von denen mich hinterher einige ansprachen und mich über die Entwicklung des jüdischen Lebens in Thüringen ausfragten. Da konnte ich freudig berichten, dass sich da einiges tut.

Das Interview, das die TLZ am Montag mit mir geführt hat, ist heute erschienen. Nachdem ich gestern angekündigt habe, dass es sich eher wie ein Streitgespräch liest, kann sich heute jede und jeder selber ein Bild davon machen. Ich finde es jedenfalls nicht schlimm, wenn Journalisten kritisch nachfragen, aber im Zweifelsfall frag ich dann eben auch mal zurück, wie eine Aussage gemeint ist.

Die Wege des Geldes sind unergründlich

31. Mai 2014
Bodo Ramelow Kirche und Religion, Politik, Kultur

Beim Katholikentag in Regensburg

Gestern war ich auf Einladung der bayrischen LAG Christinnen und Christen in der LINKEN zu Gast in Regensburg und damit quasi Teil des „Rahmenprogramms“ des Katholikentages. Die Regensburger LINKE hat ein Büro mitten in der Innenstadt – die „Oase“ – in dem wir eine gut besuchte kleine Veranstaltung zum Thema Christ sein und links sein hatten. Durch die zentrale Lage und die auffällige Deko wurden auch viele Gäste des Katholikentages auf uns aufmerksam. Ich finde gut, dass die Genossinnen und Genossen vor Ort mit vielen Dialogangeboten präsent sind. So soll das sein. Und für mich persönlich war der Besuch in Regensburg Teil der Vielfalt dieser Tage: Zwischen „meinem“ protestantischen Feiertag am Donnerstag und der heute anstehenden Jugendweiherede in Erfurt.

Das andere Thema, das gestern für mich eine große Rolle gespielt hat, ist die Zukunft von Schloss Reinhardsbrunn. Die Landesregierung hatte dazu ein Gutachten anfertigen lassen, in dem bestätigt wurde, dass die Enteignung veranlasst werden kann, weil sich die Besitzer seit Jahren nicht kümmern. Und wie sich jetzt zeigte, kann ich die amtierende Regierung sogar bei dem Plan unterstützen, denn wir mir die Staatsanwaltschaft mitteilte, ist die Besitzerfirma seit Ende 2011 insolvent. Mit diesem Wissen sollte doch die Enteignung erst recht funktionieren.

Schon gezahlt

07. Mai 2014
Bodo Ramelow Politik

Gestern war ich bei zwei ganz unterschiedlichen Diskussionsrunden – unterschiedlich  hinsichtlich des Themas, des Publikums und selbst geographisch lagen sie ein ganzes Stück auseinander. ;o)

Erst war ich in Leipzig beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland, um über den Rundfunkbegriff im Zeitalter des Internets zu debattieren. Meine Mitdiskutanten waren die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt, Cornelia Holsten, der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Prof. Thomas Kleist und der Sozial- und Medienwissenschaftler Prof. Volker Grassmuck. Wir hatten eine spannende Debatte darüber, wann aus den Livestreams, die wir als Fraktion anbieten, eine Fernsehsendung wird. Wenn wir Fernsehen machen, müssten wir nämlich eine Lizenz beantragen, die wir aber als politische Organisation gar nicht bekommen können. Das ist nur ein kleiner Punkt von vielen, die deutlich machen, dass das Rundfunkrecht der technischen Entwicklung nicht wirklich hinterherkommt.

Risikospiel ohne Risiko aber mit prominenter Begleitung

05. Mai 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Fußball, Politik, Privat, Kultur

Als „Risikospiel“ war die Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock im Vorfeld eingestuft worden, aber ich konnte mich persönlich im Stadion davon überzeugen, dass alle Fans einfach friedlich ihre Vereine anfeuerten. Generell bin ich sowieso dafür, dass man Gewalttäter, die ihrer Mannschaft schaden und echte Fußballfans nicht in einen Topf werfen sollte. In jedem Fall ließe sich mit einem modernen Stadion schon wegen der baulichen Gegebenheiten eine bessere Fantrennung umsetzen, ohne dass ein ganzer Block nur mit Polizistinnen und Polizisten gefüllt wird. Aber das wird ja nun hoffentlich bald.

Sehr gefreut hat mich, dass spontan ein „alter“ Kumpel von mir mit ins Stadion gekommen ist: Björn Harras. Björn war mal Schülersprecher in Erfurt und ich hatte ziemlich viel mit ihm zu tun in der Zeit nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium. Nach der Schule hat er in Leipzig Schauspiel studiert und hatte dann einige Jahre eine Hauptrolle in der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Diese Hauptrolle hat offensichtlich dazu geführt, dass sich nun sehr häufig junge Frauen mit ihm  fotografieren lassen wollen. Das war auch eine lustige Erfahrung für mich, dass mal nicht ich selber immer angesprochen werde, sondern meine Begleitung. Da hab ich gleich beschlossen, dass Björn in Zukunft häufiger mit zu Terminen kommen muss. ;o)