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Schritte ins Morgen

14. Februar 2022
Bodo Ramelow Texte

Das vergangene Wochenende hielt einige Termine für mich in Berlin bereit, die einerseits sicher nicht ganz alltäglich waren, die andererseits aber auch ganz konkrete Thüringer Anliegen und Themen zum Gegenstand hatten.

Für eine Modernisierung der Staats-Kirchen-Beziehungen

06. Februar 2022
Bodo Ramelow Texte

Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche beschäftigt mich bereits einen Großteil meines politischen Lebens. Allein in diesem Tagebuch habe ich ungezählte kleinere und größere Beiträge zu den diversen Fragen des Arbeitsrechts bei kirchlichen Einrichtungen, dem Problem der Kirchensteuer, aber auch der Staatsleistungen verfasst. Als Linker und Christ sehe ich – und das mache ich immer wieder deutlich – vor allem auf einer ethischen Ebene viele Schnittpunkte zwischen Sozialismus und gelebtem Glauben. Nächstenliebe, die Sozialbindung des Eigentums, aber auch die Verantwortung für eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft lassen sich aus christlichen ebenso wie aus sozialistischen Urtexten ableiten.

Dieses Verbindende zu betonen heißt freilich nicht, dasjenige zu übersehen, was an der Institution Kirche wie an den Beziehungen zwischen ihr und der Sphäre des Staates reformbedürftig ist.

Ein gemeinsamer Haushalt für eine gemeinsame Zukunft

04. Februar 2022
Bodo Ramelow Texte

Wer irgendwann einmal eine Geschichte Thüringens im 21. Jahrhundert schreiben will, der wird um die Legislaturperiode 2019 bis 2024 nicht herumkommen. Ohne die bekannten Vorgänge der letzten beiden Jahre noch einmal aufzählen zu wollen, können wir dieser Geschichte jedoch mit dem heutigen Tag ein neues Kapitel hinzufügen.

Die Verleihung des Abraham-Geiger-Preises 2022

01. Februar 2022
Bodo Ramelow Privat

Die Verleihung des Abraham-Geiger-Preises durch das gleichnamige Kolleg zählt zu den sich in schöner Regelmäßigkeit wiederholenden Terminen, denen ich jedes Mal mit Freude auf’s Neue entgegenfiebere – gerade auch, weil mich mit dem Abraham-Geiger-Kolleg eine besondere Geschichte verbindet.

50 Jahre Radikalenerlass - Eine Geschichte von Hexenjagden, Postboten und Schlapphüten

28. Januar 2022
Bodo Ramelow Texte

Die späten 1960er- und 1970er-Jahre werden im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik gern als eine Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung erinnert. Und wer könnte es bestreiten – mit der Wahl Willy Brandts zum ersten SPD- Bundeskanzler im Jahr 1969 sowie der neuen Ostpolitik, die er gemeinsam mit Egon Bahr aufsattelte, wurde ein Kapitel in der bundesdeutschen Geschichte aufgeschlagen, dessen Nachwirkungen bis heute weithin spürbar sind. Die globale „68er“-Bewegung tat ihr Übriges, um – gerade in der sog. westlichen Welt und noch mehr in der Bundesrepublik – alte Zöpfe abzuschneiden, Krieg als Mittel der Politik zu brandmarken und die NS-Unterstützerschaft ganzer Generationen klar zu benennen. Vor allem Studenten, junge Gewerkschafter und ein breites Spektrum eines linken Milieus veränderten das Gesicht der Bundesrepublik nachhaltig.Der legendäre Satz von Willy Brandt zum „Mehr Demokratie wagen“ wird mir immer im Gedächtnis bleiben und ist mir in die Seele geschrieben worden. 
Zu dieser Aufbruchsgeschichte mag es so gar nicht passen, dass unter der Ägide eines SPD-Bundeskanzlers im Jahr 1972 eine Gesetzesregelung erdacht und in die Praxis übertragen wurde, die insbesondere Sympathisanten oder auch Mitglieder linker Gruppen, Organisationen und Parteien versuchte, systematisch aus dem öffentlichen Dienst fernzuhalten oder auszusondern.