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Touristische Entdeckungen – Kulturelle Schätze

29. Juli 2019
Bodo Ramelow Texte

Woche 3 der Sommertour #ZukunftThüringen

So schnell gehen drei Wochen vorüber. In der letzten Woche meiner Sommertour 2019, zeigt nicht nur der Sommer was er kann (fast durchgehend 30°C plus… was das für unsere Natur bedeutet, habe ich in letzter Zeit öfters thematisiert), sondern auch die Thüringer Naherholung, Kultur und Tourismus. Wie in den vorangegangenen Wochen, leben diese Bereiche oftmals vom Einsatz Einzelner und vom unerschütterlichen Glauben daran, dass man gemeinsam etwas Lohnendes aufbauen kann. Dass Thüringen viel zu bieten hat, das weiß ich schon seit eh und je. Dass man es aber vielleicht ein bisschen besser erzählen muss, ist der Grund, warum ich persönlich immer Wert darauf lege, mir die Attraktionen selbst anzusehen. Tatsächlich habe ich auch in diesem Jahr wieder so einiges entdecken dürfen, wovon ich auf den folgenden Zeilen gerne berichten möchte.

 

Anmut sparet nicht noch Mühe…

09. Mai 2019
Bodo Ramelow Texte

Ab und an ahne ich schon in dem Moment, in dem ich ein Interview gebe, dass die eine oder andere Aussage für Wirbel sorgen könnte aber was passiert, wenn ich die Frage stelle, ob nicht die Nationalhymne auch sinnstiftend sein müsste und darauf hinweise, dass aus meiner Sicht, die jetzige Hymne womöglich in dieser Hinsicht Schwächen hat, das hätte ich mir nicht vorstellen können. Seit heute morgen werden meine Social Media Kanäle bombardiert von Menschen, die meinen mir mitteilen zu müssen, dass eine Debatte darüber der nächste Schritt sei, Deutschland abzuschaffen.

Für die Interessierten zunächst nochmals die Antwort auf die Frage der „Rheinischen Post“:

„Eine Bilanz zu 30 Jahre Mauerfall: Welche Errungenschaften der DDR wurden Ihrer Ansicht nach vom Westen zerstört und fehlen jetzt?

Antwort: Das beginnt schon bei der Nationalhymne. Die verfassungsgebende Runde Tisch der DDR hatte vorgeschlagen, auf beide bestehenden Hymnen zu verzichten und gemeinsam eine neue zu wählen – nämlich die Kinderhymne von Brecht. Das wurde abgelehnt. Jetzt diskutieren wir darüber, ob Björn Höcke von der Thüringer AfD die erste Strophe unserer Hymne mitgesungen hat oder nicht, in der es um den von den Nazis missbrauchten Text geht, den Hoffmann von Fallersleben 1841 geschrieben hat. Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden. Viele Ostdeutsche singen die Hymne aber nicht mit und ich würde mir wünschen, dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten. Bisher hat dieser Wunsch leider immer nur für empörte Aufregung gesorgt.“

Was lange währt, wird endlich gut….

29. Dezember 2018
Bodo Ramelow Texte

Anfang 2017 erreichte mich eine Postkarte aus Blintendorf, einem Ortsteil der Stadt Gefell, direkt an der A9 und kurz vor der Grenze zu Bayern. Auf der Karte stand: „Herzliche Grüße aus Blintendorf, Thüringen, dem ersten Ort an der A9, von Bayern aus kommend.“ Nicht nur mir hatte der Ortsteilbürgermeister, Bernd Vetter, diese Karte geschrieben, sondern auch der Bundeskanzlerin und dem Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann. Auf der Karte zu sehen ein Abrisshaus, eine Ruine, wirklich unschön

Und Herr Vetter beließ es nicht bei dieser Postkarte, sondern verband das ganze in der örtlichen Presse mit dem Hinweis, dass in Blintendorf Zustände wie in Aleppo herrschen würden. Eine wohl gewollte provokante Übertreibung, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es irgendeinen Ort in Thüringen gibt, der auch nur ansatzweise mit Aleppo und der Situation dort vergleichbar ist. Ich wollte mir selbst ein Bild machen und nutzte einen Sonntagsspaziergang, um Blintendorf einen Besuch abzustatten. Gefunden habe ich einen wunderbar gepflegten Ort, mit einer Kirche, einem Gemeindehaus, alles offenkundig gut in Schuss und bestens gepflegt. Das in Rede stehende Haus konnte ich nicht auf Anhieb identifizieren und den Bürgermeister, bei dem ich klingelte, traf ich auch nicht an.

Zwei funktionierende Säulen für die Migrationspolitik – meine Überlegungen

20. November 2018
Bodo Ramelow Texte

Wenn man Bewegung in den Diskurs um Einwanderung und Asyl bringen will, dann muss man über eine Gesamtkonzeption verhandeln und für Mehrheiten werben. Wenn Deutschland ein Einwanderungsland sein muss (und es faktisch bereits ist), dann muss es auch ein Einwanderungsland sein wollen. Tabus zu errichten und sich dahinter zu verstecken, bringt uns nicht voran. Das meine ich, wenn ich meine Bereitschaft zu Verhandlungen in diesen Angelegenheiten versichere – und dahinter stecken folgende Überlegungen:

Wir brauchen zwei (endlich) funktionierende Säulen für die Migration.

Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

14. November 2018
Bodo Ramelow Texte

Zur aktuellen Debatte in Thüringen bezüglich der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge in Thüringen habe ich mich in einem Brief an die Bürgerinitiative mit einigen Argumenten zu Wort gemeldet. In dieser Woche fand ein erstes Treffen der Landesregierung, der regierungstragenden Fraktionen, der CDU-Fraktion und der kommunalen Spitzenverbände statt. Alle Gesprächspartner/innen waren sich einig, dass der Weg zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge jetzt – ohne Risiken und Nebenwirkungen – gewagt werden muss, damit das Thema vor der Landtagswahl mit einer breiten parlamentarischen Mehrheit, ein für alle Mal für die Zukunft geklärt wird.