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Corona – ein Zwischenstand im April 2021

06. April 2021
Bodo Ramelow Texte

Die Ostertage liegen hinter uns und mit ihnen abermals eine sensible Sollbruchstelle für das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland. Verlässliche Aussagen über die Auswirkungen der Feiertage auf die Neuinfektionskurve werden aufgrund noch ausstehender Nachmeldungen sicherlich erst in einigen Tagen getroffen werden können. Schon jetzt können wir aber feststellen, dass sowohl die Inzidenzwerte als auch die aktuelle Intensivbettenauslastung keinen Grund zur Entwarnung geben. Im Gegenteil. Auch wenn sich nach einem Jahr Pandemie in einigen Bereichen eine Art Gewöhnung, vielleicht auch Abstumpfung, feststellen lässt, dürfen wir nicht nachlässig werden. Das Virus ist immer noch da und es ist immer noch gefährlich – im Bund mit einer Inzidenz jenseits der 120, in Thüringen mit einer Inzidenz an der 200er-Grenze.

Weil das Virus keine Grenzen kennt…

18. März 2021
Bodo Ramelow Texte

Das Corona-Virus lässt uns nicht zur Ruhe kommen. In Thüringen sind wir momentan besonders hart getroffen, aber auch der gesamtdeutsche Inzidenzwert weist wieder nach oben. Doch auch in anderen Ländern rollen neue Infektionswellen. Wenn uns Covid19 eines gelehrt hat, dann, dass Viren keine Grenzen kennen. Nationalstaatliche Abschottung schützt uns nicht vor Viren, die ein Schlagbaum vergleichsweise wenig interessiert. Schon allein deswegen ist europäische und globale Solidarität in der Pandemie nicht nur eine humanitäre Pflicht, sondern auch ein infektionsschutzstrategisches Gebot.

Von Eisfeld bis Hanoi und New York – Wie Thüringer Traditionsrasierklingen die Welt erobern

01. März 2021
Bodo Ramelow Texte

In vielen meiner Reden verweise ich immer wieder auf die vielen „Hidden Champions“ – also innovative, produktive und global führende, aber unbekannte Unternehmen – die Thüringen zu bieten hat. Eine dieser Firmen ist Harry’s“, ein junges US-amerikanisches Start-Up, das vor einigen Jahren das Traditionsunternehmen Feinmechanik GmbH Eisfeld, gekauft hat.

Gedanken zum Geburtstag – ein Nachtrag

19. Februar 2021
Bodo Ramelow Texte

Sobald Mensch ein bestimmtes Alter erreicht, beginnt er oft, sich in nostalgischen Gedanken zu verlieren. Selbiges gilt umso mehr, wenn er Altersgrenzen durchschreitet, die mit einer besonderen symbolischen Bedeutung aufgeladen sind. Solch eine Schwelle habe ich am 16.02. dieses Jahres mit meinem 65. Geburtstag genommen. Für meine Generation der in Westdeutschland sozialisierten Nachkriegsjugend war dieses Lebensalter eng verknüpft mit der Gewissheit, nach einem arbeitsreichen Leben endlich ins wohlverdiente Rentenalter ohne (auch finanzielle) Sorgen und mit viel Freizeit überwechseln zu können. Das war freilich auch schon anno 1956  eine Schimäre, aber Symbole gewinnen ihre Kraft natürlich nicht aus dem real Vorhandenen oder der Macht des Faktischen, sondern aus ihrer Anknüpfungskraft an menschliche Wünsche und Werthorizonte. Wenn ich heute allerdings mein Leben zumindest in groben Strichen entlang meiner Geburtstage einmal Revue passieren lassen möchte, dann sicher nicht, weil ich mich in Nostalgie oder Sehnsucht an lange Vergangenes flüchten möchte. Dafür sind die Zeiten zu ernst und COVID19 lässt uns allen – zumal denjenigen, die Verantwortung in Politik und Gesellschaft tragen – keine Zeit, um Tagträumen nachzuhängen. Viel eher scheint mir eine kurze Rückschau dann sinnvoll, wenn sie hilft sich selbst zu vergewissern, warum man heute steht, wo man steht und wie die eigene biographische Vergangenheit möglicherweise auch gegenwärtiges Entscheiden beeinflusst. 

Ein besonderes Bild an einem besonderen Tag

05. Februar 2021
Bodo Ramelow Texte

Am heutigen 05.02.2021 wird viel und ausführlich über die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten durch Stimmen von FDP, CDU und der rechtsextremen Thüringer Höcke-AfD berichtet. Anlässlich dieses Tages, der zweifellos einen Tabubruch in der Geschichte der Berliner Republik darstellt, postete unsere Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow zwei Fotos nebeneinander, die zwei Menschen an ein und demselben Tag, dem 13.02.2010, am selben Ort – nur in zwei völlig unterschiedlichen Konstellationen – zeigt.