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Zurück und wieder mittendrin

17. Juni 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Politik

Zurück in Erfurt hat mich meine Heimatstadt am Wochenende gleich mit dem Krämerbrückenfest empfangen. Da fiel der Abschied von Israel nicht ganz so schwer. Über der Brücke waren in diesem Jahr viele farbige Regenschirme installiert, so dass ich mich fast ein bisschen wie bei der Gay Pride Parade in Tel Aviv gefühlt habe. Der große Unterschied zu Israel war, dass mich auf einmal wieder viele Leute ungläubig angeschaut und einige mich auch angesprochen haben. Ja, der Ramelow, läuft hier einfach so rum, in echt. ;o) Aber es tut immer gut, so viel Zuspruch zu erfahren und von den Leuten zu hören, dass sie die Daumen drücken für September.

Zum heutigen 17. Juni will ich festhalten, dass die Ereignisse von 1953 für uns immer Mahnung sein müssen, dass die sozialistische Idee nicht ohne Demokratie und Freiheit funktionieren kann. Den Opfern von damals gilt unser Gedenken. Es ist unsere Verantwortung gerade auch die Freiheit der Andersdenkenden zu respektieren. Zugleich mahnt uns die Geschichte, dass wir an die Seite derjenigen gehören, die für ihre Arbeitnehmerrechte kämpfen, so wie seit Wochen die Beschäftigten der Autogrill-Raststätten bei Eisenach.

Alte und neue Herausforderungen

02. Juni 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Politik, Privat, Attila

Jugendweihe-Organisatorin Veronika Hofer während der Feierstunde im Erfurter Kaisersaal

Zum Wochenstart noch schnell ein paar Zeilen über das zurückliegende Wochenende: Es brachte alte und neue Herausforderungen mit sich. Die gewohnte und doch spannende Aufgabe war die der Festrede bei der Jugendweihefeier im Erfurter Kaisersaal. Das ganze Haus voll mit jungen Menschen von der Schule aus Kerpsleben und der Erfurter Schule Steigerblick. Ich habe darüber gesprochen, wie es ist, wenn man einen Regenbogen sieht. Man kann dann schnell losrennen und versuchen den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens zu finden. Oder man bleibt stehen, und genießt einfach den bezaubernden Anblick dieses Naturschauspiels. Jede und Jeder kann sich entscheiden, wichtig ist, dass man seine Zeit nutzt.

Die neue Herausforderung war das Radfahren mit Attila. Wir haben die Technik geübt, wie wir uns so fortbewegen, dass unser Vierbeiner sicher nebenher laufen kann. Das hat eigentlich auch ganz gut geklappt. Problematisch wurde es erst, als wir eine Pause eingelegt haben.

Auf in den Wahlkampfendspurt!

19. Mai 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Wahlen, Politik, Partei, Euro(pa)

Auf die drei Tage Wahlkampf in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz folgte am Samstag wieder Wahlkampf in Thüringen. Mittags saß ich in Weimar mit Gabi Zimmer auf dem „roten Sofa“ mitten in der Stadt und wir haben über Europapolitik gesprochen. Danach ging’s nach Erfurt, wo unser Stadtverband eine kommunalpolitische Schnipseljagd organisiert hat. Am Ende durfte ich die Gewinner ziehen und Attila war als Maskottchen auch dabei. Und als ob wir nicht schon motiviert genug wären, hat die TLZ am Freitag noch Umfragen für Eisenach, Weimar und Jena veröffentlicht, in denen wir  sehr gute Zahlen haben. Wir sind in den drei Städten jeweils fast gleich auf mit der CDU. Das eine verbleibende Prozent holen wir uns in der letzten Wahlkampfwoche! :o)

Auch wenn die amtierende Ministerpräsidentin es für ein Thema von gestern hält, hat mich am Wochenende auch wieder der Kali-Fusionsvertrag beschäftigt. Gegenüber der DPA konnte ich bestätigen, dass wir alle juristischen Mittel prüfen, um den Bund zur Offenlegung sämtlicher Unterlagen zu zwingen. Notfalls würden wir auch eine Klage anstreben, denn die Frage, wie viele Millionen Thüringen in den nächsten Jahren für die Altlastenbeseitigung bezahlen muss, ist für unser Land essentiell. Da werden wir uns nicht damit abfinden, dass einfach Vieles unter Verschluss bleibt und die Thüringer Steuerzahler fleißig zur Kasse gebeten werden.

Würdigung für die Erinnerung

09. Mai 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Politik, Kultur

Mittwochnachmittag war ich auf dem Erfurter Petersberg und habe an einer Gedenkstunde teilgenommen. Zwanzig Orte in Thüringen wurden anlässlich von zwanzig Jahren Thüringer Verfassung gewürdigt und dazu wurde das Denkmal des unbekannten Wehrmachtsdeserteurs ausgesucht und mit einer Plakette geehrt. Die Laudatio hielt dazu der Justizminister Holger Poppenhäger (SPD).

Für mich ist das auch eine persönliche Würdigung, denn als Vorsitzender des Kulturvereins "Mauernbrechen" war ich der offizielle Bauherr des Denkmals. Es war ja ein Bündnis aus mehreren Gewerkschaften, von Pfarrern, Künstlern und Friedensfreunden. Aber unser Verein war für das Geldsammeln, die Bauanträge, für die Kaufverträge für den Lokomotivenschrott usw. verantwortlich. Besonderer Dank gilt dem Künstler Thomas Nikolai der das Denkmal gestaltet hat. Dank gilt den Auszubildenden und den Gesellen des DB-Ausbesserungswerkes Erfurt, die alle weiteren Steelen geschweißt haben. Und eine tiefe Verneigung vor meinem leider viel zu früh Verstorbenen Freund und Kollegen Matthias Freitag, der als Landesvorsitzender der Thüringer Eisenbahngewerkschaft das alles ermöglicht hat.

Risikospiel ohne Risiko aber mit prominenter Begleitung

05. Mai 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Fußball, Politik, Privat, Kultur

Als „Risikospiel“ war die Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock im Vorfeld eingestuft worden, aber ich konnte mich persönlich im Stadion davon überzeugen, dass alle Fans einfach friedlich ihre Vereine anfeuerten. Generell bin ich sowieso dafür, dass man Gewalttäter, die ihrer Mannschaft schaden und echte Fußballfans nicht in einen Topf werfen sollte. In jedem Fall ließe sich mit einem modernen Stadion schon wegen der baulichen Gegebenheiten eine bessere Fantrennung umsetzen, ohne dass ein ganzer Block nur mit Polizistinnen und Polizisten gefüllt wird. Aber das wird ja nun hoffentlich bald.

Sehr gefreut hat mich, dass spontan ein „alter“ Kumpel von mir mit ins Stadion gekommen ist: Björn Harras. Björn war mal Schülersprecher in Erfurt und ich hatte ziemlich viel mit ihm zu tun in der Zeit nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium. Nach der Schule hat er in Leipzig Schauspiel studiert und hatte dann einige Jahre eine Hauptrolle in der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Diese Hauptrolle hat offensichtlich dazu geführt, dass sich nun sehr häufig junge Frauen mit ihm  fotografieren lassen wollen. Das war auch eine lustige Erfahrung für mich, dass mal nicht ich selber immer angesprochen werde, sondern meine Begleitung. Da hab ich gleich beschlossen, dass Björn in Zukunft häufiger mit zu Terminen kommen muss. ;o)