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Ich bin Kandidat...

08. Mai 2019
Bodo Ramelow Wahlen

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben: am 27. Oktober diesen Jahres wählt der Freistaat Thüringen einen neuen Landtag. 88 Plätze gibt es dabei zu vergeben. Die Hälfte der Sitze wird anteilig über die Landeslisten verteilt. Aber die übrigen 44 Plätze sind für die Abgeordneten die als Direktkandidatinnen und –kandidaten in den Wahlkreisen antreten.

Im Moment stellen die Parteien ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahl auf, sowohl in den Wahlkreisen als auch für die Landeslisten. DIE LINKE wird ihre Landesliste am 22. und 23. Juni in Arnstadt wählen und dort werde ich mich selbstverständlich um die Spitzenkandidatur meiner Partei bewerben, den mein Ziel für die Landtagswahl ist klar: Ich möchte die Koalition von LINKEN, SPD und Bündnis 90 / Die Grünen fortsetzen und Ministerpräsident dieses Landes bleiben, zumal auch bei der letzten Befragung eine Mehrheit der Menschen in unserem Land mit meiner Arbeit zufrieden ist.

Erfurt wächst – Chance und Herausforderung zugleich

In der vergangenen Woche hat mein Stadtverband seine Kandidatinnen und Kandidaten für die vier Landtagswahlkreise in Erfurt nominiert. Erfurt ist traditionell eine Hochburg für die Thüringer LINKE. 2014 konnte meine Partei hier drei der vier Wahlkreise gewinnen und in diesem Jahr wollen wir natürlich alle vier erringen. Mit Karola Stange (Erfurt Nord) und André Blechschmidt (Erfurt Ost) treten zwei profilierte Kommunalpolitiker an, die auch im Landtag in ihren Themenbereichen engagiert und kompetent arbeiten. Susanne Hennig-Wellsow (Erfurt West) und ich stehen dafür, dass unser Land verlässlich und stabil regiert wird und wir Thüringen weiter gemeinsam sozial, ökologisch und demokratisch gestalten können.

Mein Wahlkreis ist dabei das Erfurter Zentrum und der Süden (Wahlkreis 26 – Erfurt III). Dabei ist aber klar, dass es mir es auch darum geht, dass Erfurt als Ganzes auch in Zukunft eine starke Stimme im Thüringer Landtag hat.

Als Landeshauptstadt steht Erfurt vor ganz besonderen Herausforderungen, die die Landespolitik in den Blick nehmen muss. Denn: Erfurt wächst. Das heißt dafür zu sorgen, dass es ausreichend bezahlbaren Wohnraum gibt, die Versorgung mit Schulen und Kindergärten gesichert ist und ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr aufrechterhalten wird.

Erfurt ist außerdem Magnet für viele Besucherinnen und Besucher. Nicht erst seit der Eröffnung der ICE-Strecke zwischen München und Berlin ist Erfurt die zentrale Drehscheibe zwischen Ost und West, Nord und Süd. Diese Ausgangslage ist Chance und Herausforderung zugleich. Erfurt liegt im Fokus von allen, die Kongresse, Messen und Tagungen organisieren aber um als Stadt dafür auch attraktiv zu sein dafür müssen eine ganze Menge Rahmenbedingungen stimmen: z.B. genügend Hotelbetten, funktionierender ÖPNV, etc. Bei all diesen Themen müssen Kommune und Land eng zusammenarbeiten und Planungen miteinander abstimmen.

Erfurt muss eine Stadt für alle sein

Und große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die BUGA 2021 in Erfurt wird unsere Stadt kräftig verändern. Schon jetzt wird überall gebuddelt und die Arbeiten vorbereitet. Und den Petersberg werden wir zu einem zentralen Ort einer Ausstellung zur Thüringer Landesgeschichte entwickeln und damit einen weiteren Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher unserer Stadt schaffen. Das ist mir ein Herzensprojekt und ich werde deswegen auch mit aller Kraft weiter daran arbeiten und diese Stadt, die ich in 30 Jahren so lieb gewonnen habe voran bringen.

Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir dabei im Blick haben, dass Erfurt eine lebenswerte Stadt bleibt für alle Menschen, die hier leben. Dazu gehören Arbeitsplätze, Wohnungen, die nötige öffentliche und soziale Infrastruktur genau wie ein attraktives Sport- und Kulturangebot in der Stadt. Es geht nicht an, dass Schülerinnen und Schüler aus dem Erfurter Norden, aufgrund fehlender Angebote oder Möglichkeiten noch nie auf dem Domplatz waren (ein Fall, den eine Bürgerin meinem Büro tatsächlich so geschildert hat). Doch die Art und Weise, wie man Erfurt noch zu DDR Zeiten am Reißbrett konzipiert hat, mit den großen satellit-artigen Hochhaussiedlungen weit entfernt vom Stadtkern begünstigen solche Missstände. Um sie aufzuheben muss man Stadtentwicklung mit sozialen und mobilen Möglichkeiten immer zusammen denken.

Erfurt kann viel und hat viel zu bieten. Aber Erfurt wird sich auch den Herausforderungen der Zukunft stellen müssen. Dafür will ich kämpfen. Deswegen habe ich mich zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 26 aufstellen lassen und werde hier vor Ort um das Vertrauen der Menschen werben.

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2 Kommentare

Giani

09. Mai 2019

Gemeinsame neue Nationalhymne

Schon seit langem gibt es den Wunsch, eine neue, eventuell gemeinsame Nationalhymne, zu entwerfen.

In den Fünfziger Jahren hatte der damalige Bundespräsident Th.Heuß eine neue Melodie und einen neuen Text für eine neue Nationalhymne in Auftrag gegeben. Die sollte in erster Linie für die Bundesrepublik gelten. Wir Schüler übten und übten, aber weder Melodie noch Text waren eingängig genug., um sich bei der damaligen Bevölkerung durchzusetzen. Deswegen galt die dritte Strophe, und nur die, als Nationalhymne für die Bundesrepublik. Von der DDR-Hymne kannten wir zwar Text und Melodie, aber beide kamen nicht in Frage.

Angesichts unserer Geschichte würde ich es , wenn es nach mir ginge, auch so belassen. Unsere Bevölkerung ist so konservativ und unbeweglich, dass sie so etwas Neues nicht akzeptieren würde.

Die 'Gespenster der vergangenen Zeit' muß man bewußt in Kauf nehmen und sich sagen, das soll niemals mehr geschehen, daran werde ich mitarbeiten.

(SPD-Mitglied Brigitte Giani aus Frankfurt)


Danz

09. Mai 2019

Ich finde den Vorschlag von Herrn Ramelow sehr gut. Mit der jetzigen Hymne habe ich von Anfang an ein Problem, da ich immer an die Verwendung der Hymne durch die Nazis denken muss. Außerdem finde ich den Anfang mit Einigkeit sehr unpassend, denn nach nunmehr 30 Jahren "Einigkeit" wird immer noch zwischen Ost und West unterschieden. Aus diesem Grund habe ich die Hymne auch noch nie mitgesungen. Unser Land hat mit Sicherheit viele wichtigere Probleme, aber ich finde es gut, wenn auch mal über solche Dinge nachgedacht wird.

 

Schließlich ging die friedliche Revolution vom Osten aus, und anschließend war alles was wir in den Jahren der DDR gemacht und geschaffen haben nichts mehr wert. Vielen wurde das Gefühl vermittelt über 40 Jahre lang alles falsch gemacht zu haben. Es wäre gut gewesen einige gute Dinge auch aus DDR-Zeiten zu übernehmen. Dann müsste zum Beispiel heute auch nicht über eine Impfpflicht diskutiert werden, um Kinder vor schlimmen Krankheiten zu schützen., und auch das einheitliche Schulsystem hatte bestimmt Vorteile, gerade wo heute alle flexibel sein müssen. Änderungen sind immer nötig, aber sie sollten mit Vernunft und zum Vorteil der Bürger sein. Vom Text her wäre auch die DDR-Hymne eine Alternative gewesen(Deutschland, einig Vaterland). Aber darüber wurde mit Sicherheit nicht einmal nachgedacht.