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Risikospiel ohne Risiko aber mit prominenter Begleitung

05. Mai 2014
Bodo Ramelow Erfurt, Fußball, Politik, Privat, Kultur

Als „Risikospiel“ war die Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock im Vorfeld eingestuft worden, aber ich konnte mich persönlich im Stadion davon überzeugen, dass alle Fans einfach friedlich ihre Vereine anfeuerten. Generell bin ich sowieso dafür, dass man Gewalttäter, die ihrer Mannschaft schaden und echte Fußballfans nicht in einen Topf werfen sollte. In jedem Fall ließe sich mit einem modernen Stadion schon wegen der baulichen Gegebenheiten eine bessere Fantrennung umsetzen, ohne dass ein ganzer Block nur mit Polizistinnen und Polizisten gefüllt wird. Aber das wird ja nun hoffentlich bald.

Sehr gefreut hat mich, dass spontan ein „alter“ Kumpel von mir mit ins Stadion gekommen ist: Björn Harras. Björn war mal Schülersprecher in Erfurt und ich hatte ziemlich viel mit ihm zu tun in der Zeit nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium. Nach der Schule hat er in Leipzig Schauspiel studiert und hatte dann einige Jahre eine Hauptrolle in der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Diese Hauptrolle hat offensichtlich dazu geführt, dass sich nun sehr häufig junge Frauen mit ihm  fotografieren lassen wollen. Das war auch eine lustige Erfahrung für mich, dass mal nicht ich selber immer angesprochen werde, sondern meine Begleitung. Da hab ich gleich beschlossen, dass Björn in Zukunft häufiger mit zu Terminen kommen muss. ;o)

Auch wenn es Ort und Anlass unseres Treffens nicht ganz vermuten lassen, haben Björn und ich uns auch über Kulturpolitik und die Situation von hauptberuflich Kreativen unterhalten. Ohne Festanstellung an einem Theater haben Schauspieler in Thüringen kaum eine Chance für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Und eine längere Festanstellung ist für Kulturschaffende auch immer eine Gratwanderung, weil zur Kreativität ja auch das ständige Neubeginnen und Neuentdecken gehört. So hat Björn sich für Berlin als Lebensort entschieden, aber so oft es geht, ist er hier in Thüringen.

Gestern war ich dann zum Marktfest in Hildburghausen, was mittlerweile eine echte Institution ist und Jahr für Jahr viele Besucher anlockt. Dieses Mal stand es natürlich ganz im Zeichen des Kommunal- und Europawahlkampfs. Bilder vom Tag gibt es in einer Facebook-Galerie auf der Seite der Thüringer LINKEN.

Und da nun schon wieder Montag ist, sage ich zum Schluss noch: Happy Birthday, lieber Karl. Heute wäre Dein 196. Geburtstag. In Deinem Sinne arbeiten wir daran, Thüringen nicht nur verschieden zu interpretieren, sondern es zu fair-ändern. ;o)

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