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26. Juni 2011
Bodo Ramelow Politik, Partei, Texte

Am Montag wird in einem großen Nachrichtenmagazin ein Interview mit mir erscheinen, über das es ausnahmsweise schon im Vorfeld Debatten gab. Dieses Gespräch hat seine eigene Geschichte, denn ursprünglich war ich um ein Essay gebeten wurden, das aber wegen Überlänge nicht verwendbar war. Also kamen die beiden Journalisten zu mir ins Büro und wir hatten eine – sagen wir mal angeregte – Unterhaltung. Das ist an sich nicht schlimm. Doof war nur, dass in der zu veröffentlichenden Version des Interviews der Eindruck erweckt wurde, als sei nur von meiner Seite mit großem Engagement diskutiert worden. Aber was soll’s, ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Schade, dass Herr Fleischhauer seine Zitate nicht komplett freigegeben hat – aber darüber, dass er sich „Unter Linken“ nicht wohlfühlt, hat er ja schon ein ganzes Buch geschrieben. Da muss es im gedruckten Interview nicht auftauchen. Ich will nur den Tagebuchlesern gern das Original-Essay zu Verfügung stellen, weil da drin steht, was ich loswerden wollte und was eigentlich auch Inhalt des Gesprächs sein sollte.

Zum Tagebuch will ich noch vervollständigen, dass wir am Samstag bei uns im Landtag mal wieder unsere Arbeitgeber zu Gast hatten. Es war Tag der offenen Tür und viele Bürgerinnen und Bürger haben die Chance genutzt, um mit ihren Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und manche haben auch einfach nur geschaut, wie aufgeräumt denn die Schreibtische so sind. Ebenfalls am Samstag startete das Volksbegehren für gerechte und bezahlbare Kommunalabgaben. Bis zum 5. August müssen nun 5000 Unterschriften zusammenkommen und ich habe meine gleich am ersten Tag abgegeben, damit hier endlich eine bürgerfreundliche und rechtssichere Lösung gefunden wird.

Am Freitag hat mich die erste Vorprüfung des Landesrechnungshofes beschäftigt. Wir haben lange darum gekämpft, dass der Rechnungshof endlich wieder arbeitsfähig und zu einer effektiven Kontrollinstanz wird. Nun müssen wir natürlich auch damit leben, dass gründlich gecheckt wird, wofür wir als Fraktion unsere Gelder verwenden. Das ist richtig und wichtig, nur es macht uns eben auch ziemlich viel Arbeit. Aber wir wollen uns nicht beklagen – wir arbeiten mit Steuergeldern und da ist selbstverständlich jede Ausgabe zu prüfen.

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1 Kommentare

Bernhard Schmidt

28. Juni 2011

Essay

Sehr geehrter Herr Ramelow,

als aufmerksamer Leser Ihres Tagebuches und anderer

Veröffentlichungen über DIE LINKE musste ich feststellen,

dass bei Lafontaines Linke eine andere Version Ihres Essay`s

veröffentlich wurde. Keine Zwischenüberschriften, fast 7 Seiten, statt 5. Einige Passagen sind erweitert.

Wie muss ich das werten? In der Zeit der vielen "Zwischen-

rufe" bitte ich um Aufklärung.

Mit freundlichen Grüssen

Bernhard

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Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie haben die Unterschiede völlig richtig bemerkt, die Versionen unterscheiden sich leicht. Ich hatte die längere Variante schon an verschiedene Leute per E-Mail verschickt und dann aber doch am Sonntagmorgen noch die Zeit gefunden, das Essay ein wenig zu kürzen, um damit die Lesbarkeit zu verbessern. Ursprünglich hatte ich den Text diktiert, wodurch war ein ziemlich langer Fließtext entstanden war. Das wollte ich vor der Veröffentlichung auf meiner Webseite noch ein bisschen überarbeiten. Dabei habe ich mich sehr bemüht, den Inhalt nicht zu verändern, sondern nur Doppellungen etc. rauszunehmen.

Wer gern die extra lange Version lesen möchte, dem sei Lafontaines Linke empfohlen. Ansonsten steckt aber in der hier veröffentlichten Variante auch alles, was ich sagen wollte.


Freundliche Grüße

Bodo Ramelow