Tagebuch

Den Vormittag des Pfingstmontag verbrachten wir auf dem Karneval der Kulturen. Dort erstand ich – auf  besonderen Wunsch einer einzelnen Dame – einen Panamahut, der nicht aus Stroh, sondern aus Palmenblättern gefertigt ist. Das besondere an diesem Hut ist, dass er sich zusammenrollen lässt und folglich praktisch zu transportieren ist. So kam er aus Ecuador nach Berlin zum Karneval der Kulturen und dort direkt auf meinen Kopf.Derart gut behütet, starteten wir am Nachmittag eine Radtour von unserer Wohnung im Süden von Berlin nach Potsdam. Auf halber Strecke …
weiterlesen "Gut behütet auf dem Fahrrad"
In den Nachrichten läuft durchgehend die Meldung, dass der Dalai Lama nach Deutschland kommt und dass sehr viele Menschen sich darüber freuen. Ich kann die Menschen verstehen, die neugierig sind auf diese wirklich sehr außergewöhnliche Person. Durch meinen Bruder in London bin ich schon vor über zwanzig Jahren neugierig gemacht worden auf die sehr philosophischen Gedanken, die vom Dalai Lama formuliert werden, seine Ausstrahlung, sein Karma ist beeindruckend. Mit wenigen Worten schafft er, komplizierte Sachverhalte nachhaltig zu erläutern. Nach allem, was ich…
weiterlesen "Soll man oder soll man nicht?"
Ein wunderschöner Tag beim Pfingstcamp der LINKEN am Werbellinsee. Als wir ankamen lief gerade ein Fußballspiel, überall junge Menschen, die in der Sonne linke Ideen diskutieren oder einfach nur die gemeinsame Zeit genießen. Für mich jede Menge Gespräche über dies und das, u.a. mit Gojko Mitic, den ich im Festzelt traf, wo er mir gleich erklärte, dass er hier die Rothaut unter den Roten gibt.Gemeinsam mit Ulli Maurer und Helmut Markov diskutierte ich dann auf einem Podium über die Vereinigung der Linken in Deutschland und mögliche Perspektiven für die …
weiterlesen "Fernsehindianer und GEZ-Fahnder"
Mein Besuch in Essen am gestrigen Nachmittag begann stressig. Das Flugzeug nach Düsseldorf hatte Verspätung und entsprechend machte ich mir Gedanken, ob ich rechtzeitig zur Podiumsdiskussion der WAZ kommen würde. Dass dann auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Essen auch noch Stau dazu kam, machte die Sache nicht besser. Der Taxifahrer und ich hatten trotzdem unseren Spaß, indem wir abwechselnd Edmund Stoiber nachahmten und betonten, wie schön das jetzt mit dem Transrapid wäre.Schließlich klappte es doch noch mit der pünktlichen Ankunft und es ergab sich eine …
weiterlesen "Ungewohnte Einigkeit"
An einem Tag wie dem 8. Mai gehen einem viele Gedanken durch den Kopf, die sich vor allem mit Geschichte und aktuellen Geschehen beschäftigen. Ich habe den Eindruck, dass in den letzten 63 Jahren einige Deutsche nichts dazu gelernt haben. Umso erschreckender ist es, wenn am Vortag des 8. Mai in Erfurt Neonazis die Büros der linken Landtagsabgeordneten in Erfurt geschmäht und attackiert werden.Aber wen wundert’s, schaut man auf die letzten Wochen der Thüringer Regierungspolitik, auf die seltsamen bräunlichen Äußerungen eines fast, aber in …
weiterlesen "Drum bleibe im Land und wehre dich täglich!"
Bernward Müller also, mein Abgeordnetenkollege, der mir bisher vor allem dadurch aufgefallen ist, dass er parlamentarisch nicht wirklich auffällt, soll morgen Kultusminister von Thüringen werden. Mit ihm kann Althaus seine Regierungszeit in Ruhe ausklingen lassen. Müller wollte sich ohnehin nächstes Jahr aus der Politik zurückziehen – jetzt kann er sich gemeinsam mit dem ganzen Kabinett auf den wohlverdienten Ruhestand vorbereiten. Man möchte zurufen: „Quält Euch nicht mehr mit Däumchendrehen, die Ablösung ist da.“ Aber die Wahl kommt, spätestens im …
weiterlesen "Fragestunde im Bundestag"
Viel Zeit war nicht sich wieder an die Berliner Luft zu gewöhnen und schon haben sich die Großkoalitionäre, oder sollte ich besser sagen Großselbstbediener der CDU und SPD, darauf geeinigt, ihre Diäten deutlich zu erhöhen. Ich halte das für schamlos. Sollte dies so umgesetzt werden, bekämen die Bundestagsbgeordneten eine Erhöhung, die deutlich über dem Hartz-IV-Regelbezug liegt. Das ist nicht zu akzeptieren und ich kann verstehen, dass die Menschen auf der Straße wütend darüber sind.Obwohl es heute für mich in Berlin viel zu tun gibt, bin ich immer noch …
weiterlesen "Schamlose Selbstbediener"
Endlich kann ich meine Frau wieder in die Arme nehmen. Vor mir kommt sie aus Dakar zurück und hat eine lange Nacht hinter sich. Bereits am Samstag Abend musste sie zum Flughafen, um den Rückflug sicher zu bekommen. Erst lange am Flughafen warten und dann die ganze Nacht zurück fliegen. Müde, müde, müde! Ich komme vom Marktfest Hildburghausen und wir haben den späten Abend viel zu erzählen. Meine Frage an sie: Hast Du deine Stempel platzieren können? Aber Germana beschreibt aufregende Eindrücke und das der afrikanische Kontinent “anders …
weiterlesen "Da hilft auch kein neuerliches Flaschendrehen"
Heute bin ich zum Marktfest nach Hildburghausen eingeladen. Ein schöner Anlass Steffen Harzer wiederzusehen, unseren Hildburghausener Bürgermeister, der vor einigen Wochen mit einer ordentlichen Mehrheit wiedergewählt wurde. Dem ging ein äußerst munterer und aktiver Wahlkampf voraus, an dem ich auch beteiligt war. Und nun ist es das erste Mal seit diesem Wahlkampf, dass wir uns persönlich wiedertreffen.Auf dem Weg dorthin steht wieder eine Fahrt durch Thüringen an. Eine schöne Sache, weil wir in einem schönen Land leben und bei diesem wunderbaren Wetter ist es …
weiterlesen "Gegen lange Leitungen!"
Im April 2006 war ich im Rahmen eines Wahlkreistermins zum ersten Mal beim Fan-Projekt des FC-Carl-Zeiss Jena. Vorher hatte ich mit Fußball wirklich nichts am Hut aber seit diesem Tag bin ich zumindest Fan-Projekt Fan (und seit einem halben Jahr auch Mitglied). Was dort in Sachen Jugendsozialarbeit auf die Beine gestellt wird und mit wie viel Ideenreichtum die Fans wiederum ihren Verein unterstützen, kann ich nur bewundern. Deshalb habe ich auch gestern Abend am Radio voller Spannung das Spiel des FCC verfolgt – über eine Stunde standen da die…
weiterlesen "Wer nicht hüpft, der kommt aus Erfurt …"