Privates - Die Person Bodo Ramelow

Kinderfragen

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Sind Sie froh, ein Politiker zu sein?

Am 22. September 2007 fand in Gera der 1. Thüringer Kindergipfel statt. Aus diesem Anlass haben Kinder Fragen an die teilnehmenden Abgeordneten gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Bodo Ramelow.



Haben Sie Familie?
Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.

Wo wohnen Sie?
In Erfurt und Berlin.

Welche Hobbies haben Sie?
Wandern, Radeln, Lesen und viel zu selten mal in die Sauna gehen.

Welche Farbe ist Ihre Lieblingsfarbe?
Rot, aber Blau ist auch sehr schön und ein leuchtendes Gelb auf einem Rapsfeld im Frühjahr ist wunderschön.

Was essen Sie am liebsten?
Italienisch (weil meine Frau das toll kocht) und seit unserm Besuch in China weiß ich, was tolles Chinesisches Essen ist. Ich esse aber auch mit vergnügen Thüringer Küche.

Welche Musik hören Sie am liebsten?
Klassik und Jazz aber auch gerne Rockmusik der 60er. Zum entsetzen meiner Frau höre ich ab und zu Brassmusik (große Blechbläserbesetzung, viel Blech).

Welchen Beruf haben Sie gelernt, bevor Sie Politiker wurden?
Kaufmann und Ausbilder sowie eine Fachausbildung im Weinbau.

Verstehen Sie Spaß?
Na klar!

In welcher Partei sind Sie?
Die Partei heißt „Die Linke“ und ich habe tatkräftig mitgeholfen diese Partei entstehen zulassen.

Seit wann sind Sie Politiker?
Seit 1999, da bin ich zum ersten Mal in den Thüringer Landtag gewählt wurden.

Wie heißt Ihre genaue Funktion?
Mitglied des Deutschen Bundestages, Stellvertretender Vorsitzender der Fraktion „Die Linke“ und Bundeswahlkampfleiter der Partei.

Und was machen Sie da genau?
Ich koordiniere die Abläufe in der Fraktion. Dazu kommt das Zusammenspiel aller Fraktionen unserer Partei (Bund\Länder\Kommunen). In der Partei organisiere ich die Wahlkämpfe.

Sind Sie froh, ein Politiker zu sein? Wenn ja, warum?
Ja ich bin gerne Politiker. Mir macht es Spaß Dinge beeinflussen zu können die Menschen hilft.

Haben Sie viel Stress?
Ja, habe ich aber selbst zu verantworten. Ich bin der Einzige der mich antreibt.

Haben Sie viel Spaß bei der Arbeit?
Ja, durch eine Tätigkeit die ich selber wollte und die mich erfüllt. Auch wenn es mal stressig ist und turbulent, kann ich mich so einbringen wie ich es mir immer gewünscht habe.

Was macht als Politiker keinen Spaß?
Es gehört alles dazu, auch das Unangenehme! Es geht nur ganz oder gar nicht. Da ist es schon komisch und schwierig immer “öffentlich” zu sein.

Verdienen Sie viel Geld?
Ich verdiene gut, muss aber auch gut Haushalten. Denn ich muss mit meinem steuerfreien Einkommen auch die Wahlkreisbüros und die Arbeit vor Ort finanzieren.

Streiten Sie sich oft mit anderen?
Ich gelte als “harter Hund”. In einem Buch werde ich als “Zuchtmeister” der Partei bezeichnet. Ich möchte nicht streitsüchtig sein, aber ich gehe zu Klärungszwecken auch mal einem Streit nicht aus dem Weg.

Arbeiten Sie gerne mit Kindern?
Kinder machen mir große Freude. Im Landtag hatten die Kinder die zu Besuch kamen immer Vorrang. Da bin ich auch mitten in einer Besprechung erst mal mit Kindern spielen gegangen. Früher habe ich viel aktive Jugendarbeit geleistet.

Was denken Sie über Kinder und Jugendliche?
Nur das Beste! Wenn’s mal Problem gibt muss man sich als Erwachsener darum kümmern. Für Kinder und Jugendliche sollte es aber mehr Angebote und mehr Zutrauen geben. Kinder sind heute im technischen Bereich schlauer als die Erwachsenen. Da kann man voneinander viel lernen.

Wie fanden Sie Ihre eigene Kindheit?
Spannend und schön, wenn sie auch hart war. Mein Elternhaus war arm und meine Mutter musste schwer Arbeiten damit es für alle vier Kinder reichte. Einschließlich für die Schul- und Berufsausbildung. Mein Vater war schwer krank und verstarb früh. Das war für mich sehr traurig.

Warum sind Sie gerne beim Kindergipfel?
Weil ich es spannend und interessant finde, was Kinder denken und welche Erwartungen sie an Erwachsene, aber auch an Politiker haben.

Donnerstag, 16. Oktober 2008
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