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11. Juli 201808:16

Ehrenamtswoche der Sommertour – Tag 2: Vom ASB zu den Grünen Damen

Der zweite Tage meiner Sommertour #ZukunftThüringen führte mich nach Südthüringen und auch an diesem Tag treffe ich auf Menschen, die sich in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen ehrenamtlich einsetzen.

Der Tag beginnt beim Arbeiter-Samariterbund in Suhl und dem dortigen Betreuungs- und Sanitätszug. Herr Saul stellt mir die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden vor Ort vor. Sie sind dann zur Stelle, wenn Großereignisse eintreten. Da können Wetterereignisse sein, Unfälle auf Autobahn oder ICE-Strecke aber etwa auch ein Fall, wie das Auftreten des Noro-Virus, wie kürzlich. Dann ist schnelles und professionelles Handeln gefragt und das kann durch diesen Zug abgesichert werden. Ich bin beeindruckt von der technischen Ausstattung aber auch von dem hervorragenden Ausbildungsstand der überwiegend Freiwilligen. Gut, dass sich hier viele einsetzen. Vorbildhaft ist aber vor allem auch die Kinder- und Jugendarbeit des ASB in Suhl. Denn auch hier wird Nachwuchs dringend gebraucht und gesucht und deswegen ist das ein Schwerpunkt der Arbeit. Hier werden in Suhl durchaus Maßstäbe gesetzt.

Das Land steht in der Verantwortung seine Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie auch die Sicherung der technischen Ausstattung und die Unterstützung beim Erhalt der Gebäude. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Knapp bin ich aber sehr sicher, dass wir hier auch weiter zusammenarbeiten und Lösungen finden. Mit einem guten Gefühl fahre ich zum nächsten Termin nach Sonneberg.

Frau Fleischmann, die Leiterin der Kreisdiakoniestelle Sonneberg empfängt mich und begrüßt unsere Busse gemeinsam mit Landrat Schmitz und vielen Freiwilligen.

Eine Präsentation führt mich durch einen „ganz normalen Tag“ in der Kreisdiakonie Sonneberg, durch die ich die ganz vielfältigen Aufgaben kennenlerne. Da ist die Lebensberatung, vor allem für Seniorinnen und Senioren, die nicht nur Hilfe in Notlagen erhalten können sondern vor allem Hilfestellung, um die Herausforderungen des Alters zu meistern. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat Sonneberg wurde ein Team von Ehrenamtlichen motiviert und ausgebildet, die etwa vorlesen, Kurse anbieten, Selbsthilfegruppen moderieren und eine wichtige Anlaufstelle der Seniorenarbeit im Kreis geworden ist. Und ja, auch hier braucht es Nachwuchs und so wirbt der Vorsitzende des Seniorenbeirates nachdrücklich darum, dass sich alle gemeinsam darum bemühen, auch Senioren für die ehrenamtliche Arbeit zu begeistern.

Daneben hat die Kreisdiakonie auch die klassischen Aufgaben der Sozialarbeit, wie etwa die Beratung in besonderen Lebenslagen, die Unterstützung von Alleinerziehenden, Familien- und Frauentreff… ein bunter Blumenstrauß.

Zwei Themen stechen heraus. Die Flüchtlingshilfe betreut über 700 Flüchtlinge im Kreis mit allen Herausforderungen von Sprache, über Arbeit bis zur Wohnungssuche. Die Unterstützung der Menschen, die nach Sonneberg gekommen sind, ist eine große Herausforderung. Es wurden Sprachkurse, ehrenamtlich, organisiert, es gibt Beratungsgespräche, die immer überlaufen sind und immer die Frage, wie wir Integration gut organisieren können. Das wichtigste für die Betreuenden ist, dass Sie ihre Arbeit kontinuierlich machen können, ohne die Sorge, dass die Förderung ausläuft und die Flüchtlinge ohne Hilfe dastehen. Ich rege an, die Wirtschaft einzubeziehen, die aus meiner Sicht einer der größten Motoren der Integrationsleistung in unserem Land ist neben den vielen Ehrenamtlichen.

Ja, ich sehe die Herausforderungen bei der Beschaffung von Wohnungen, der Sicherung der Betreuung in Schule und Kindergärten aber ich bin mir sicher, dass ein Engagement, wie hier in Sonneberg, eine hervorragende Basis für eine gelingende Integration der Menschen ist, die zu uns gekommen sind.

Und dann gibt es auch hier eine Tafel, die 450 Menschen versorgt. Es ist und bleibt für mich eine Schande, dass wir Verhältnisse zulassen, bei denen Menschen zur Tafel müssen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen aber die Verantwortung liegt nicht bei den Menschen, die sich um ihre Mitmenschen kümmern, die nicht wegsehen, sondern konkrete Hilfe organisieren. Denen können wir nicht genug danken. Das enthebt vor allem uns in der Politik nicht davon, uns darum zu kümmern, für gerechtere Verhältnisse in unserem Land zu sorgen!

Von Sonneberg geht es quer durch den Süden Thüringens nach Schmalkalden. Auf der Fahrt kann ich sehen, was auch hier in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde: neue Straßen, sanierte Häuser, viele kleine und mittelständische Unternehmen. Eine große Leistung für unser Land.

Der letzte Termin an diesem Tag führt mich in das Elisabeth-Klinikum nach Schmalkalden. Aber ich besuche heute nicht das Klinikum im engeren Sinne, sondern will den Grünen Damen meinen Dank aussprechen. Bei den Grünen Damen und Herren handelt es sich um einen ehrenamtlichen Dienst, der aus sozialem Engagement heraus handelt. Ziel ist es durch mitmenschliche Nähe, Zuwendung und Aufmerksamkeit für die Sorgen und Nöte der Patienten zur Genesung beizutragen. Sie stellen dabei keine Konkurrenz zu den professionellen Pflegeberufen, Ärzten und den übrigen Berufsgruppen dar. Ihre Tätigkeit ist eine ergänzende Hilfe und ein zusätzliches Angebot für Patienten und deren Angehörige. Zuhören und Hinhören, Zeit für Menschen haben, ihnen die Möglichkeit geben, all das auszusprechen, was sie belastet - das soll eine zentrale Aufgabe der Ehrenamtlichen sein. Außerdem können sie Begleiter bzw. Lotse im Haus und auf dem Gelände des Klinikums sein. Menschen, die sich allein schwer orientieren können oder den Weg zur Sprechstunde bzw. zur Station nicht allein finden, können sich von den Grünen Damen und Herren begleiten lassen. Das Vorlesen aus der Tageszeitung oder aus dem Lieblingsbuch kann ebenso eine Aufgabe sein, um den Alltag der Patienten aufzuheitern.

Es ist wunderbar, wie die Frauen Menschen, denen es nicht so gut geht umsorgen und betreuen. Ehrenamtliches Engagement ist vielfältig, das kann ich heute wieder sehen.

Auf meinem Rückweg nach Erfurt muss ich aber noch einen Abstecher machen. Ich fahre am Schloss Reinhardsbrunn vorbei. Seit 2013 bin ich an dem Thema dran und nun ist die Enteignung derer vollzogen, die das Schloss in den letzten Jahren einfach haben verkommen lassen. Mit der Enteignung ist ein erster Schritt vollzogen worden, um ein neues Kapitel in der Geschichte des Schlosses aufzuschlagen. Immerhin war dieses Schloss das Hauskloster der Thüringer Landgrafen und danach in ganz unterschiedlicher Nutzung. Zuletzt war es seit 1973 bis zur Wende ein Hotel. Ich werde mich auch weiter dafür einsetzen, dass sich dieses Schloss wieder zu einem lebendigen Ort entwickelt.

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