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21. Februar 201808:46

Närrischer Rückblick

Seit Kurzem – nämlich seit dem 14.02. - bin ich endlich wieder offiziell an der Macht. Vorher, in der närrischen Session, herrschten in der Thüringer Staatskanzlei die „5-Faltigkeiten“ ein Gespann aus närrischen Frauen, die am 11.11. um 11.11 Uhr die Macht an sich gerissen hatten. Diese frömmelnde Bezeichnung haben die Organisatorinnen des Staatskanzlei Faschings nicht zuletzt deshalb für sich gewählt, da die diesjährige Sitzung sich unter dem Motto „Außer Thesen nix gewesen“ an das 500. Reformationsjubiläum anlehnte.

Bis Altweiber regierten die Damen nahezu geräuschlos – innerlich atmete ich bereits auf. Doch am „Fettdonnerstag“, an „Weiberfastnacht“ bzw. am „schmutzige Dunschtig“, wie er in manchen Regionen Deutschlands heißt, wurde ich entführt: Gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesverbands der Thüringer Karnevalvereine, Michael Danz, ging es auf Tour nach Kitzingen, wo wir pünktlich um 11.11 Uhr eintrafen. Nach der obligatorischen Krawattenbeschneidung folgte eine Führung durch das deutsche Karnevalsmuseum, das zwar nicht in Thüringen liegt, aber durch Thüringer Närrinnen und Narren unterstützt und mit aufgebaut wurde.

Hier erhielt ich eine amüsante und zugleich wissenschaftlich fundierte Führung durch die reiche Geschichte des Karnevals als elementarem Bestandteil unseres kulturellen Erbes.

Die deutschen Karnevalshochburgen sind bekanntlich durchaus sehr unterschiedlich: Während man in der alemannischen Fasnet eher Heimatpflege betreibt und die Närrinnen und Narren auch schon einmal als lustige Rebläuse in Mannschaftsstärke auftreten, entstand der rheinische Karneval als Verballhornung des Militarismus. Allen  Spielarten ist jedoch der durchaus ernste Hintergrund der Narretei als eine Art „Ventilbrauch“ gemein. Seit jeher verkehren sich in der Fastnacht „oben“ und „unten“ – wie bereits die Hofnarren zu fürstlichen Zeiten, gilt für die Feiernden die sprichwörtliche „Narrenfreiheit“. Alles darf gesagt werden. Vor allem gegen die Obrigkeit. Vergebens bemühten sich die Nationalsozialisten darum, den Karneval für sich zu vereinnahmen, indem sie in Köln beispielsweise die traditionell männliche Jungfrau weiblich besetzen ließen. Immer und überall gab es Karnevalisten, die sich ihre Freiheiten nicht nehmen ließen – und dafür teils mit dem Leben bezahlten.


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16. November 201713:15

Ihr Lächeln wird bleiben - Zum Tode von Ulrike Drasdo

Am Dienstagabend verstarb Ulrike Drasdo. Zuletzt war ich ihr im vergangenen Oktober begegnet. Der Anlass war ein freudiger. Ulrike Drasdo erhielt den Thüringer Verdienstorden und wurde nicht nur für ihr künstlerisches Werk als Weberin geehrt, die ausdruckstarke Web-Kunstwerke schuf, die weit über Thüringen hinaus einen Namen haben.

Genauso wichtig bei der Entscheidung, sie zu ehren, war ihr ehrenamtliches, soziales Engagement. Ob sie mit einem Klangteppich-Projekt Kinder an die Kunst heranführte, sich für Kinder und Arme in Nepal engagierte und Geld sammelte oder mit Flüchtlingsfrauen arbeite. Ihre Arbeit und ihr Leben sah sie immer als ein Leben in, mit und für unsere Gesellschaft. Allein das machte ihr Leben und Wirken so besonders. Noch am letzten Wochenende gab sie einen Kurs für Flüchtlingsfrauen.

Ulrike Drasdo machte aus ihrer Erkrankung kein Geheimnis. Sie ging immer offen damit um, auch mit der Endlichkeit ihres Daseins. „Leben. Weben. Geben.“, so der Titel des Buches, das ihr Freundinnen und Freunde und Weggefährten widmeten und aus den Beiträgen entsteht das Bild einer großen Persönlichkeit, die sich selbst nicht so wichtig nahm und vielleicht deshalb so wichtig war.

Mich hat tief beeindruckt, dass sie trotz der Diagnose immer mit einem Lachen unterwegs war, eine Fröhlichkeit ausstrahlte, der Mut machte und Kraft ausdrückte. Kraft, Mut und Optimismus, die ihr Werk und ihr Leben prägten. Ein Beispiel für viele Menschen.

Ihre Lebensbejahung, ihre Hilfsbereitschaft und ihre freundliche, zugewandte Art berührten viele Menschen. Ulrike Drasdo war eine außergewöhnliche Frau, die nicht nur durch ihre Kunst, sondern auch durch ihre Menschlichkeit beeindruckte. Ihr Lächeln wird bleiben.

25. Oktober 201610:08

Das wandern ist...

Dass ich mein Tagebuch nutze, um immer wieder Werbung für das wunderschöne Thüringen zu mache, das ist ja nichts neues. Meist erzähle ich dann vom Thüringer Wald, vom Thüringer Meer, von Erfurt, Weimar oder Wartburg, vom Südharz oder dem Altenburger Land.

 

Ja, Thüringen hat seinen Bürgern und Gästen viel zu bieten. Die beste Möglichkeit, sich die Schönheit unseres Freistaates zu erschließen, ist das Wandern. Ich jedenfalls habe für mich schon lange die erholsame, beruhigende und erfrischende Wirkung des Wanderns entdeckt. Es müssen dann nicht immer die langen Kanten sein, mir reicht schon ein ausgiebiger Spaziergang.

 

Oft mache ich das mit meiner Frau und Atilla, wenn mir mein Kalender mal einen freien Tag gönnt aber gern auch in Gruppen, was immer auch gute Gelegenheit ist, miteinander ins Gespräch zu kommen.


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