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    22. Februar 201223:14

    Alles nicht so gemeint?

    Den ganzen Dienstag schlage ich mich mit dem Kandidaten rum. Was hat er nun gesagt und was nicht? Und vor allem: In welchem Kontext? Was soll man davon halten, dass er Dinge gesagt hat und wenn ich jetzt daran erinnere, sind die Zitate plötzlich falsch? Es ist schon seltsam, was mir da per Mail, Facbook oder Twitter begegnet. Aber auch dass der MDR einfach eine Umfrage zum Kandidaten abschaltet, beschäftig mich. Die Begründung des Senders mit der minutenschnellen und damit angeblich gehackten Stimmenvermehrung gegen Gauck passt jedenfalls nicht zu den Screenshots, die sich im Netz angesammelt haben. Bei „Thüringen Links“ haben wir einen guten Artikel zu der Problematik – lesen dringend empfohlen.

    So wie dem MDR die Mobilisierungswege im Netz nicht gefallen, mag die Netzwelt die Aussagen von Herrn Gauck nicht bejubeln. Die Kritik an Wikileaks und die Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung  zeigen, dass der Kandidat die digitale Welt nicht wirklich durchdringt. Joachim Gauck und die digitale Ist-Zeit-Kommunikation – zwei unbekannte Welten treffen sich :-D.

    Am Mittag ist dann Vorstandssitzung der Fraktion. Wir bereiten die Plenarsitzung Donnerstag und Freitag vor. Daneben fragen wir uns, wie soll man das Thema Wahlfrauen-Männer behandeln, wenn es noch keine Benachrichtigung von der Bundes- und der Landtagsverwaltung dazu gibt? Wie soll man bis Freitag Kandidaten demokratisch legitimieren, wenn am Dienstag noch nichts Offizielles vorliegt? Die Quadratur des Kreises müsste jetzt irgendwie gelingen. Also verständigen wir uns auf ein Verfahren der Auswahl, auch wenn es nicht vorstellbar ist, dass es bis Freitag eine Sondersitzung des Landesvorstandes gibt, auf der wir die Namen klären und dann eine weitere Sondersitzung der Fraktion, um diese Vertreter zu bestätigen – das alles im laufenden Plenarbetrieb.

    Also Mut zur Lücke denke ich und weiß, dass das alles nicht mehr normal ist, was Herr Wulff aus dem Amt gemacht und welche undemokratischen Folgen sein unwürdiger Abgang nun auch noch nach sich zieht.

    Der Dienstag ende mit dem Neujahrsempfang in Nordhausen. Als Hauptredner ist Dietmar Bartsch zu Gast und er erläutert diese Themen auch sehr intensiv und gut. Zentral ist aber seine Botschaft wählen zu gehen. Wir haben sehr gute Kandidatinnen und Kandidaten für den Landkreis und die Städte Nordhausen und Bleicherode. Also: Wählen gehen und einmischen!

    Kommentare

    Julia
    23. Februar 201200:49
    J. Gauck - Was Bild, SPD u. Co verschweigen

    Ich bin froh das wenigstens eine Partei sich dem Wahnsinn solch einen Menschen wie Gauck als deutscher Bundespräsident verschließt!

    Bei Äußerungen wie " »Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.«

    Nachwort zum »Schwarzbuch des Kommunismus«, 1998 "

    fragt man sich doch WEN WILL DER GAUCK MIT DIESER AUSSAGE HINTERS LICHT FÜHREN ODER IST ER SELBER SO UNWISSEND ? ,-)

    Geschichte so zu verfälschen ist auch schon sehr bezeichnend oder sind nun die Alliierten alle Kommunisten für ihn, wo doch diese Oder-Neiße-Grenze am 2. August 1945 im Zuge des Potsdamer Abkommens von den Alliierten als Abschluss einer endgültigen Friedensregelung festgelegt wurde?!

    Auch sehr erhellend und wie ich finde absolut erschreckend:

    „Unübersehbar gibt es eine Tendenz der Entweltlichung des Holocaust. Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist. Offensichtlich suchen bestimmte Milieus postreligiöser Gesellschaften nach der Dimension der Absolutheit, nach dem Element des Erschauerns vor dem Unsagbaren. Da dem Nichtreligiösen das Summum Bonum – Gott – fehlt, tritt an dessen Stelle das absolute Böse, das den Betrachter erschauern lässt. Das ist paradoxerweise ein psychischer Gewinn, der zudem noch einen weiteren Vorteil hat: Wer das Koordinatensystem religiöser Sinngebung verloren hat und unter einer gewissen Orientierungslosigkeit der Moderne litt, der gewann mit der Orientierung auf den Holocaust so etwas wie einen negativen Tiefpunkt, auf dem – so die unbewusste Hoffnung – so etwas wie ein Koordinatensystem errichtet werden konnte. Das aber wirkt »tröstlich« angesichts einer verstörend ungeordneten Moderne. Würde der Holocaust aber in einer unheiligen Sakralität auf eine quasi-religiöse Ebene entschwinden, wäre er vom Betrachter nur noch zu verdammen und zu verfluchen, nicht aber zu analysieren, zu erkennen und zu beschreiben.“

    www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Stiftungsvortrag_Gauck_fuer_Internet.pdf

    Vor allem im Zusammenhang mit dem Wissen um solch alte Zeitungsberichte wie von "DER Freitag :

    "Gauck ließ es sich jedoch nicht nehmen, dabei mitzuwirken, aus der Gedenkstätte für die Opfer der Wehrmachtsjustiz in Torgau eine Gedenkstätte auch für die NS-Täter zu machen. Er ehrte also damit auch Täter, die an Massenverbrechen kurz vor Kriegsende beteiligt waren, an sog. Kriegsendphasenmorden.

    www.freitag.de/community/blogs/magda/joachim-gaucks-totalitaere-aufklaerung

    Bin auch blank ensetzt wie die anderen Parteien einen Mann zum BP machen wollen der mit voller Absicht den Bundestag belogen hat!

    Auszug:

    "Als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde hat Joachim Gauck im Jahr 1997 eine falsche Auskunft über die Beschäftigung von ehemaligen Stasi-Angehörigen gegeben - und zwar gegenüber der Bundesregierung,..."

    www.tagesspiegel.de/politik/stasi-unterlagenbehoerde-als-joachim-gauck-eine-falsche-auskunft-gab/6228620.html

    DARF ÜBERHAUPT JEMAND JURISTISCH GESEHEN BUNDESPRÄSIDENT WERDEN DER DEN BT WISSENTLICH BELOGEN HAT?

    Die Frage treibt mich echt um, denn wenn ja wäre es ja ein Freibrief für alle in Zukunft vor dem Bundestag lügen zu dürfen und das kann ja wohl nicht angehen! Für mich jedenfalls.

    Man muss nun wahrlich kein "Linker" sein um solch Kandidaten als untragbar zu empfinden und seine Zweifel an den anderen Parteien die ihn uns als Heilbringer verkaufen wollen zu bekommen!

    Von anderes Aussagen ganz zu schweigen, die einem die Nackenhaare aufrichten!

    Zum Schluss noch meinen Gruß an Sie und eventuell findet ihr ja beim humanistenteam wertvolle Hinweise dazu wieso dieser Mann nach Faktenlage untragbar ist für unser Land und den sozialen Frieden. Von Gerechtigkeit mag ich bei jemandem der seinen Fahrer noch nicht mal den H4 Satz bezahlt und das in der Süddeutschen auch noch aus tönt gar nicht erst sprechen.

     

    Liebe Grüße

    Julia

     

     

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