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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Texte

    21. April 201215:47

    Flugblätter, Kulis, Feuerzeuge: Alles muss raus!

    Oskar Lafontaine und Michael Menzel

    Der Freitag stand ganz im Zeichen des „2. Linke Spektakel – Thüringen rockt“. Von Mittag bis 21.00Uhr gab es auf dem Erfurter Anger eine Mischung aus Auftritten von Spitzenpolitikern, bekannten und noch nicht bekannten Musikgruppen und der Präsentation von Vereinen, Verbänden, Arbeits- und Interessengemeinschaften, Zeitungen und anderer Medien.

    In meinem Redebeitrag zum Programm ging es u.a.um das große Problem der Abwanderung von jungen Menschen aus Thüringen (Kurzer Ausschnitt aus meiner Rede.) und um die erpresserischen Methoden, mit denen Immobilieninvestoren der Stadt Erfurt Bauflächen und -genehmigungen abringen. Hier muss in Zukunft dafür Sorge getragen werden, dass klare, einklagbare Verträge geschlossen werden. Etwas, worauf wir uns bei unserem OB-Kandidaten Michael Menzel sicher sein können.


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    Lattenzaunkampagne

    Lattenzaunkampagne – sagt Friedrich Schorlemmer heute im Radio, als es einen Beitrag zur neuen Dachmarkenkampagne der Luther-Dekade gibt. Zumindest Schorlemmer meint, man müsse nun nicht nur Events aus Luther machen, sondern sich dem Kern der Reformation nähern. Was sagen uns Luther und die Reformation heute, statt wie vermarkte ich eine Kampange, vor allem, wenn sie sich wie Dachlatte oder Lattenzaun anhört. Ah, Dachlatte und Holger Börner in Hessen, da war auch mal was. Joschka Fischers Aufstieg hing mit dieser Dachlatte zusammen. Später dann waren es Schröder und Fischer, die Hartz IV, Leiharbeit und steuerfreie Veräußerung von "stillen Reserven" aus den Aktienbilanzen ermöglicht haben. Tja, die Dachlatte heute in der Hand von Hartz IV-Betroffenen, was würde Holger Börner da sagen? Ich sage "keine Gewalt", obwohl die sozialen Verhältnisse gewaltig sind, jedenfalls gewaltig ungerecht. Es ist Reformationstag und ich bin in Berlin, wo nun genau dieser Tag kein Feiertag ist. Ich genieße die Ruhe und lese beim Frühstück mal ausführlich Zeitung. Das Radio läuft und Erstaunliches tut sich.


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    Für ein Europa der Solidarität statt der Märkte

    Am 21. Juni hielt Friedhelm Hengsbach, einer der bekanntesten Sozialethiker der Bundesrepublik, einen Vortrag beim Sommerfest der politischen Stiftungen in Brüssel. Dieses Fest durfte in diesem Jahr von der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisiert werden und nun ist sein Vortrag in der redigierten Fassung als neues Standpunkte-Papier der RLS veröffentlicht worden. Ich möchte den Text sehr zum Lesen empfehlen, weil Hengsbach darin deutlich macht, welche Risiken aber auch welche Chancen sich aus dem Versagen der Märkte ergeben. Europa muss endlich wieder als politisches, soziales und kulturelles Projekt angegangen werden und nicht nur als wirtschaftliches. Die Stärke der EU muss darin bestehen, den Menschen Chancen zu eröffnen, die sich auf nationalstaatlicher Ebene nicht erreichen lassen – direktdemokratische Elemente, ein europäischer Mindestlohn, ein Hochschulausbildung, die auch Zeit lässt für Austauschprogramme. Es gibt viele Ansätze für ein Europa der Solidarität, wir müssen es nur angehen.


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    11. Juli 201113:57

    Toller Thüringen-Tag

    Kaum bin ich auf dem Thüringen-Tag in Gotha angekommen, steht auch schon der Bratwurstkönig vor mir. Das ist eine nette Begegnung und um für die nächste Kampagne der Jungen Union gerüstet zu sein, lasse ich mich auch gleich mit ihm fotografieren. Die Anreise nach Gotha habe ich übrigens mit der Bahn und in diesem Fall sehr entspannt unternommen. Bei aller Kritik will ich die Bahn auch mal loben. Sie war pünktlich und bequem. Außerdem trifft man immer interessante Menschen, die spannende Geschichten zu erzählen haben.

    In Gotha habe ich auch ein Stück des Rundgangs mit der Ministerpräsidentin absolviert und war auch im Rathaus dabei, als die Ausrichterstadt für den nächsten Thüringen-Tag 2013 verkündet wurde. Da ich neben dem Bürgermeister von Sondershausen saß, konnte ich mich gleich kräftig mitfreuen, dass seine Stadt die nächste Gastgeberin sein wird.


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    26. Juni 201115:21

    TAGEBUCH-Leser wissen mehr.

    Am Montag wird in einem großen Nachrichtenmagazin ein Interview mit mir erscheinen, über das es ausnahmsweise schon im Vorfeld Debatten gab. Dieses Gespräch hat seine eigene Geschichte, denn ursprünglich war ich um ein Essay gebeten wurden, das aber wegen Überlänge nicht verwendbar war. Also kamen die beiden Journalisten zu mir ins Büro und wir hatten eine – sagen wir mal angeregte – Unterhaltung. Das ist an sich nicht schlimm. Doof war nur, dass in der zu veröffentlichenden Version des Interviews der Eindruck erweckt wurde, als sei nur von meiner Seite mit großem Engagement diskutiert worden. Aber was soll’s, ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Schade, dass Herr Fleischhauer seine Zitate nicht komplett freigegeben hat – aber darüber, dass er sich „Unter Linken“ nicht wohlfühlt, hat er ja schon ein ganzes Buch geschrieben. Da muss es im gedruckten Interview nicht auftauchen. Ich will nur den Tagebuchlesern gern das Original-Essay zu Verfügung stellen, weil da drin steht, was ich loswerden wollte und was eigentlich auch Inhalt des Gesprächs sein sollte.


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