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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Privat

    10. Mai 201217:30

    Von der Fraktionssitzung mal schnell nach Mönchengladbach

    Auf den Tag der Befreiung folgte am Mittwoch ein weiterer wichtiger Gedenktag. Gestern vor siebzig Jahren startete ein Zug mit 101 jüdischen Bürgern Erfurts in Richtung Buchenwald. Sie wurden ins Konzentrationslager deportiert und kaltblütig in den Tod geschickt. Die Gedenkveranstaltung am Erfurter Hauptbahnhof wurde Ge(h)denken betitelt und das trifft den Kern der Sache sehr gut. Es geht nicht nur um die Erinnerung, sondern daraus muss Engagement in der Gegenwart folgen. Offenheit statt Ängstlichkeit heißt das Prinzip, für einen Dialog der Kulturen, der Religionen und eben vor allem der Menschen.

    Von der Gedenkveranstaltung ging's in den Landtag zur Fraktionssitzung. Die ist natürlich grundsätzlich immer schön, aber dieses Mal war sie ganz besonders schön, denn wir durften eine frisch gebackene Oberbürgermeisterin und zwei frisch gebackene Landrätinnen im Sitzungssaal begrüßen. Bei der Gelegenheit konnte ich gleich noch mal offiziell und mit Blumenstrauß gratulieren.


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    29. April 201213:33

    Und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.

    Zum Sonntag gibt es statt eines regulären Tagebucheintrages mal wieder ein Gedicht. Es stammt vom libanesisch-amerikanischen Dichter Gibran. Allen Tagebuchlesern einen schönen Sonntag! Den Text des Gedichtes dürfen auch Parteimitglieder verschiedenster Parteien mitlesen – oder Mitglieder meiner Fraktion :-) –  und über anstehende Stichwahlen grübeln.

    Von der Ehe


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    27. April 201210:43

    Viele schreckliche Erinnerungen

    Der 26. April ist wirklich denkwürdig, denn es ist der Jahrestag von gleich drei Katastrophen, die mich alle auf eigene Art berühren. Im Jahr 1937 hat an diesem Tag die deutsche Legion Condor in den spanischen Bürgerkrieg eingegriffen und die baskische Stadt Guernica zerstört. Es war ein so furchtbarer Angriff, der gar nichts mit dem Ausgang des Krieges zu tun hatte, sondern die deutsche Tötungsmaschinerie wurde getestet. Und als ob das nicht schlimm genug war, wurden die Opfer mit ihrem Leid allein gelassen, während die Piloten der Legion Condor in der Bundesrepublik noch ihre Einsatzzeit in Spanien für die Rente angerechnet bekamen.

    1986 dann die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die auch so unendlich viel Leid gebracht hat. Ich kann mich noch gut an die Tage vor dem 1. Mai erinnern, wie ich meine Söhne fast panisch ins Haus geholt habe, weil es anfing zu regnen. Inzwischen haben wir auch noch den traurigen Beweis erhalten, dass sich ein solches Unglück jederzeit wiederholen kann, solange es Kernkraftwerke gibt.


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    2. März 201214:07

    Netzwerkentwicklung

    Donnerstag war ich in Rudolstadt bei einem Treffen mit regionalen Unternehmern. Organisiert wurde die Zusammenkunft wieder einmal von Herrn Frost, dessen Engagement für seine Region ich nur immer wieder loben kann. Tagebuchleser wissen, dass wir uns regelmäßig austauschen – beispielsweise im Herbst 2008 und im Sommer 2010 – und ich empfinde das jedes Mal als Gewinn. Gestern ging es um die bessere Koordination von mittelständischer Wirtschaft und Tourismusbranche in der Region. Da gibt es noch jede Menge Entwicklungspotential, zum Beispiel im Bereich des Thüringer Meers.

    Den Ansatz, dass Akteure aus verschiedenen Bereichen sich zusammenhocken, um dann gemeinsam Ideen zu entwickeln finde ich sehr richtig. Es gibt meistens mehr Zusammenhänge, als man auf den ersten Blick sieht. Netzwerk ist das entscheidende Stichwort. Wer nichts voneinander weiß, kann auch nicht miteinander arbeiten.


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    Die Rückkehr des blauen Schafs

    Bevor hier Spekulationen beginnen, die Überschrift können eine Metapher für irgendetwas sein – nein. Es geht wirklich um die Rückkehr des blauen Schafs. In Kiel erwartete es mich letzten Donnerstag, denn Judith Demba, die Geschäftsführerin unserer Fraktion in NRW hatte es mir als Geburtstagsgeschenk mitgebracht (noch mal danke!). Weil ich es mit dem Zug nicht abtransportieren konnte, hatten wir vereinbart, dass das Schaf zunächst mit nach Berlin zur RLS reist und ich es dann mitnehme, wenn ich wieder mit dem Auto dort bin.

    Gestern war es nun soweit. Wegen der Diskussionsveranstaltung über den Verfassungsschutz war ich in der Hauptstadt und anschließend war das Schaf noch vor Mitternacht zurück in Thüringen. Zurück deshalb, weil es schon einmal hier war – während der BUGA 2007 in Gera. Damals habe ich schon mal Probe gesessen und jetzt, wo ich den ernsten Hintergrund des Schafs kenne, mag ich es noch viel mehr. Es entstammt nämlich einem Kunstprojekt gegen Rassismus. Bei dem Kunstprojekt geht es um das Verhältnis von Unterschiedlichkeit und Gleichheit und die Frage, wie wir alle gut miteinander auskommen können. Das ist mal ein ganz anderer Zugang zu dem Thema und ich finde ihn gut.


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