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Zur Zeit wird gefiltert nach: Kultur

9. Februar 201413:38

Nächste Etappe geschafft

Am Freitagnachmittag hat der Landesvorstand über das Landtagswahlprogramm beraten und einen Vorschlag für den Landesparteitag am 22. März vorgelegt. Der allererste Entwurf ist ja jetzt auf insgesamt sechs Basiskonferenzen diskutiert wurden und alle Hinweise, die dort kamen, sind in die Überarbeitung eingeflossen. Was jetzt noch nicht perfekt ist, kann als Änderungsantrag auf dem Parteitag geklärt werden. Generell bin ich aber sehr zufrieden mit dem Arbeitsstand. Danke an alle, die mitgeholfen haben, dass wir diese Etappe so gut geschafft haben!

Ein anderes Projekt, bei dem ich den Aktiven Danke sagen möchte, entsteht gerade auf dem Erfurter Petersberg. Es ist derzeit eine Genossenschaft in Gründung, die aus der Defensionskaserne ein Kulturquartier machen will. Es soll ein öffentlicher Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden. Ich habe seit 1999 diese Idee unterstützt, 2004 mit Conny Nitzpon auf dem Petersberg eine Konferenz dazu gemacht. Dann gab es 2009 einen Rundgang mit der LEG auf dem Gelände und nun rückt es tatsächlich in greifbare Nähe. Ein Traum der wahr wird!


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4. Dezember 201320:11

Unfassbar schöne Musik

Neben den typischen diensttäglichen Sitzungen hatte der gestrige Tag auch ein richtiges Highlight: Die Antrittsvorlesung von Jascha Nemtsov, dem neuen bzw. ersten Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der jüdischen Musik an der Musik-Hochschule Weimar. Das war natürlich keine reine Vorlesung, sondern es gab sehr viel Musik – ganz besondere Musik.

Die Werke, die Prof. Nemtsov auf dem Klavier präsentierte, haben jüdische Komponisten in Gefangenschaft geschrieben, während sie den Tod vor Augen hatten. Gideon Klein schrieb die Musik in Theresienstadt bis er in der Gaskammer ermordet wurde und Vsevolod Zaderatsky komponierte im Gulag Soswa ein dreistündiges Stück, aus dem gestern in einer Uraufführung Auszüge präsentiert wurden. Man muss sich das vorstellen, wie diese Männer ohne Instrumente, ohne richtiges Papier geschweige denn Notenblätter gearbeitet haben. Unfassbar.


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21. November 201316:57

Chefsache Reinhardsbrunn?

Nach der Plenarsitzung war ich gestern Abend noch bei einem Treffen des Fördervereins von Schloss Reinhardsbrunn in Friedrichroda. Da war es nicht nur sehr voll – das Thema bewegt die Menschen vor Ort sichtlich – sondern es wurde auch richtig spannend. Aus dem Kreis der Anwesenden heraus outete sich plötzlich eine Frau, die meinte den Eigentümer der Schlossanlage zu vertreten. Wer da aber gedacht hatte, dass jetzt endlich mal einige Fragen zur Situation und vor allem zur Zukunft des Baudenkmals beantwortet werden würden, hatte sich zu früh gefreut.

Auf alle Fragen, die der vorgeblichen Vertreterin des Eigentümers gestellt wurden, antworte sie nur ausweichend. Schließlich meinte die Dame, sie habe es satt, dass ihr immer nur Vorwürfe gemacht würden. Ich meldete mich daraufhin zu Wort und erklärte ihr, dass die Leute es satt haben zuzusehen, wie ein bedeutendes Kulturgut immer weiter verfällt. Außerdem gibt es derzeit ganz akut Probleme mit einem kaputten Tor der Anlage. Es muss für 1500 Euro repariert werden, weil sonst nicht mehr gewährleistet ist, dass Kinder die marode Schlossanlage nicht als Spielplatz benutzen. Aber selbst zu diesem massiven Problem gab es keine Aussage der Vertreterin des Eigentümers.


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21. Oktober 201320:04

Unser schönes Schloss

Am Wochenende haben wir den Frühling mitten im Herbst genossen. Wenn nicht die Blätter von den Bäumen fallen würden, könnte man sich einbilden, dass bald die Knospen sprießen. Allerdings habe ich dem Wetter nicht so ganz getraut und war deshalb gestern ein bisschen ratlos, was ich zum Spaziergang anziehen soll. Mit der Jacke war’s dann jedenfalls schön warm.

Zuhause habe ich mich gestern mit unserem Schloss beschäftigt. Nein, es gibt kein Schloss der Familie Ramelow, sondern „unser“ meint in dem Fall die Thüringerinnen und Thüringer. Mit Schloss Reinhardsbrunn haben wir ein einzigartiges Baudenkmal, das leider vor einigen Jahren von der öffentlichen Hand an Immobilienspekulanten verkauft wurde. Da die Schlossanlage in einem Firmengeflecht dann hin- und herverkauft wurde, scheinen die eigentlichen Eigentümer nun nicht mehr feststellbar zu sein. Frau Lieberknecht hatte Reinhardsbrunn einmal zur Chefsache erklärt, aber passiert ist nichts. Unser schönes Schloss gammelt vor sich hin.


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Alles fest im Blick

Ich bin dann mal wieder da. Die vierzehn Tage Ruhe am Thüringer Meer waren sehr schön, auch wenn ich hier im Freistaat nie so ganz inkognito Urlaub machen kann. Aber es gibt in der Gegend zwischen Hohenwarte und Bleiloch kilometerlange Wanderwege, auf denen man ganz für sich allein unterwegs ist. Da wir nicht zum ersten Mal hier sind, kennen wir inzwischen die vielen schönen Stellen – und auch die Stelle, wo die Tourismusentwicklung noch vorwärts getrieben werden muss.

Dieses Mal haben wir eine Woche im Paddelboot Urlaub gemacht. Attila hat dafür extra eine Hunde-Schwimmweste bekommen. Jedes Mal, wenn wir uns dem Ufer genähert haben, war er ganz aufgeregt. Er ist dann immer schon ein paar Meter vor dem Festland aus dem Boot gehüpft, um die letzten Meter zu schwimmen. Eines unserer beliebtesten Wanderziele war das Mooshäuschen, in dem sich zu unserer Überraschung inzwischen Siebenschläfer eingenistet haben. Die sind so zutraulich, dass sie einem sogar aus der Hand fressen. Ansonsten hatten sie uns immer fest im Blick, während wir die schöne Aussicht ins Tal genossen.



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