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Zur Zeit wird gefiltert nach: Kultur

11. Juli 201413:29

Gelungenes und weniger Gelungenes

Die Buchvorstellung mit Wolfgang Held in Weimar war eine gelungene Sache und es war mir eine große Ehre, die Laudatio für ihn halten zu dürfen. Als Autor von Erzählungen und Drehbüchern – „Einer trage des anderen Last“ ist zum erfolgreichsten geworden – könnte Wolfgang Held sicher noch mehr Spannendes berichten als auf den 200 Buchseiten zusammengetragen ist. In diesem Buch geht es aber nicht nur um Persönliches, sondern um Kultur- und Zeitgeschichte – es ist wirklich empfehlenswert.

In der Thüringer Staatskanzlei ist ja inzwischen der verantwortliche Minister abhanden gekommen, aber die seltsamen Beschäftigungsverhältnisse sind geblieben. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, wird derzeit ein eigentlich schon pensionierter Beamter dafür eingesetzt, um die Tätigkeit von anderen Beamten in Besoldungsgruppen einzusortieren. Der Mann bekommt dafür 2500 Euro im Monat, was ziemlich genau dem durchschnittlichen Brutto-Verdienst eines Thüringers entspricht. Der kleine Unterschied zum Durchschnittsthüringer ist, dass der pensionierte Beamte für die 2500 Euro nur acht Tage im Monat an der Arbeit sein muss.


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10. Juli 201416:58

Musik für die Seele

Eröffnungskonzert der "Thüringer Tage der Synagogenmusik" an der Musikhochschule Weimar/ Foto: Maik Schuck

Der gestrige Abend erfüllte alle Erwartungen. Unsere Betriebsrätekonferenz in Erfurt war inhaltlich stark und hat die richtigen Leute erreicht. Und vom anschließenden Kantoren-Konzert an der Musikhochschule Weimar kann ich eigentlich nur schwärmen. Das Konzert zur Eröffnung der „Thüringer Tage der Synagogenmusik“ war in allen Facetten ein wunderbares Erlebnis und wer bis Sonntag Gelegenheit hat, sollte unbedingt eine der Veranstaltungen in Weimar, Berkach oder Erfurt besuchen. Gestern Abend waren auch viele internationale Gäste dabei, von denen mich hinterher einige ansprachen und mich über die Entwicklung des jüdischen Lebens in Thüringen ausfragten. Da konnte ich freudig berichten, dass sich da einiges tut.

Das Interview, das die TLZ am Montag mit mir geführt hat, ist heute erschienen. Nachdem ich gestern angekündigt habe, dass es sich eher wie ein Streitgespräch liest, kann sich heute jede und jeder selber ein Bild davon machen. Ich finde es jedenfalls nicht schlimm, wenn Journalisten kritisch nachfragen, aber im Zweifelsfall frag ich dann eben auch mal zurück, wie eine Aussage gemeint ist.


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14. Juni 201417:22

Widersprüche, Überraschungen und Hoffnung

Eine aufregende Woche in Israel geht zu Ende, die Gay Pride Parade gestern war ein sagenhafter Abschluss. Hundertzwanzigtausend Menschen tanzten durch Tel Aviv und die ganze Stadt war mit Regenbogenfarben geschmückt – die Häuser, die Läden und selbst unser Hotel. Hier feiert eine weltoffene Stadt ein Toleranzfest. Mich bewegt allerdings die Frage, wie das in Einklang zu bringen ist mit den Bildern von den ersten Tagen in Jerusalem. Wie passt das zusammen mit den Berichten über die vielseitigen Bedrohungen für Homosexuelle? Ein Land voller Widersprüche. Aber Tel Aviv macht Freude und Hoffnung!

Gestern Abend erlebte ich noch eine schöne Überraschung beim Schabbat-Gottesdienst in der Reform Synagoge Tel Aviv. Geleitet wurde der Gottesdienst von einem Rabbi, der vor einigen Jahren der Parteivorsitzende der Meretz Partei war, einer linken Partei aus dem liberalen Judentum. Neben mir saß ein sehr alter Herr, der mich wirklich verblüffte: er wünschte mir auf einmal auf Deutsch Schabbat Schalom.


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Die Wege des Geldes sind unergründlich

Beim Katholikentag in Regensburg

Gestern war ich auf Einladung der bayrischen LAG Christinnen und Christen in der LINKEN zu Gast in Regensburg und damit quasi Teil des „Rahmenprogramms“ des Katholikentages. Die Regensburger LINKE hat ein Büro mitten in der Innenstadt – die „Oase“ – in dem wir eine gut besuchte kleine Veranstaltung zum Thema Christ sein und links sein hatten. Durch die zentrale Lage und die auffällige Deko wurden auch viele Gäste des Katholikentages auf uns aufmerksam. Ich finde gut, dass die Genossinnen und Genossen vor Ort mit vielen Dialogangeboten präsent sind. So soll das sein. Und für mich persönlich war der Besuch in Regensburg Teil der Vielfalt dieser Tage: Zwischen „meinem“ protestantischen Feiertag am Donnerstag und der heute anstehenden Jugendweiherede in Erfurt.

Das andere Thema, das gestern für mich eine große Rolle gespielt hat, ist die Zukunft von Schloss Reinhardsbrunn. Die Landesregierung hatte dazu ein Gutachten anfertigen lassen, in dem bestätigt wurde, dass die Enteignung veranlasst werden kann, weil sich die Besitzer seit Jahren nicht kümmern. Und wie sich jetzt zeigte, kann ich die amtierende Regierung sogar bei dem Plan unterstützen, denn wir mir die Staatsanwaltschaft mitteilte, ist die Besitzerfirma seit Ende 2011 insolvent. Mit diesem Wissen sollte doch die Enteignung erst recht funktionieren.


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Fast das Brötchen verschluckt

Beim Straßenwahlkampf in Weinheim.

Seit gestern Nachmittag bin ich wieder auf Wahlkampftour unterwegs, diesmal allerdings nicht in Thüringen sondern im Drei-Länder-Eck Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Genossinnen und Genossen von hier haben mich zu Veranstaltungen und zum Straßenwahlkampf eingeladen, und ich freue mich über viele spannende Begegnungen. Heute am Infostand kam ein Künstler vorbei, der in seinen Gemälden und Plastiken immer wieder die Frage der sozialen Gerechtigkeit thematisiert. Sein Name ist Udo Marker und auf seiner Internetseite (läuft unter dem Künstlernamen Saase) kann man sich über die Kunst informieren. Außerdem traf ich einen Schriftsteller, der mir gleich ein Gedicht geschenkt hat.

Zwischendurch mache ich mal kurz Pause, esse ein Brötchen und schaue auf dem Handy in den Landtagspressespiegel. Als ich ein Interview mit Frau Lieberknecht lese, hätte ich fast das Brötchen verschluckt. Da steht: „Was ist DIE LINKE für eine Partei, wenn sie versucht, mit 20 Jahre alten Kali-Verträgen Stimmung zu machen. Mit den Themen von gestern löst man nicht die Probleme von morgen.“ – Frau Lieberknecht, der Kali-Vertrag kann uns als Land in den kommenden Jahrzehnten mehrere hundert Millionen Euro kosten. Sie wissen das. Wenn wir uns jetzt nicht mit dem Vertrag beschäftigen, dann sind wir verantwortlich für die Probleme von morgen!


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