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21. Oktober 201320:04

Unser schönes Schloss

Am Wochenende haben wir den Frühling mitten im Herbst genossen. Wenn nicht die Blätter von den Bäumen fallen würden, könnte man sich einbilden, dass bald die Knospen sprießen. Allerdings habe ich dem Wetter nicht so ganz getraut und war deshalb gestern ein bisschen ratlos, was ich zum Spaziergang anziehen soll. Mit der Jacke war’s dann jedenfalls schön warm.

Zuhause habe ich mich gestern mit unserem Schloss beschäftigt. Nein, es gibt kein Schloss der Familie Ramelow, sondern „unser“ meint in dem Fall die Thüringerinnen und Thüringer. Mit Schloss Reinhardsbrunn haben wir ein einzigartiges Baudenkmal, das leider vor einigen Jahren von der öffentlichen Hand an Immobilienspekulanten verkauft wurde. Da die Schlossanlage in einem Firmengeflecht dann hin- und herverkauft wurde, scheinen die eigentlichen Eigentümer nun nicht mehr feststellbar zu sein. Frau Lieberknecht hatte Reinhardsbrunn einmal zur Chefsache erklärt, aber passiert ist nichts. Unser schönes Schloss gammelt vor sich hin.


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Alles fest im Blick

Ich bin dann mal wieder da. Die vierzehn Tage Ruhe am Thüringer Meer waren sehr schön, auch wenn ich hier im Freistaat nie so ganz inkognito Urlaub machen kann. Aber es gibt in der Gegend zwischen Hohenwarte und Bleiloch kilometerlange Wanderwege, auf denen man ganz für sich allein unterwegs ist. Da wir nicht zum ersten Mal hier sind, kennen wir inzwischen die vielen schönen Stellen – und auch die Stelle, wo die Tourismusentwicklung noch vorwärts getrieben werden muss.

Dieses Mal haben wir eine Woche im Paddelboot Urlaub gemacht. Attila hat dafür extra eine Hunde-Schwimmweste bekommen. Jedes Mal, wenn wir uns dem Ufer genähert haben, war er ganz aufgeregt. Er ist dann immer schon ein paar Meter vor dem Festland aus dem Boot gehüpft, um die letzten Meter zu schwimmen. Eines unserer beliebtesten Wanderziele war das Mooshäuschen, in dem sich zu unserer Überraschung inzwischen Siebenschläfer eingenistet haben. Die sind so zutraulich, dass sie einem sogar aus der Hand fressen. Ansonsten hatten sie uns immer fest im Blick, während wir die schöne Aussicht ins Tal genossen.



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31. Mai 201309:15

Beeindruckende Kulturgeschichte und eine eingebrockte Suppe

Die Abendgestaltung während unserer Chinareise ist eigentlich immer gleich: Wir fliegen. Diesmal weiter von Dalian nach Xi’an, Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Shaanxi ist Partnerregion Thüringens und so holen uns offizielle Vertreter der Provinzregierung vom Flughafen ab. Leider sind wir wieder etwas verspätet, so dass ein kulturpolitischer Termin gestrichen werden muss: Die Besichtigung der Großen Wildganspagode. Die Pagode ist ein Tempel aus dem 7. Jahrhundert und Geburtsort des chinesischen Buddhismus. Das Gebäude prägt das Stadtbild und man spürt die Achtung vor diesem kulturellen Erbe. Von der Pagode bis zu den Bergen steht kein Hochhaus im Weg. Kein Haus darf in diesem Stadtzentrum die Sicht von der Pagode über die Stadt verbauen.

Wir sind jetzt in der Mitte des Reichs der Mitte angekommen. Xi'an war über ein Jahrtausend lang die Hauptstadt Chinas. Von hieraus begann die Seidenstraße und schon zur Kaiserzeit war es eine Millionenstadt, wahrscheinlich zu seiner Zeit sogar die größte Stadt der Welt. Neben Kunst und Kultur kommen viele Köstlichkeiten der Küche von hier, neben den leckeren Dumplings zum Beispiel auch die Nudeln. Wahrscheinlich hat Marco Polo sie von hier aus mit nach Italien genommen und so den Siegeszug der Spaghetti ausgelöst.



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Zwischen Begeisterung und Abscheu

Fürs Tagebuch vom Wochenende fange ich am besten ganz hinten an, denn das war auch gleich das schönste Erlebnis der letzten beiden Tage. Gestern Abend waren wir wieder bei einer Premiere im Erfurter Theater: Simon Boccanegra, eine halbszenische Oper. Das Format lässt sich kurz als Verdi 2.0 beschreiben. Das Orchester sitzt um die Handlung herum und füllt den Raum mit Musik. Die verschiedenen Akte werden szenisch verbunden, den Text kann man dabei oben mitlesen.

Es geht um Politik – also Bestechung, Manipulation, Intrige, Putsch, Vergiftung, Mord und Totschlag – das ganze Programm. Die Handlung beginnt vor zweihundert Jahren und endet mit einer „Live-Schaltung“ ins Parlament. Hinterher gab es tosenden Applaus für alle, aber ganz besonders für den Hauptdarsteller, den Bariton Kartal Karagedik. Er stammt aus der Türkei, wurde 1984 in Izmir geboren.



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Gute Debatten über „Parteien und Ausländer“

„Parteien und Ausländer“ hieß ein Symposium des Instituts für deutsches und internationales Parteienrecht und Parteienforschung in Düsseldorf, bei dem ich am Samstag zu Gast war. Leider war mein Terminkalender so voll, dass ich den ersten Veranstaltungstag, den Freitag, verpasst habe. Dadurch konnte ich vor der Podiumsdiskussion, bei der ich selbst Mitdiskutant war, nur ein Panel verfolgen, in dem es um parteinahe Einwandererorganisationen ging. Das war aber umso spannender und es war interessant zu hören, welche Namen da für DIE LINKE als maßgeblich genannt wurden.

In der Podiumsdiskussion ging es dann um die Frage nach einer Reform der Partizipationsmöglichkeiten für ausländische Mitbürger. Mit mir diskutierten die Landesvorsitzende der Grünen in NRW, Monika Düker; der innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW, Michael Hartmann und Dr. Joachim Stamp sowie Günter Beckstein und Armin Laschet. Ein spannende Runde, aber 90 Minuten für sind für sechs Leute auf dem Podium eine relativ knappe Zeit.



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