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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Kirche und Religion

    Viele Fragen zwischen Mühlhausen und NRW

    Foto: Katinka Mitteldorf

    „Es wird viel von Schuld gesprochen werden in der nächsten Zeit“, sagte er, „und manch einer wird sich verleiten lassen, die Schuld bei anderen zu suchen. Aber wie viele werden vortreten und erklären: es hat auch an mir gelegen, Genossen – und dann die Konsequenzen ziehen? ... Das Schlimmste wäre, für das eigne Versagen den Feind verantwortlich machen zu wollen. Wie mächtig wird dadurch der Feind! ... Doch ist die Schuld nicht nur von heut und gestern. Auch für die Arbeiterbewegung gilt, dass nur der sich der Zukunft zuwenden kann, der die Vergangenheit bewältigt hat ...“
    aus: Stefan Heym, 5 Tage im Juni

    Wieder liegt ein Wochenende mit viel Licht und Schatten hinter uns. In Mühlhausen hatten wir die von Luc Jochimsen und Birgit Klaubert (Danke an die beiden & das ganze Team!) verantwortete Konferenz „Kultur neu denken“ mit insgesamt ca. 500 Teilnehmern und sehr guten und inhaltsstarken Debatten. Und in NRW haben wir den Wiedereinzug in den Landtag deutlich verpasst.


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    Thüringen reloaded

    So fern und doch so nah – das schöne Saarland. Man kommt sich vor wie in Thüringen: Das Wahlergebnis bringt eine linke Mehrheit, nur die SPD vermag sie nicht zu sehen. Maas macht den Matschie und geht lieber mit der Union zusammen, weil sich gerechte Bildungspolitik, die Einführung eines Mindestlohns, ein Tariftreuegesetz und eine Vermögenssteuerinitiative ja so gut mit denen machen lassen. Die SPD sollte sich das Ergebnis noch mal genau anschauen: Die meisten Bürger hatten gar keine Lust bei dem Casting abzustimmen, welcher Ministerpräsident die falsche Politik am besten verkauft. Und diejenigen, die wählen waren, haben mehrheitlich gezeigt, dass sie für alternative Politikangebote stimmen.

    Ich hab meinen Sonntag – zumindest den Vormittag – in Eisenach bei einer Veranstaltung der Martin-Niemöller-Stiftung über die Auseinandersetzung der evangelischen Kirche mit alten und neuen Nazis verbracht. Im Gottesdienst vor der Podiumsdiskussion sprach Altpröpstin Elfriede Begrich auch über eine Anti-Kriegs-Kampagne von Israelis und Palästinensern, aus der auch das oben stehende Bild stammt.


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    Keine Dumpinglöhne für Beschäftigte bei kirchlichen Trägern!

    Nach der Bundespräsidentenwahl bin ich gleich in Berlin geblieben, denn am Montag hatte ich dort noch Termine zu erledigen. Erst ging es in die RLS zu einem Treffen über die Frage, wo die Stiftung langfristig untergebracht werden soll. Da gibt es verschiedene Optionen und ich wurde beauftragt mich darum zu kümmern, die Sache etwas konkreter zu machen. Also mach ich das. Außerdem habe ich noch Gespräche zur Vorbereitung der Kairo-Reise im April geführt. Bei der Reise wird es darum gehen, vor Ort zu klären, ob momentan die Eröffnung eines Stiftungsbüros in Ägypten machbar ist, oder ob das Vorhaben weiter auf Eis liegen muss.

    Von der RLS bin ich mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof und hab mich mit Frank, unserem Fraktionsmitarbeiter, der für Religionspolitik zuständig ist, getroffen und dann sind wir zum Treffen der linken Religionspolitiker im Bundestagsgebäude UdL 50 geschlendert. Quer durchs Regierungsviertel, vorbei am Reichstagsgebäude, kam ich mir ein bisschen vor wie in alten Bundestagszeiten, als ich diesen Weg zwischen Bahnhof und Parlament ziemlich oft gelaufen bin.


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    Bundesversammlung – Klappe, die nächste.

    Bevor es am Sonntag in die dritte Bundesversammlung innerhalb von drei Jahren geht (siehe Tagebuch vom 23. Mai 2009 bzw. vom 30. Juni 2010) standen Donnerstag und Freitag noch zahlreiche Termine in Erfurt im Kalender.

    Donnerstagnachmittag hatten wir als Fraktionsvorstand ein schönes Gespräch über Gott und die Welt mit den dafür perfekten Gesprächspartnern. Das katholische Büro hatte eingeladen, denn es ist schon eine gute Tradition, dass wir uns einmal im Jahr – letztes Jahr musste es wegen des Papstbesuches ausfallen – zusammensetzen, damit wir uns mit dem Bischof und anderen Vertretern des Bistums Erfurt über die Arbeit der jeweils anderen Seite austauschen. Diesmal war auch der Chef der Caritas dabei, weil wir uns auch über deren Arbeit aber auch über die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte bei kirchlichen Trägern informieren wollten.


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    16. Februar 201211:51

    Stürmische Erinnerungen

    Vor genau 50 Jahren saß ich in meinem Kinderzimmer in Osterholz-Scharmbeck, einer kleinen Stadt bei Bremen, und schaute ziemlich traurig aus dem Fenster. Draußen tobten nämlich die Ausläufer der großen Hamburger Sturmflut und für mich hieß das: drinnen bleiben. Vor allem aber mussten meine Freunde auch zu Hause bleiben und konnten nicht, wie eigentlich geplant, zu meinem Kindergeburtstag kommen. Sehr ärgerlich war das damals.

    Heute bin ich in Kiel beim Parlamentariertag der LINKEN und was wir dort machen kann sich jede und jeder im Livestream anschauen (am Donnerstag von 12.45 bis 18.15 Uhr und am Freitag von 8.45 Uhr bis 13.15 Uhr).


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