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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Euro(pa)

    Solar-Kürzung ist aktiver Arbeitsplatzabbau

    Eines der Themen, das mich grade massiv beschäftigt, ist die radikale Kürzung der Solarförderung durch die Bundesregierung. Mehrere Projekte in Thüringen, die ich in den letzten Jahren begleitet habe, sind durch das Vorhaben von Schwarz-Gelb in Gefahr. Hier riskieren Merkel und Rösler bewusst, dass zahlreiche Firmen Konkurs anmelden müssen und Arbeitnehmer auf die Straße geschickt werden. Es geht dabei nicht nur um den politischen Fehler, die gerade begonnene und unbedingt notwendige Energiewende in voller Fahrt zu stoppen. Es geht darum, wie völlig unprofessionell in einer absurd kurzen Frist eine unglaublich hohe Kürzung durchgesetzt werden soll. Darauf kann sich niemand einstellen – ein unglaublicher Vorgang.

    Etwas Ablenkung bekomme ich bei unserer Frauentagsfeier im Erfurter Rathaus, die in diesem Jahr zwei Tage vor dem eigentlichen Frauentag stattfindet. Auch diesmal wird wieder der Frauenpreis der Thüringer LINKEN verliehen und es ist mir eine Ehre, zu der Gelegenheit ein Grußwort halten zu dürfen.


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    4. November 201117:12

    Wer keine Wahl hat, hat die Qual

    An diesen Donnerstag verbringe ich sieben Stunden in einer Beratung eines Gremiums, über das ich nicht reden darf. Ja, auch so was gibt es im Landtag, aber ich kann verraten, dass da keine geheimen Zukunftspläne besprochen werden, sondern nur Themen, die alle schon einmal diskutiert wurden und nun wieder diskutiert werden.

    Während ich in der Sitzung von der Außenwelt abgeschnitten bin, passiert in Griechenland eine erneute Kehrtwende. Das Referendum wird wieder abgesagt, die parlamentarische Mehrheit für Ministerpräsident Papandreou scheint auch weg zu sein und nun soll es eine wie auch immer geartete Übergangsregierung geben. Die Demokratie wird hier auf Ramschniveau abgeschrieben.


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    3. November 201115:40

    Wagnis Demokratie

    Als Willy Brandt vom „mehr Demokratie wagen“ gesprochen hat, hatte er sich bestimmt genau überlegt, was er sagt. Ein Wagnis ist etwas, das auch schief gehen kann. Das hieße im einfachsten Fall, dass nicht das erhoffte Ergebnis „hinten rauskommt“ – was ja laut Helmut Kohl das Entscheidende sei. Ich bleibe lieber bei Brandt als bei Kohl und sage, es ist richtig, dass in Griechenland nun endlich das Volk entscheiden darf, wie es mit ihm weitergehen soll. Und angesichts der Aufregung an den Finanzmärkten und der damit begründeten Kritik am Referendum, erleben wir eine anschauliche Demonstration des Phänomens, dass wohl zurecht als „Diktatur der Märkte“ bezeichnet wird. Umso wichtiger ist es, endlich die Menschen in diesem Prozess zu aktiv handelnden Bürgern zu machen, als ihnen lediglich Entscheidungen zu verkaufen.


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    30. September 201116:59

    Super Illu und superviele Milliarden

    Das Interview in der Super Illu

    Der Mittwoch ist von viel Schreibtischarbeit und einer Reihe von Rücksprachen geprägt, die von mehreren Betriebsbesuchen in letzter Zeit resultieren.

    Erfreuliches gibt es am Tag auch zu berichten: Ich konnte für einen Verein und dessen Vereinshaus Geld besorgen.

    Mit dem halben Ohr bin ich den ganzen Tag immer am Bundestag dran, wegen dem Eurorettungsschirm. Die Frage war, ob die Mehrheit der Kanzlerin zustande kommt oder nicht. Letztendlich gibt es eine donnernde Zustimmung für das sogenannte Rettungspaket. Mich beschleicht dabei das Gefühl, dass nicht nur die Bürgerinnen und Bürger keinen Durchblick mehr haben.

    Die Aneinanderreihung von Milliardenbürgschaften werden das Währungssystem nicht sicherer machen. Die alles entscheidende Frage ist: Wer bezahlt das alles letztendlich? Die Antwort daruaf wird verschleiert. Denn diejenigen, die an den Spekulationen bisher verdient haben, diejenigen, die als Zocker Währungen zerstören und diejenigen, die über die größten Vermögensmassen verfügen, werden alle nicht heran gezogen.


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    6. September 201110:46

    Nach der Wahl ist vor der Wahl

    Zum Montagmorgen wollen verschiedene Radiostationen Interviews zur Landtagswahl von mir. Dann geht’s per U-Bahn ins KL-Haus. In der Parteizentrale tagt der Parteivorstand, um mit den Spitzenleuten aus Mecklenburg-Vorpommern die Wahlen einer ersten Bewertung zu unterziehen. Ich empfinde das Ergebnis als wohltuend und für Berlin sogar als Hoffnungszeichen. Strategisch ist die Situation ermutigend, denn jetzt muss sich die SPD entscheiden, ob sie die Politik, die sie angekündigt hat – und für die sie nun auch gewählt –  nun mit uns umsetzen will. Die Alternative hieße mit der CDU Stagnation zu zelebrieren. Einen auskömmlichen und flächendeckenden Mindestlohn wird es nur mit uns geben können. Und genau den erwarten schließlich laut Wähleranalyse die Bürger, die am Sonntag ihr Kreuz gemacht haben.


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