Zur Zeit wird gefiltert nach: Attila
Extra angereist

Nach dem unruhigen Wochenstart läuft die Arbeit nun wieder wie sie im Terminkalender steht. Konkret bedeutete das, dass ich mich am Donnerstagmorgen auf den Weg tief in den Westen gemacht habe, denn ich hatte den Genossinnen und Genossen in Monheim am Rhein Wahlkampfhilfe versprochen. Der Empfang war herzlich und die Wahlkämpfer sind hoch motiviert. Schmeichelhaft wurde ich den Bürgern mit den Worten angekündigt, „gestern noch im Fernsehen und heute in Monheim am Infostand“ ;o). Es hat mich aber gefreut, dass tatsächlich einige Leute vorbeikamen, die meinten, dass sie extra wegen mir hier sind. Aber ich war ja auch extra wegen ihnen hier.
Vom Wahlkampfstand ging es zu Beratung der parlamentarischen Geschäftsführer in Düsseldorf, wo ich von der Funktion her natürlich nicht unbedingt hingehöre, aber es ging um das Thema Netzpolitik (wozu übrigens auch gerade ein Flyer unserer Landtagsfraktion erschienen ist), wo ich als Gast gern mitdiskutiere. Außerdem sprachen wir über die externe und interne digitale Kommunikation der Fraktionen – ein Punkt, der der ständigen Evaluation und Weiterentwicklung bedarf.
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Bitte um Unterstützung
Zurück aus der Hauptstadt geht’s am Dienstag mit den Terminen in Erfurt weiter und gleich der erste liegt mir ganz besonders am Herzen. Wir stellen in einer kleinen Pressekonferenz unsere Hilfsaktion für Binata Ly vor. Bynata ist ein zehnjähriges Mädchen aus Mauretanien und sie ist an einem schweren Augentumor erkrankt. In ihrer Heimat kann ihr nicht geholfen werden, aber in Erfurt ist die Operation relativ unkompliziert machbar. Aber dazu muss sie herkommen und hier versorgt werden. Alle wichtigen Infos zu dem Vorhaben haben wir auf einer Extraseite zusammengestellt. Bereits jetzt möchte ich mich bei allen bedanken, die hier mithelfen und wer noch eine kleine Spende beitragen kann, darf sicher sein, dass sie an der richtigen Stelle ankommt und direkt dazu beiträgt, das Leid von Binata zu lindern.
Abends war dann die Veranstaltung im RedRoxx bei der ich ein bisschen von den Erfahrungen berichte, die ich während meiner Reisen nach Israel und Palästina im Jahr 2008 und Anfang dieses Jahres gemacht habe. Es ist eine Dauertragödie, die sich dort abspielt. Die beschlossene Zweistaatlichkeit wurde bis heute nicht umgesetzt. Auf beiden Seiten gibt es Ängste, die auch immer wieder zu neuer Aggression führen.
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Wuff, wuff statt Schnäppchen-Wulff

„Der tiefe Fall des Christian Wulff – Wie gelingt ein Abschied in Würde?“ – das ist das Thema morgen bei Günther Jauch. Ich wurde eingeladen, auch weil ich Herrn Wulff schon vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten als potentiell teuersten Frührentner Deutschlands bezeichnet hatte und leider meine Prognose sogar noch übertroffen wurde. Dass er teuer sein würde, das war schon vor zwei Jahren klar, aber dass er sooooo teuer wird, das geht sogar noch über meine Prophezeiung hinaus.
Überrascht hat mich, dass die Redaktion sogar meinen Personalvorschlag für seine Nachfolge – Attila – kannte und ihre Freude damit hatte. Aber mal ehrlich, das Amt ist so auf den Hund gekommen, da kann Atti doch wirklich den Job übernehmen. Konsequent mit Leckerlis bestechlich ist er ja und gauckelt da auch niemanden etwas vor. Bei Freunden übernachtet er auch gern, Hauptsache es ist kuschelig und das Futter stimmt. Also ehrlicher als der Ex-Amtsinhaber ist alle mal. Und total repräsentativ.
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Für Attila die Nacht zum Tag gemacht

Den Haushaltstag im Landtag kann ich nur phasenweise genießen. Wenn ich die ganze Zeit dabei wäre, würde ich wahrscheinlich immer wieder mitdiskutieren wollen, aber die Stimmbänder sollen ja nach der OP letzte Woche noch geschont werden. Also komme ich insgesamt drei Mal für jeweils eine gute Stunde in den Plenarsaal. Ich will es mir auf keinen Fall nehmen lassen bei der Schlussabstimmung dabei zu sein. Weil die erst gegen 23 Uhr stattfindet, mache ich mich am späten Abend noch einmal auf in Richtung Landtag. Allerdings ist Attila von diesem Ausflug total verwirrt, weil das so gar nicht seine Zeit zum Spazierengehen ist. Als er aber in der Grünen-Fraktion wie so oft sehr freundlich von den dortigen Mitarbeiterinnen begrüßt wird, beschließt Attila offensichtlich, dass jetzt morgens sei und alles seine Richtigkeit habe.
Zwischendurch habe ich gute Nachrichten aus meinem Wahlkreisbüro bekommen. Die Tagebuchleserinnen und Leser können sich ja noch erinnern, dass ich am 21. November zum Vorlesetag in der Kinderbibliothek in der Halleschen Straße war. Neben den vielen interessanten Erläuterungen der Kinder habe ich aber von dort auch noch etwas anderes mitgenommen. Ich wurde "Medienpate", das heißt ich habe die Aufgabe übernommen der Bibliothek ein Buch zu spenden. Es gab mehrere zur Auswahl. Bei einem jedoch fühlte ich mich sehr an meine eigene Kindheit erinnert: Das "Sams" Buch. Daher habe ich "Sams im Glück" ausgesucht. Am Donnerstag hat Ben das Buch der Bibliotheksleiterin, Frau Glöckner (im Bild), überreicht. Ich finde die Medienpatenschaft eine tolle Idee der Kinderbibliothek und bin bestimmt nächstes Jahr auch wieder mit dabei.
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Milliarden, gefunden in der Badewanne (frei nach Stanislaw Lem)
Samstag war ich wieder mal in Öhrenstock, wo wir jahrelang einen Garten hatten. Wir hatten ihn ja verkauft, weil wir uns auf unsere neue Unterkunft in Erfurt konzentrieren wollen. Es ist ein wunderschöner Herbsttag und ich schaue beeindruckt über das Land. So ein wunderschöner Blick, einfach traumhaft. Aber ich habe versprochen, das komplizierte Abwasserproblem der Gartensiedlung noch zu lösen und so leite ich ehrenamtlich die Eigentümerversammlung. Anschließend sitze ich noch mit einigen ehemaligen Nachbarn in der Sonne, bevor ich weiter nach Berlin fahre. Dort sammle ich die beste aller Ehefrauen ein, die dort gerade den letzten Teil einer Weiterbildung begonnen hat. Wir treffen uns am Platz der Luftbrücke, wo die Ausbildungsstelle ist und schlendern mit Attila auf das Gelände vom Flughafen Tempelhof. Meine Güte ist das riesig und brechend voll! Auf der Landebahn wird geskatet, Fahrrad gefahren und sogar mit Winddrachen gesurft – sagenhaft.
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