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    Zur Zeit wird gefiltert nach: Atomkraft

    Wanderungen mit energiepolitischem Hintergrund

    Wir sind nun langsam auf dem Rückweg nach Thüringen, nachdem der Wetterdienst weiteren Regen und herbstliches Wetter für Böhmen und sommerliche Temperaturen für Erfurt angesagt hat.

    Das Ende unseres Urlaubs in Böhmen ist gleichzeitig der Anfang der Vorbereitung auf unsere Thüringer Energietour nächste Woche. Und auch ohne unser Wissen und ohne dass wir es vorher nachgeschaut hätten, hat uns auch während unseres Urlaubs das Energiethema begleitet. Bei jeder unserer Wanderung hatten wir die riesigen Kühltürme des größten tschechischen Atomkraftwerkes Temelín im Blick. Und aus diesen steigen unablässig riesige Mengen Wasserdampf empor. Unabhängig von der Gefahr, die eine Nutzung von Atomenergie immer ins sich birgt, wird mir dadurch die Unsinnigkeit der Stromerzeugungsmethode vor Augen geführt, bei der Unmengen von Energie in Form von Wärme abgegeben werden.

    Auf der anderen Seite sind hier in Böhmen in fast jedem Dorf auf den Dächern Photovoltaikanlagen vorhanden und auch in Bayern sehe ich auf vielen Hausdächern die gleichen Anlagen.


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    Hilfe für Tschernobyl bleibt wichtig

    Der Dienstag beginnt mit einer Beratung mit Steffen Harzer zur Nachbereitung der KEBT-Versammlung vom Montagabend. Die KEBT - eine Thüringer Besonderheit - ist der Zusammenschluss der Gemeinden und Städte, die zusammen 47 Prozent der E.ON Thüringer Energie in ihrem Besitz haben. Unser Ziel ist, dass die Kommunen die Mehrheit bekommen, damit dann ein wirksamer Beitrag zum Ausstieg aus der Atomenergie und der verfehlten Energiepolitik überhaupt geleistet werden kann.

    Dann geht es in die Staatskanzlei zum Empfang der Thüringer Tschernobyl-Hilfe-Vereine. Es ist gut und richtig, dass diese ehrenamtliche Arbeit wenigstens mit einem kleinen Empfang gewürdigt wird. Einige tausend Kinder aus der Unglücksregion sind mit der Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer in den letzten zwanzig Jahren in Thüringen gewesen.


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    Der 26. April

    Podium v.l.n.r.: Thomas Zaremba, Frank Lange, Gerhard Schmidt, Tilo Kummer, Bodo Ramelow & Frank Firsching

    Der Tag berührt mich emotional in mehrfacher Hinsicht. Es ist der neunte Jahrestag des Massakers am Gutenberg Gymnasium und es sind 25 Jahre vergangen seit dem GAU in Tschernobyl. Beides spielt eine sehr wichtige Rolle an diesem Tag.

    Wir legen Blumen nieder am Grab unseres damals erschossenen Genossen Hans Lippe. Das Geschehen am Gymnasium ist tief in das Bewusstsein der Erfurterinnen und Erfurter eingebrannt. Auch auch für mich ist es ein Tag, der jedes mal wieder die Erinnerungen aufsteigen lässt. Immerhin sind so viele leben sinnlos zerstört worden und es bleibt die Frage nach dem warum.
    Klar ist, dass die Verherrlichung von Waffen nicht geringer geworden ist und klar ist auch, dass Themen wie elektronische Waffenregistrierung und striktere Auflagen zur Kontrolle immer noch wie Tabuthemen behandelt werden.


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    Angenehmes und Unangenehmes zu Ostern

    Germana bereitet den Karfreitagsfisch vor

    Mit Atti wollten Germana und ich am Karfreitag zur Gera, um mit der Hund die Badesaison zu eröffnen. Wir laufen daher an der Thomaskirche vorbei und treffen dort auf ein Fußballturnier von offenbar gewaltbereiten Hooligans. Ihre Eigendefinitioan auf einem der Transparente lautete -  soweit ich das wahrgenommen habe - „Gewaltättertunier“. Rundherum war die Polizei vor Ort.
    Als ich die T-Shirts der „Spieler“ gesehen habe und die Buchstabenkombination KEF darauf gelesen habe, wusste ich, dass ich es mindestens mit Hooligans mit Stadionverbot zu tun habe. Diese Organisation hat aber ebenso Mitglieder, die ausländerfeindliche oder antisemitische Parolen grölen.
    Für mich war die Situation höchst beklemmend. Kurz darauf wurde ich auch von einigen Teilnehmern entdeckt und ich wurde als „Rote-Ramelow-Zecke" bezeichnet. Ich trete auch mit dem Einsatzleiter in Kontakt und habe das noch beklemmendere Gefühl, dass alles von der Polizei wahrgenommen wird, aber es wird nichts unternommen.


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    Energie in Bürgerhand!

    Der Donnerstag im Plenum beginnt mit dem Tagesordnungspunkt, um den sich eigentlich schon die ganze Woche jedes zweite Gespräch dreht: Die Regierungserklärung der Ministerpräsidentin zur Energiepolitik und die Beratung des fraktionsübergreifenden Antrags. In meiner Erwiderung auf die Rede von Frau Lieberknecht versuche ich deutlich zu machen, dass die gemeinsame Herausforderung für uns alle ein radikaler Umbau der Energieproduktion ist. Das ist weit mehr als der Ausstieg aus der Atomkraft, der selbstverständlich schnellstmöglich vollzogen werden muss. Energie muss nicht nur regenerativ sein, sondern auch dezentral, regional, einfach nah bei den Bürgern.


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