Bodo Ramelow bei Twitter

Tweets


Bodo Ramelow

4h Bodo Ramelow
@bodoramelow

Antworten Retweeten Favorit Es war die TLZ und da hat Prof Hoff auf Fragen geantwortet. Bei uns darf jeder seine Meinung sagen und dann ist das… twitter.com/i/web/status/1…


Retweeted by Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

3h Bodo Ramelow
@bodoramelow

Antworten Retweeten Favorit @smeyerlansky @thueringende @mdr_th Müssen Sie wirklich nicht! Sie haben ja das Interview nicht gegeben. Aber Danke… twitter.com/i/web/status/1…


Bodo Ramelow

6h Bodo Ramelow
@bodoramelow

Antworten Retweeten Favorit Der sachliche Kern verweist auf Rückführungen die nicht erfolgen, spekuliert dann über vermeintliches Abtauchen und… twitter.com/i/web/status/1…


Retweeted by Bodo Ramelow

 
 

Ehrenamtswoche der Sommertour – Tag 3: Vom Wasser, über den Zoll bis zum Hubschrauber - Öffentlicher Dienst und Daseinsvorsorge

Bevor ich auf den dritten Tag meiner Sommertour eingehe, kann ich natürlich nicht zu der Verkündung des heutigen Urteils im Münchner NSU-Prozess schweigen. Meine Trauer um die Ermordeten bleibt, meine Gedanken sind heute bei deren Angehörigen. Es gibt heute wenig Wahrheit und noch weniger Gerechtigkeit, es werden nur Urteile gesprochen. Fremdenfeindlichkeit bleibt aber auch die Erkenntnis über Staatsversagen und dessen Verschleierung. Das Urteil kann ich nur mit Respekt zur Kenntnis nehmen am Ende eines Mammutprozesses, der über persönliche Verantwortungen und Verstrickungen zu entscheiden hatte. Es bleiben aber eine Unmenge an offenen Fragen. Dabei geht es um die Verantwortung staatlicher Institutionen und Geheimdienste aber eben auch um gesellschaftliche Strukturen, die das Entstehen solcher Netzwerke begünstigen oder ihre Aufdeckung behindern. Thüringen wird seiner Verantwortung dabei gerecht werden. Wir unterstützen die Opfer mit einem Fonds, nachdem es bereits durch die letzte Landesregierung Unterstützungsleistungen gab und wir werden einen Ort der Mahnung schaffen. Das Leid der Familien kann das nur bedingt lindern aber unserer Verantwortung müssen und werden wir uns gemeinsam stellen.

Insofern ist der Sprung zurück in den Thüringer Sommer 2018 nicht ganz leicht und auch nicht ohne Brüche.

Der heutige Tage meiner Sommertour #ZukunftThüringen führt zunächst nach Luisenthal zu Thüringer Fernwasserversorgung (TFW). Hans-Dieter Linz, der Betriebsleiter des Betriebes Mitte begrüßt mich und beginnt den Rundgang mit einer allgemeinen Information über die Fernwasserversorgung in Thüringen. Die TFW versorgt als öffentliches Unternehmen Tausende Haushalte in Thüringen mit Trinkwasser. Dieses Trinkwasser kommt aus Trinkwasserspeichern und Talsperren und hat eine überdurchschnittliche Qualität. Trotzdem wird es natürlich noch aufbereitet, bevor es zu den Endverbrauchern gelangt. Ich bin beeindruckt, welcher Aufwand an Filter- und Messtechnik eingesetzt wird, um Verunreinigungen auszuschließen.

Der Hydrologe der TFW beruhigt mich auch hinsichtlich der starken Trockenheit. Es ist ausreichend Trinkwasser im Speicher und im Moment gibt es keinen Anlass, sich Sorgen zu machen, dass uns das Wasser ausgehen würde. Wichtig sind vor allem die Niederschläge im Winter, um die Speicher aufzufüllen. Und der letzte Winter war diesbezüglich wirklich gut und wichtig.

Anschließend wandern wir zur Staumauer der Ohratalsperre und begrüßen auf dem Weg zurück nach Luisenthal noch die Kinder des dortigen Kindergartens, die sich mit einem Ständchen bei uns revanchieren. Rast machen wir dann im Gasthaus und Brauereimuseum Stutzhäuser, einer alten Brauerei in Luisenthal, die bis 1990 vor Ort Bier braute und jetzt zur Oettinger Gruppe gehört und nachwievor Bier aus der Region produziert und auch das Essen kann ich nur empfehlen. Luisenthal ist also wirklich ein tolles Ziel für Wanderungen und Ausflüge.


mehr
(Torsten_Weil@outlook.de)Kommentare 0
11. Juli 201808:16

Ehrenamtswoche der Sommertour – Tag 2: Vom ASB zu den Grünen Damen

Der zweite Tage meiner Sommertour #ZukunftThüringen führte mich nach Südthüringen und auch an diesem Tag treffe ich auf Menschen, die sich in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen ehrenamtlich einsetzen.

Der Tag beginnt beim Arbeiter-Samariterbund in Suhl und dem dortigen Betreuungs- und Sanitätszug. Herr Saul stellt mir die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden vor Ort vor. Sie sind dann zur Stelle, wenn Großereignisse eintreten. Da können Wetterereignisse sein, Unfälle auf Autobahn oder ICE-Strecke aber etwa auch ein Fall, wie das Auftreten des Noro-Virus, wie kürzlich. Dann ist schnelles und professionelles Handeln gefragt und das kann durch diesen Zug abgesichert werden. Ich bin beeindruckt von der technischen Ausstattung aber auch von dem hervorragenden Ausbildungsstand der überwiegend Freiwilligen. Gut, dass sich hier viele einsetzen. Vorbildhaft ist aber vor allem auch die Kinder- und Jugendarbeit des ASB in Suhl. Denn auch hier wird Nachwuchs dringend gebraucht und gesucht und deswegen ist das ein Schwerpunkt der Arbeit. Hier werden in Suhl durchaus Maßstäbe gesetzt.

Das Land steht in der Verantwortung seine Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie auch die Sicherung der technischen Ausstattung und die Unterstützung beim Erhalt der Gebäude. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Knapp bin ich aber sehr sicher, dass wir hier auch weiter zusammenarbeiten und Lösungen finden. Mit einem guten Gefühl fahre ich zum nächsten Termin nach Sonneberg.


mehr
10. Juli 201818:35

Ehrenamtswoche der Sommertour – Tag 1: Denen danke sagen, die die Gesellschaft tragen.

Auf meiner Sommertour #ZukunftThüringen widme ich mich den Themen, die das Land fit für die Zukunft machen. In dieser Woche stehen dabei die Menschen im Mittelpunkt, die sich ehrenamtlich oder beruflich im Gesundheits- und Rettungswesen engagieren und unsere Gesellschaft so zum Positiven verändern. Sie sehen hin, wo andere wegsehen und kümmern sich um (über-)lebenswichtige Belange.

Zum Beispiel, wenn es um ausgesetzte oder vernachlässigte Katzen und Hunde geht. Der erste Tourtag dieser Woche beginnt beim Tierschutzverein Eisenach e.V.. Auf dem ausladenden, 10.000 m² großen Gelände empfängt mich der Vorsitzende, Gerd Fischer, umringt von zahlreichen Mitarbeiter/innen in grünen Poloshirts. Ich kenne ihn durch seine Tätigkeit als Vorsitzender des Landestierschutzverbandes schon aus meiner Zeit als Oppositionschef und schätze seinen Rat. Das Tierheim, so lässt er mich stolz wissen, hat der 1991 gegründete Verein aus eigener Kraft selbst verputzt, umzäunt und in Stand gesetzt. Zu DDR-Zeiten war hier eine Broilermastanlage untergebracht. Neben den festen Mitarbeiter/innen kümmern sich hier 12 bis 15 Ehrenamtliche um 75 Katzen und 9 Hunde.

Herr Fischer führt mich durch die Räumlichkeiten. In zwei großen Häusern sind die Katzen untergebracht. Viele noch klein und tapsig. In einer Decke versteckt sich ein Wollknäuel, das leise maunzt. „Ich zeige Ihnen mal, was uns gestern über den Zaun geworfen wurde.“ Die kleine Katze ist bunt gefleckt und passt in eine Hand. Unsicher schmiegt sie sich auf meinen Arm. Wir taufen sie auf den Namen „Katja“ – der ebenfalls anwesenden Oberbürgermeisterin von Eisenach, Katja Wolf, zu Ehren. Die meisten Tiere bleiben nur hier, bis sie wieder aufgepäppelt sind und werden dann vermittelt. 12.000 Tiere haben bereits neue Herrchen oder Frauchen gefunden. Bedingung ist dabei, dass ein Tier es in seinem neuen zu Hause besser haben muss. Nach 6 Wochen kontrolliert der Verein daher die neuen Lebensbedingungen. In der 26-jährigen Geschichte musste erst einmal ein Hund zurückgeholt werden. Der gute Ruf des Tierschutzvereins ist bei der erfolgreichen Vermittlung die beste Werbung. Es gibt aber auch Tiere, die nach 6 Monaten niemanden gefunden haben und im Tierheim ein zu Hause finden– wie Ares, der große weiße Wachhund, der mir bis zur Hüfte reicht.

Neben der akuten Pflege seiner kleinen Bewohner, engagiert sich der Verein als Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes auch gesellschaftspolitisch für deren Belange. Zum Beispiel durch die Aktion „Katzen Chippen“ am Wochenende, im Kampf gegen die Rassehundeliste oder indem er schon weit vor der Urlaubszeit dafür wirbt, dass auch der Urlaub für das Haustier geplant wird. Damit Aussetzungen vermieden werden, bietet das Tierheim für Notfälle eine „Tierheimpension“ an.

Ich bin den Thüringer Tierschutzeinrichtungen dankbar, die für das gemeindliche Leben und den Schutz der Kreaturen, die nicht selbst für ihre Rechte einstehen können, sehr wichtige Arbeit leisten. Für die Zukunft wünsche ich dem Tierschutzverein Eisenach alles Gute, viel Erfolg beim geplanten Bau seines neuen Hundehauses und vor allem, dass wie erhofft viele junge Ehrenamtliche den Verein verstärken.


mehr
(Torsten_Weil@outlook.de)Kommentare 0