Weiterhin aktuell: Akte Ramelow!


Spenden für Binata Ly

TWEETS VON BODO RAMELOW


 
 

Der aktuelle Tagebucheintrag

16. Februar 201211:51

Stürmische Erinnerungen

Vor genau 50 Jahren saß ich in meinem Kinderzimmer in Osterholz-Scharmbeck, einer kleinen Stadt bei Bremen, und schaute ziemlich traurig aus dem Fenster. Draußen tobten nämlich die Ausläufer der großen Hamburger Sturmflut und für mich hieß das: drinnen bleiben. Vor allem aber mussten meine Freunde auch zu Hause bleiben und konnten nicht, wie eigentlich geplant, zu meinem Kindergeburtstag kommen. Sehr ärgerlich war das damals.

Heute bin ich in Kiel beim Parlamentariertag der LINKEN und was wir dort machen kann sich jede und jeder im Livestream anschauen (am Donnerstag von 12.45 bis 18.15 Uhr und am Freitag von 8.45 Uhr bis 13.15 Uhr).

Bevor ich gestern nach Kiel aufgebrochen bin, hatten wir im Landtag noch Fraktionssitzung, wo es auch noch einmal um Dresden und um die Vorbereitung der Plenarsitzung ging. Begonnen haben wir die Sitzung mit einer Schweigeminute zum Gedenken an Prof. Gerd Riege, der vor 20 Jahren aus dem Leben geschieden ist. Sein Tot mahnt uns immer wieder mit Augenmaß auf die Verantwortung und das Tun von Menschen zu schauen.

Dann ging es in Richtung Norden und den ersten Abend habe ich gleich genutzt, um gemeinsam mit Raju Sharma die Kieler Sozialkirche zu besuchen. Die Sozialkirche ist für drei Kirchgemeinden da – St. Johannes, St. Markus und St. Matthäus – und sichert die soziale Brennpunktarbeit ab: Jugendarbeit, Tafel, Lebenshilfe. Eine hervorragende Arbeit, die die Aktiven hier machen. Es macht immer Mut, sich solche Projekt anschauen zu dürfen.

Kommentare

Bernd A. Rosbund
16. Februar 201212:19
Kiel vor 50 Jahren: 17. Februar 1962

Ich habe den Sturm im Alter von 14 Jahren in meinem Kinderzimmer in Kiel erlebt, das Wasser wurde aus der Kieler Förde vom Sturm rausgedrückt, wir sammelten von den Schlickbänken Pfandflaschen, die über Bord geworfen wurden und verscherbelten diese. Bei den Howaldt-Werken kippte ein neues Walfang-Mutterschiff um, das für die Sowjetunion gebaut wurde. Meine Schwester befand sich in einem Landschulheim auf der Nordseeinsel Föhr, wir hatten keine Nachrichten darüber, wie es auf Föhr aussah. Die Inseln konnte man noch nicht per Direktwahl anrufen. Die Leitungen wurden für den Katastrophenschutz freigehalten. Die Erinnerungen an den 17. Februar 1962 sind bis heute bei mir nicht verblasst und waren in dieser Zeit immer mal wieder Gesprächsthema.

Mein Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Made in Thüringen

24 Expertinnen und Experten aus Medien, Politik, Wissenschaft und antifaschistischen Initiativen gehen in dem Sammelband offenen Fragen rund um das Entstehen des NSU, der Neonazi-Szene in Thüringen und Sachsen, militanten Neonazi-Netzwerken und dem Versagen und Wegschauen der Behörden nach. Autoren sind u.a. Petra Pau, Bodo Ramelow, Martina Renner, Wolfgang Nossen, Katharina König, Aiman A. Mazyek, Andrea Röpke, Romani Rose, Frauke Büttner, Ottomar Rothmann, Michael Ebenau.


Aus dem Pressebereich
16. Mai 2012 Hartmut Kaczmarek | TLZ | 15.05.2012 Presseartikel

"Man muss sich wechselseitig auch aushalten"

Ramelow: So kommt die Linke aus der Krise Erfurt. Blockade und Stillstand - das wirft der Fraktionschef der Linkspartei in Thüringen, Bodo Ramelow, der Mehrheit im Bundesparteivorstand vor. Er fordert jetzt ein Signal für einen inneren Aufbruch der Partei.Das gesamte Interview als Bild. Mehr...

 
15. Mai 2012 Wolfgang Hirsch / 15.05.12 / TLZ Presseartikel

Theaterkrise Eisenach: Linke fordern Sondersitzung

In den nicht enden wollenden Zwist zwischen Kulturminister Christoph Matschie (SPD) und Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) um die Finanzierung des Theaters Eisenach schaltet sich nun auch Bodo Ramelow, Fraktions-Chef der Linken im Landtag, ein.Erfurt/Eisenach. Eine Schließung der Bühne wäre laut Ramelow "ein fatales Zeichen für Kultur-Raubbau,... Mehr...

 
15. Mai 2012 Presse/Bodo Ramelow/Martina Renner/Inneres/Antifaschismus

Untersuchungsausschuss muss offene Fragen aus Schäfer-Bericht aufklären

Nachdem der Bericht der so genannten Schäfer-Kommission gravierende Fehler und Mängel bei der Verfolgung der drei untergetauchten Rechtsterroristen nachweist, sieht der LINKE-Fraktionsvorsitzende, Bodo Ramelow, den Untersuchungsausschuss des Parlamentes in der Pflicht, offen gebliebene Fragen mit allem Nachdruck aufzuklären.  Mehr...