27. Juni 2012 Hartmut Kaczmarek / 27.06.12 / TLZ

Bodo Ramelow: "Bei Eon-Kauf an einem Strang ziehen"

Erfurt. "Es geht nicht nur um die Eigentumsverhältnisse an der Eon Thüringer Energie AG, sondern es geht um Zielstellungen eines Masterplans zur Energiewende in Thüringen", schreibt Ramelow. Bei der Vorbereitung der Verkaufsverhandlungen sei bei ihm der Eindruck entstanden, dass die Thüringer Kommunalfamilie den Fehler machen könnte, gegeneinander in das Bieterverfahren einzusteigen, warnt der Linkspolitiker.    

Derzeit halten die Kommunen und deren Eigentümergesellschaft 47 Prozent an der Eon Thüringen. Die Städte sind offenbar daran interessiert, über ihre Kommunale Energiebeteiligungsgesellschaft (KEBT) einen Mehrheitsanteil an Eon zu erwerben. Offenbar gibt es gleichzeitig Bestrebungen, dass ein Verbund von Stadtwerken gemeinsam mit dem stadtwerkeeigenen Finanzinvestor Thüga eine Erwerbsgesellschaft aufbauen will, die möglicherweise in Konkurrenz zur KEBT treten würde. Das allerdings, so Ramelow, wäre zum Schaden der gesamten Thüringer Kommunalfamilie.

Der Linksfraktionschef hat sich deshalb mit der dringenden Bitte an die Landesregierung gewandt, unter ihrer Moderation eine Bietergemeinschaft zu bilden. Ziel müsse es sei, einen großen kommunalen Energieversorger für Thüringen zu schaffen "als Thüringer Herzstück der Energiewende". Es gehe nicht nur um die Eigentumsverhältnisse bei Eon, sondern um einen Masterplan zur Energiewende.